Montag, 1. März 2010

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Was Frauen meiner Ansicht nach nicht gut tut? Aus aktuellem Anlass: Wer Werbung für Mode macht und meint, die Fünfziger seien zurück. Frauen, die noch im Krieg an der vordersten Heimatfront eingesetzt wurden, nachdem man ihnen vorher per Zwickel-Erlass vorgeschrieben hatte, dass der Badeanzug hochgeschlossen zu halten sei, weil die Zwanziger und Dreißiger drohten, ein wenig zu wild zu werden, wurden in dieser Zeit wieder im schicken Korsett nach Hause an den Herd verbannt. Und zwar nicht an den wichtigsten Ort der Macht, der das soziale Zentrum der Gemeinschaft bildet, sondern dorthin, wo Frau lediglich den Patriarchen bekochen, die Kinder für Vater Staat erziehen und warme Socken und Schals für den Nachkriegswinter stricken durfte. Die Qualität der Stoffe war im Vergleich zum heutigen Durchschnitt zwar viel besser, aber wer gerade als Frau heute Modewerbung mit Anspielungen aus dieser Zeit macht, erinnert damit auch an die (sauber sozialwissen-schaftlich begründete) Unfreiheit für Frauen und zeigt sich im besten Fall als ungebildet. Oder masochistisch veranlagt. Im schlimmsten Fall jedoch als eine MittäterIn, die versucht, in internationalen rechtsreaktionären Gewässern Fische zu fangen.












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