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'Heute in den Feuilletons' titelt "Aufstand der Blogger" und verlinkt einige Medien-Blogger:
"Wenn Linke, Islamisten und NPD-Nazis unter der Kuscheldecke des Antisemitismus einen flotten Dreier veranstalten, ist das völlig ok. Und wenn Katholiken von der Sorte, die den Juden das Versagen der Kirche im Dritten Reich nicht verzeihen können, diese ménage à trois feierlich mit Weihwasser besprenkeln—bitteschön! Auch so kommt man in die Hölle, meine Herrn."
"Der Staat hat sich aus der Reglementierung von Bademoden herauszuhalten. Eine Gesellschaft, in der das Tragen von Thongs und Arschgeweihen erlaubt ist, wird auch damit leben können, dass es vollverhüllte Irre gibt, die im Freibad jeden Zentimeter Haut bedeckt halten wollen. (Warum man dann überhaupt ins Freibad will? I don’t get it!) Aber bitte sehr, soll doch jeder nach seiner Fasson unglücklich werden."
Siehe dazu:
Zwickel-Erlass (Wikipedia):
Als Zwickelerlass wurde im Volksmund ein am 18. August 1932 vom preußischen Innenministerium herausgegebener Erlass bezeichnet, der vorschrieb, welche Kleidung beim Baden zu tragen war. Er wurde so genannt, weil darin das Wort Zwickel mehrfach vorkam.
Die in den späten Zwanziger Jahren sich lockernden Sitten machten auch vor der Bademode keinen Halt. Insbesondere die Badebekleidung der Frauen wurde zunehmend knapper. Da Konservative hierin eine Gefahr für die öffentliche Ordnung sahen, gab das Ministerium eine Polizeiverordnung zur Ergänzung der Badepolizeiverordnung heraus, in der detailliert vorgegeben wurde, wie die Badebekleidung von Männern und Frauen auszusehen hatte.
U. a. musste der Badeanzug von Frauen die Vorderseite des Oberkörpers vollständig bedecken und mit einem Zwickel versehen sein. Der Rückenausschnitt durfte nicht über das untere Ende der Schulterblätter hinausgehen. Männer mussten mindestens eine Badehose mit angeschnittenen Beinen und einem Zwickel tragen, in Familienbädern sogar einen Badeanzug. Außerdem war öffentliches Nacktbaden generell untersagt.
Es war der letzte Erlass einer frei gewählten Regierung vor dem Nationalsozialismus. Der Zwickelerlass gilt noch heute als Symbol für das unangemessene Eingreifen des Staates in persönliche Angelegenheiten.
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Donnerstag, 22. Januar 2009
Montag, 1. März 2010
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Was Frauen meiner Ansicht nach nicht gut tut? Aus aktuellem Anlass: Wer Werbung für Mode macht und meint, die Fünfziger seien zurück. Frauen, die noch im Krieg an der vordersten Heimatfront eingesetzt wurden, nachdem man ihnen vorher per Zwickel-Erlass vorgeschrieben hatte, dass der Badeanzug hochgeschlossen zu halten sei, weil die Zwanziger und Dreißiger drohten, ein wenig zu wild zu werden, wurden in dieser Zeit wieder im schicken Korsett nach Hause an den Herd verbannt. Und zwar nicht an den wichtigsten Ort der Macht, der das soziale Zentrum der Gemeinschaft bildet, sondern dorthin, wo Frau lediglich den Patriarchen bekochen, die Kinder für Vater Staat erziehen und warme Socken und Schals für den Nachkriegswinter stricken durfte. Die Qualität der Stoffe war im Vergleich zum heutigen Durchschnitt zwar viel besser, aber wer gerade als Frau heute Modewerbung mit Anspielungen aus dieser Zeit macht, erinnert damit auch an die (sauber sozialwissen-schaftlich begründete) Unfreiheit für Frauen und zeigt sich im besten Fall als ungebildet. Oder masochistisch veranlagt. Im schlimmsten Fall jedoch als eine MittäterIn, die versucht, in internationalen rechtsreaktionären Gewässern Fische zu fangen.
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Was Frauen meiner Ansicht nach nicht gut tut? Aus aktuellem Anlass: Wer Werbung für Mode macht und meint, die Fünfziger seien zurück. Frauen, die noch im Krieg an der vordersten Heimatfront eingesetzt wurden, nachdem man ihnen vorher per Zwickel-Erlass vorgeschrieben hatte, dass der Badeanzug hochgeschlossen zu halten sei, weil die Zwanziger und Dreißiger drohten, ein wenig zu wild zu werden, wurden in dieser Zeit wieder im schicken Korsett nach Hause an den Herd verbannt. Und zwar nicht an den wichtigsten Ort der Macht, der das soziale Zentrum der Gemeinschaft bildet, sondern dorthin, wo Frau lediglich den Patriarchen bekochen, die Kinder für Vater Staat erziehen und warme Socken und Schals für den Nachkriegswinter stricken durfte. Die Qualität der Stoffe war im Vergleich zum heutigen Durchschnitt zwar viel besser, aber wer gerade als Frau heute Modewerbung mit Anspielungen aus dieser Zeit macht, erinnert damit auch an die (sauber sozialwissen-schaftlich begründete) Unfreiheit für Frauen und zeigt sich im besten Fall als ungebildet. Oder masochistisch veranlagt. Im schlimmsten Fall jedoch als eine MittäterIn, die versucht, in internationalen rechtsreaktionären Gewässern Fische zu fangen.
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Freitag, 27. März 2009
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Wie kann mann bitte die BH-Größe unter solch einem Zelt feststellen? Erinnert mich irgendwie an das Bild eines Gynäkologen im 19. Jahrhundert. Nachdem sämtliche heilkundigen Frauen verbrannt oder verteufelt waren, entstand der überaus lukrative Beruf des männlichen Mediziners, der seine weiblichen Schäfchen unter dem langen Rock gegen Geld erkundete. Die Röcke wurden dann im Laufe der Zeit kürzer, man kam also leichter dran, die medizinischen Fakultäten wurden etwas bunter, und die Kleidung im Wasser knapper. Bis der Zwickel-Erlass folgte, der zum Glück aber nur kurzfristig die Bademode etwas anständiger in den Augen der scharfen Sittenwächter werden ließ. Dank tatkräftiger Hilfe wurden diese Wächter nämlich aus dem Amt entfernt. Heute gehen im Westen wieder einige Ladies mit Ganzkörperkleidung ins Wasser. Natürlich vollkommen freiwillig, und nicht etwa, weil man reingeworfen wird und dann so richtig mit viel Freude Rache nehmen kann. Heute schon gebadet?
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Wie kann mann bitte die BH-Größe unter solch einem Zelt feststellen? Erinnert mich irgendwie an das Bild eines Gynäkologen im 19. Jahrhundert. Nachdem sämtliche heilkundigen Frauen verbrannt oder verteufelt waren, entstand der überaus lukrative Beruf des männlichen Mediziners, der seine weiblichen Schäfchen unter dem langen Rock gegen Geld erkundete. Die Röcke wurden dann im Laufe der Zeit kürzer, man kam also leichter dran, die medizinischen Fakultäten wurden etwas bunter, und die Kleidung im Wasser knapper. Bis der Zwickel-Erlass folgte, der zum Glück aber nur kurzfristig die Bademode etwas anständiger in den Augen der scharfen Sittenwächter werden ließ. Dank tatkräftiger Hilfe wurden diese Wächter nämlich aus dem Amt entfernt. Heute gehen im Westen wieder einige Ladies mit Ganzkörperkleidung ins Wasser. Natürlich vollkommen freiwillig, und nicht etwa, weil man reingeworfen wird und dann so richtig mit viel Freude Rache nehmen kann. Heute schon gebadet?
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