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Freitag, 28. Dezember 2012


















Die kaiserlich-chinesische Apotheke für ein langes Leben:
Heilpflanzen - Lebensmittel -Energieübungen
Amazon: Blick ins Buch




















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Dienstag, 30. Oktober 2012

















Gefüllter Kürbis
Inspiriert von:
Kochen mit Bugs Bunny & Co







Kürbisse je nach Bedarf. Deckel abschneiden. Kerne und weiche Innenteile entfernen. Dann Fruchtfleisch herausschneiden und es in Würfel schneiden. Kürbis innen mit Salz ausreiben.
Zwiebeln in Würfel schneiden und mit Knoblauch in heißem Öl glasig braten.
Gemischtes Hackfleisch dazugeben und anbraten.
Super wären jetzt getrocknete Steinpilze, die in Wasser eingeweicht wurden. Getrocknet sind sie noch würziger. Die Pilz-Auswahl in Köln jedoch ist sehr bescheiden. Und teuer. Frische Steinpilze sind selten. Lieber keine Steinpilze als alte, die der Gesundheit eher weniger zuträglich sind. Ganz im Gegensatz zu frischen Pilzen. Also das nehmen, was da ist.
Die Pilze, etwas Rotwein und Tomatenmark zum Fleisch geben und ungefähr eine halbe Stunde lang offen einkochen lassen.
Eine Gurke schälen, längs halbieren und fein würfeln. Diese mit dem Kürbisfleisch mischen und salzen.
Backofen anheizen.
Crème fraîche zum Hackfleisch geben, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Gemüsewürfel und Dill unter das Hackfleisch geben. Den Kürbis damit füllen. Deckel auflegen und den Kürbis auf das tiefe Blech des Backofens geben. Mit reichlich Wasser angießen und ungefähr eine halbe Stunde bei 180 Grad auf der untersten Schiene durchziehen lassen.




Guten Appetit!




















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Mittwoch, 26. September 2012

Freitag, 14. September 2012


















Sri Owen
Die indonesische Küche
110 Originalrezepte



"Von der traditionsreichen berühmten Reistafel über das Nationalgericht Gado-gado bis zum Festmahl Selamatan - die über Jahrzehnte zusammengetragenen Rezepte beruhen auf dem Wissen von Generationen und sind Sri Owens Vermächtnis an die geliebte Heimat. Gewürzküche von Java und Sumatra bis Bali und Sulawesi - einzigartig auf dem deutschen Markt."







Sri Owen: "Ich wurde 1935 in Padang Panjang geboren, einer kleinen Stadt in den Hügeln Westsumatras. Dort ist das Land der Minangkabau, jener Ethnie, der mein Vater angehörte. Die Minangkabau sind als geschickte Schachspieler und Politiker sowie generell für ihren Scharfsinn bekannt. Im Blickpunkt der Anthropologen stehen sie, weil sie zwar strenggläubige Muslime sind, ihre Gesellschaft allerdings matrilinear strukturiert ist. Bis heute gilt bei ihnen als ungeschriebenes Gesetz das adat, demzufolge das Land der Gemeinschaft gehört, der Nießbrauch eines bestimmten Areals aber von der Mutter auf die Tochter übergeht. Seine Verwaltung jedoch liegt in den Händen eines männlichen Familienmitglieds, des datuk. So hatte die Mutter meines Vaters ein lebenslanges Nutzungsrecht für mehrere Hektar erstklassiger bewässerter Reisfelder (sawah) sowie für gutes Land, auf dem sie den Anbau von Gemüse, Kaffee und zahlreichen Obstbäumen betrieb.
Ihr Ehemann hatte sich - damals war ich noch nicht geboren - eine zweite Frau genommen, ohne bei der ersten die Erlaubnis dafür einzuholen, woraufhin meine Großmutter ihn mitsamt seiner neuen Auserwählten in eine ferne Stadt verbannte.






... Bis zu meinem siebten Lebensjahr hatte ich eine glückliche Kindheit. Am liebsten hielt ich mich in den Küche meiner Großmutter auf, und nicht von ungefähr beginnt mein Buch mit einigen Rezepten aus jener Zeit. Obwohl wir relativ wohlhabend waren und, was noch entschieden mehr zählte, einen hohen Status genossen und obwohl wir ein großes Haus hatten, in dem diverse Verwandte mit uns lebten und Aufgaben im Haushalt erledigten (kein Minang würde andere oder sich selbst dadurch erniedrigen, dass er für Dienste im Haushalt zahlt oder sich dafür bezahlen lässt), war die Küche nach heutigen Maßstäben primitiv. Sie verfügte weder über Gas oder Strom noch über fließendes Wasser und befand sich, um das Brandrisiko zu verringern, außerhalb des Hauses. Soweit möglich, erfolgte die Vor- und Zubereitung der Speisen im Freien. Es gab einige Metalltöpfe - ein großer Wok aus Stahl ist mir in besonderer Erinnerung -, aber viel häufiger waren irdene Kochgefäße mit abgerundeten Boden in Gebrauch, die auf kleinen Ziegelsockeln über dem Holz- oder Holzkohlenfeuer ruhten. In dieser unprätentiösen Freiluftküche, in der man auch nicht so schnell ins Schwitzen geriet, entstanden wundervoll duftende Gerichte, die teils in dem Esszimmer serviert wurden, in meine Eltern nach europäischer Manier am Tisch von Porzellan und mit Besteck speisten, während sie auf Niederländisch Konversation betrieben. Das meiste hingegen wanderte in den großen Raum neben der Küche, wo zehn bis 20 Familienmitglieder wie auch Feldarbeiter mit gekreuzten Beinen auf einem niedrigen, mattenbedeckten Podest saßen. Sie nahmen sich selbst aus den vor ihnen platzierten Gefäßen und aßen mit den Fingern von den Tellern, die mit Bananenblättern ausgelegt waren. Im Anschluss tauschten sie sich in breitem Minang, einer der heutigen Amtssprache Bahasa Indonesia eng verwandten, allerdings sehr viel deftigeren Sprache, über die Ereignisse und Neuigkeiten des Tages aus. Es freute mich immer, mit meinen Eltern tafeln und derweil gepflegte Tischmanieren lernen zu dürfen, insgeheim aber fühlte ich mich in dem großen Raum eindeutig wohler.







Gerne erinnere ich mich auch daran, wie ich meine Großmutter auf ihren regelmäßigen Gängen über ihre Felder und durch ihre Wälder begleitete. Stets hatte sie einen großen Korb dabei, in dem sie unterwegs Kräuter und Blätter sammelte, um sie dann als Kochgewürz zu verwenden. Ich ging mit ihr zum Markt und sah ihr zu, wie sie das wenige, das sie auf ihren Ländereien nicht selbst produzieren konnte - Salz, Tee, Zucker und getrockneten Fisch - kaufte. Sie erzählte mir Geschichten, in denen sich die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion bestimmt oft verwischten, aber immer hatten sie irgendeine Moral. Unter anderem schilderte sie mit den Verlauf eines Erdbebens, das lange Jahre vor meiner Geburt das rumah gadang, also das traditionelle Minangkabau-Haus der Familie, zerstört hatte. Damals hielt ich sie für uralt, aber heute weiß ich, dass sie etwa Mitte fünfzig war. Ihr verdanke ich meine ersten Lektionen des Lebens, wobei sie mir nicht nur die Kochkunst beibrachte, sondern auch die Liebe zu gutem Essen und die Freude an einer anregenden Unterhaltung. Ihren wertvollsten Ratschlag werde ich nie vergesssen: "Niemand kann besser für dich sorgen als du selbst".






















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Sonntag, 3. Juni 2012

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Granatapfel-Baum
Wer vom Baum der Erkenntnis nascht, ist selber schuld.
Vor Risiken und Nebenwirkungen wird gewarnt.



















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Sonntag, 13. Mai 2012

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(Bild)







Hätte ich den Artikel von Herrn Siebeck doch eher gelesen und damit sowohl meine Ahnung als auch meine Abneigung gefüttert. Der Bastkorb ist es!



















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Dienstag, 8. Mai 2012

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Sri Owen
Die indonesische Küche
110 Originalrezepte



"Von der traditionsreichen berühmten Reistafel über das Nationalgericht Gado-gado bis zum Festmahl Selamatan - die über Jahrzehnte zusammengetragenen Rezepte beruhen auf dem Wissen von Generationen und sind Sri Owens Vermächtnis an die geliebte Heimat. Gewürzküche von Java und Sumatra bis Bali und Sulawesi - einzigartig auf dem deutschen Markt."







Sri Owen: "Ich wurde 1935 in Padang Panjang geboren, einer kleinen Stadt in den Hügeln Westsumatras. Dort ist das Land der Minangkabau, jener Ethnie, der mein Vater angehörte. Die Minangkabau sind als geschickte Schachspieler und Politiker sowie generell für ihren Scharfsinn bekannt. Im Blickpunkt der Anthropologen stehen sie, weil sie zwar strenggläubige Muslime sind, ihre Gesellschaft allerdings matrilinear strukturiert ist. Bis heute gilt bei ihnen als ungeschriebenes Gesetz das adat, demzufolge das Land der Gemeinschaft gehört, der Nießbrauch eines bestimmten Areals aber von der Mutter auf die Tochter übergeht. Seine Verwaltung jedoch liegt in den Händen eines männlichen Familienmitglieds, des datuk. So hatte die Mutter meines Vaters ein lebenslanges Nutzungsrecht für mehrere Hektar erstklassiger bewässerter Reisfelder (sawah) sowie für gutes Land, auf dem sie den Anbau von Gemüse, Kaffee und zahlreichen Obstbäumen betrieb.
Ihr Ehemann hatte sich - damals war ich noch nicht geboren - eine zweite Frau genommen, ohne bei der ersten die Erlaubnis dafür einzuholen, woraufhin meine Großmutter ihn mitsamt seiner neuen Auserwählten in eine ferne Stadt verbannte.






... Bis zu meinem siebten Lebensjahr hatte ich eine glückliche Kindheit. Am liebsten hielt ich mich in den Küche meiner Großmutter auf, und nicht von ungefähr beginnt mein Buch mit einigen Rezepten aus jener Zeit. Obwohl wir relativ wohlhabend waren und, was noch entschieden mehr zählte, einen hohen Status genossen und obwohl wir ein großes Haus hatten, in dem diverse Verwandte mit uns lebten und Aufgaben im Haushalt erledigten (kein Minang würde andere oder sich selbst dadurch erniedrigen, dass er für Dienste im Haushalt zahlt oder sich dafür bezahlen lässt), war die Küche nach heutigen Maßstäben primitiv. Sie verfügte weder über Gas oder Strom noch über fließendes Wasser und befand sich, um das Brandrisiko zu verringern, außerhalb des Hauses. Soweit möglich, erfolgte die Vor- und Zubereitung der Speisen im Freien. Es gab einige Metalltöpfe - ein großer Wok aus Stahl ist mir in besonderer Erinnerung -, aber viel häufiger waren irdene Kochgefäße mit abgerundeten Boden in Gebrauch, die auf kleinen Ziegelsockeln über dem Holz- oder Holzkohlenfeuer ruhten. In dieser unprätentiösen Freiluftküche, in der man auch nicht so schnell ins Schwitzen geriet, entstanden wundervoll duftende Gerichte, die teils in dem Esszimmer serviert wurden, in meine Eltern nach europäischer Manier am Tisch von Porzellan und mit Besteck speisten, während sie auf Niederländisch Konversation betrieben. Das meiste hingegen wanderte in den großen Raum neben der Küche, wo zehn bis 20 Familienmitglieder wie auch Feldarbeiter mit gekreuzten Beinen auf einem niedrigen, mattenbedeckten Podest saßen. Sie nahmen sich selbst aus den vor ihnen platzierten Gefäßen und aßen mit den Fingern von den Tellern, die mit Bananenblättern ausgelegt waren. Im Anschluss tauschten sie sich in breitem Minang, einer der heutigen Amtssprache Bahasa Indonesia eng verwandten, allerdings sehr viel deftigeren Sprache, über die Ereignisse und Neuigkeiten des Tages aus. Es freute mich immer, mit meinen Eltern tafeln und derweil gepflegte Tischmanieren lernen zu dürfen, insgeheim aber fühlte ich mich in dem großen Raum eindeutig wohler.







Gerne erinnere ich mich auch daran, wie ich meine Großmutter auf ihren regelmäßigen Gängen über ihre Felder und durch ihre Wälder begleitete. Stets hatte sie einen großen Korb dabei, in dem sie unterwegs Kräuter und Blätter sammelte, um sie dann als Kochgewürz zu verwenden. Ich ging mit ihr zum Markt und sah ihr zu, wie sie das wenige, das sie auf ihren Ländereien nicht selbst produzieren konnte - Salz, Tee, Zucker und getrockneten Fisch - kaufte. Sie erzählte mir Geschichten, in denen sich die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion bestimmt oft verwischten, aber immer hatten sie irgendeine Moral. Unter anderem schilderte sie mit den Verlauf eines Erdbebens, das lange Jahre vor meiner Geburt das rumah gadang, also das traditionelle Minangkabau-Haus der Familie, zerstört hatte. Damals hielt ich sie für uralt, aber heute weiß ich, dass sie etwa Mitte fünfzig war. Ihr verdanke ich meine ersten Lektionen des Lebens, wobei sie mir nicht nur die Kochkunst beibrachte, sondern auch die Liebe zu gutem Essen und die Freude an einer anregenden Unterhaltung. Ihren wertvollsten Ratschlag werde ich nie vergesssen: "Niemand kann besser für dich sorgen als du selbst".






















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Mittwoch, 2. Mai 2012

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Aufbruchsstimmung. Wie sieht's aus mit dem Boden? Wachsen zum Beispiel Pilze? Oder könnte man sie züchten? Literatur zu internationaler Pilzheilkunde, genannt Mykologie, gibt es reichlich, auch wenn sich da momentan die Hersteller der sogenannten Nahrungsmittelergänzung versuchen breit zu machen. Natürlich darf das männlich religiöse und esoterische Mäntelchen zur besseren Vermarktung nicht fehlen.
Ich persönlich will keine Nahrungsergänzung in Form von Pillen und Pulver. Nicht nur aufgrund der psychologischen Heilwirkung, die biochemische Prozesse im Körper auslösen, oder den Reaktionen, die beim Riechen an Wohltuendem bereits in Gang gesetzt werden, will ich aus reiner Freude an der Tätigkeit etwas Leckeres kochen. Und bei Bedarf heilen. So, wie es zum Beispiel in der jahrtausendelang erprobten chinesischen Heilkunde der Fall ist. Auch den Chinesen sind die riesigen Wissenslücken erspart geblieben, die die Inquisition und insbesondere die Verfolgung und Vernichtung heilkundlich gebildeter Frauen mit sich brachte.
Dank sehr guter Logistik mit verantwortungsvollen Unternehmen, die ihre MitarbeiterInnen gerecht bezahlen, ist das zeitnahe Versenden von Frischware oder haltbar gemachter Ware mit professionell angewendeten Mitteln wie dem Trocknen von Pilzen, die die Inhaltsstoffe und das Aroma bei vielen Pilzsorten sogar steigern, heute gar kein Problem mehr.






















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Dienstag, 1. Mai 2012

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Nahrungsmittel für die schmerzende Schulter, Ellenbogen und Fingerknöchel:
"Fight Arthritis: 10 Foods That Help and Hurt".




Und gerade eben hat Ingwer fast ein Wunder gewirkt. Mal sehen, wie lange die Wirkung anhält. Ein grosses Stück Ingwer klein geschnitten, bereits der Geruch tut so gut, dann in Wasser gekocht, dazu Salz und etwas Essig. Mehrmals ein kleines Handtuch in die Flüssigkeit getaucht und als Kompresse auf die schmerzenden Stellen gelegt.





Ingwer in der Küche und als Heilmittel:
Susanne Hornfeck, Nelly Ma
Die acht Schätze der chinesischen Heilküche
Holdenhof - Mediathek / Herdhüterinnen



















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Sonntag, 29. April 2012

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So. Das hat gut getan. Die andere Hälfte der Brühe mit dem Hühnerfleisch wird eingefroren und bei Lust und Bedarf wieder herausgenommen.
In der Suppe mag ich auch sehr gerne Matzen-Knödel (Mazze). Das Brot fühlt sich an wie ganz leichtes und knuspriges Knäckebrot, ist gesund, wird für vieles verwendet, ohne Zugabe von Zucker, Salz, Fett und Hefe gebacken, und kann selbstverständlich von allen Menschen auf der Erde gegessen werden. Der Preis für eine Packung mit 250 Gramm liegt bei ca. 1,85 Euro und muss nicht im teuren Bio-Laden gekauft werden. Sollte Matzen nun plötzlich modisch und deswegen viel teurer werden, gebe ich eine alternative Empfehlung.
Ein Grundrezept für Suppenknödel besteht aus 4 Eiern, Salz, 200 g Mazzemehl - (in der Maschine zerkleinern oder mit Mucki-Kraft auf einem Küchenbrett mit dem Nudelholz), Petersilie und ... Gewürzen nach Gemüt sowie erwarteter Heil- und Wunderwirkung. Thymian ist eine Idee. Verschiedene Curries schmecken gut. Oder oder oder.
Alles verquirlen, es sieht anfangs zu dünn aus, die Feuchtigkeit zieht langsam in das Mehl ein, bei Bedarf noch etwas Matzenmehl dazugeben. Weiter aufquellen lassen. Wer auf Vorrat arbeiten möchte, kann den Teig auch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Die Knödel aus der Masse formen und in der Suppe so lange ziehen lassen, bis sie oben schwimmen. Fertig!




















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Was Kräftigendes und Belebendes soll es heute sein. Der Kreislauf läuft auf absolutem Sparmodus, paar Minuten auf dem Holzboden laufen wäre eigentlich angesagt, eigentlich, die Schulter tut weh, die Haltung ist verkrampft.
Hähnchenfleisch vom Markt gestern in kaltem Wasser aufgesetzt und gekocht. Was sagt jetzt das Gemüt? Eine kleine Zwiebel halbiert. 1 Stück Ingwer, 1 Knoblauchzehe halbiert.
Was sagt die Nase? Ein kleines Lorbeerblatt, nach wenigen Minuten tut der Geruch ganz besonders gut. Wacholderbeeren, eine kleine Karotte geschnitten, Sellerie ist keiner mehr da, stattdessen etwas vom getrockneten Suppengewürz.
Köcheln lassen. Das duftet und stärkt. Nudeln und Champignons dazu. Ab und an die Nase weiter über den Topf gehalten. Der Geruch belebt und stärkt. Noch Salz und Pfeffer.
Kurz vor Ende der Kochzeit etwas eingefrorene Petersilie dazu.
Und, ja, ich gebe es zu, seit meiner Kindheit bin ich süchtig nach Maggi, also auch dazu. Und dann noch mal ein wenig warten.
So. Gleich wird die Suppe in die dicke helle Suppenschale mit dem Hirschen eingefüllt. Und in aller Ruhe gegessen.




















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Samstag, 28. April 2012

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"Der Hexenkessel ist ein magisches Gerät. Zum einen, weil man darin kochen kann, denn Kochen, das Zusammenfügen von Zutaten, die in der Verbindung miteinander in der Hitze über dem Feuer ein schmackhaftes Essen ergeben, ist eine Form der Zauberei. Liebeszauber gelegentlich, denn Liebe geht durch den Magen. Die Alchemie bedient sich ebenfalls des Kessels, und chemische Prozesse, bei denen sich die Ursubstanzen in eine neue, gänzlich andere verwandeln, schienen den Menschen lange als Magie. Das Unbewusste des Menschen ist ebenfalls eine Art Hexenkessel, in dem Eindrücke und Erfahrungen durch die Hitze der Notwendigkeit zu völlig neuen Erkenntnissen umgearbeitet werden. Das ist das Werk der Hexen."




















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So? Man soll sich also als Mutter einen Job suchen? Weil man nicht arbeitet? Oder wie? Da sind aber schon zahlreiche Autisten an der Arbeit. Welche/r bezahlte HilfsdienerIn von Wirtschaftsfaschisten auch in Brüssel hat diesen Bullshit von sich gegeben und möchte gerne Bekanntschaft machen mit der eigenen gequirlten Scheisse? Bitte nicht im Auftrag mit dem Finger nur auf Brüssel zeigen. Es weisen immer Finger in die eigene Richtung zurück. Ladies, die Führer rufen zum Arbeitseinsatz. Wisst Ihr noch? Wie damals. Wie emanzipiert, als die Folgsamsten und Eifrigsten unter Euch in den Fabriken die Bomben für Volk und Vaterland zusammenbauen durften. Los, sucht Euch endlich einen Job im Pascha-Paradies. Und fangt endlich an zu arbeiten, ihr nichtsnutzigen Mütter. Damit die Arbeitgeberverbände, die, die die Großkonzernstrukturen aufrecht erhalten, Euch viele Orden und Ehrenkreuze anheften dürfen. Vielleicht einen Ehrenorden mit der Aufschrift: Auch ich leiste am Fließband der Rüstungsindustrie einen wertvollen Anteil an weiteren Angriffskriegen?:
"Kritisch sieht Brüssel dem Bericht zufolge auch die steuerliche Bevorzugung von Ehepaaren durch das Ehegattensplitting. Deutschland sei aufgefordert worden, schriftlich zu erklären, wie sich das Betreuungsgeld und das Ehegattensplitting auf die Motivation von Frauen auswirkten, sich einen Job zu suchen oder in den Beruf zurückzukehren, heißt es in dem Bericht weiter."
Solche Sätze steigern die Wehrhaftigkeit von Müttern und die Motivation, eine soziale Marktwirtschaft mit matriarchalen Strukturen mit wirklich wirksamen Mitteln zu erkämpfen. Bereiten wir unseren internationalen WirtschaftsfaschistInnen, ihren falschen FrontführerInnen und manchmal ach so lieblich lächelnden Gestalten, die unsere Erde immer weiter versuchen, unter Kontrolle zu bekommen, ein unvergessliches Mahl. Ich wünsche allen Herdhüterinnen eine freudige Fortbildung!























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Mittwoch, 25. April 2012

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Carla Diamanti, Fabrizio Esposito:
Streetfood - Authentische Snacks aus aller Welt




"Streetfood - das ist der schnelle Snack zur Mittagszeit, die kleine Mahlzeit für zwischendurch. Marktstände, Garküchen und mobile Imbisswagen gehören weltweit zum alltäglichen Straßenbild. Ob auf den Märkten des Vorderen Orients oder im geschäftigen Treiben asiatischer Städte, ob Couscous in Marokko oder Hot-Dog in Amerika, ob Focaccia in Italien oder Samosa in Indien - die angebotene Vielfalt regionaler Köstlichkeiten ist grenzenlos und zugleich lebendiger Ausdruck der verschiedenen Nationen und ihrer Kulturen. Mit 28 Rezeptbeispielen zum Nachkochen."




















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Donnerstag, 19. April 2012

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Gut, wenn da noch im Gefrierschrank die Suppe steht, gekocht an sonnigen Tagen auf Vorrat für die Zeit, wenn es nicht ganz so gut läuft. Hühnersuppe von Hühnern, die nicht aus der Hühnerfabrik kommen, wirkt manchmal Wunder. Und an den Tagen, an denen man eigentlich überhaupt nichts mehr essen mag, schmecken trotz allem gekühlte Champignons in Öl, gefüllt mit etwas gewürztem Frischkäse. Die tun der Seele richtig gut. Genau wie heißer Früchtetee mit einem Schuss Wodka zum entspannten Einschlafen.




















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Dienstag, 10. April 2012

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Das stabile gelbe Besteck gibt es momentan zu einem sehr vernünftigen Preis bei Butlers in Köln (Auch in Rot).





















Tajine 10 Minuten wässern. Auf den Herd setzen bei voller Temperatur, Apfelschmalz zum Anbraten in die Tajine geben. Jede Tajine entwickelt einen eigenen Geruch, ein eigenes Aroma, das abhängig ist davon, mit welchem Öl, welchen Gewürzen gekocht wird. Nach ein paar Minuten Temperatur etwas kleiner stellen.






Ein paar Kartoffeln würfeln, 2 Tomaten und Pok Choi kleinschneiden, in diesem Fall kurz vorher mit heißem Wasser abgiessen, er lag schon zwei Tage im Kühlschrank, und ebenfalls in die Tajine geben.
Was sagt die eigene Lust auf Essen? Welches Gewürz soll es sein? Der Körper sagt, was er gerne hat und braucht. An den Gewürzen schnuppern und dann entscheiden. In diesem Fall:
2 Zehen Knoblauch, Salz, Pfeffer, Thymian, Curry-Thai (bestehend aus Chili, Paprika, Senf, Bockshorn, Koriander, Knoblauch, Salz)
Etwas Flüssigkeit mit Hühnerbrühe darübergiessen. Deckel zu, alles im eigenen Sud köcheln lassen.
Auf dem Teller dazu: Oliven, mit Frischkäse gefüllte Mini-Paprika




















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Donnerstag, 15. Dezember 2011

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Maria Wiesmüller
Knödel
Holdenhof - Mediathek









Speckknödelsuppe



Markknochen, Suppenfleisch
2 Zwiebeln, Nelke, Lorbeerblatt, Salz, Pfefferkörner
Petersilie, Schnittlauch
Suppengrün, Brötchen vom Vortag, Milch, Ei
Bauchspeck
Mehl
Butter






Markknochen und Suppenfleisch in Wasser aufkochen, Schaum abschöpfen.
Eine Zwiebel schälen, mit Nelke und Lorbeer spicken und in die Brühe geben, etwa 1,5 Stunden köcheln lassen. Suppengrün schneiden, in einer Pfanne kurz scharf anbraten, etwa eine halbe Stunde vor Ende der Kochzeit dazugeben.
Brötchen würfeln, Milch und Ei verquirlen und über die Brotwürfel gießen, gut mischen und ziehen lassen. Bauchspeck und weitere Zwiebel fein würfeln und in Butter glasig dünsten. Speck-Zwiebel-Mischung unter die Brötchen mischen. Feingeschnittenen Schnittlauch und die gehackte Petersilie mit Salz, Pfeffer und Mehl unter die Masse kneten. Knödel formen und in Topf mit siedendem Salzwasser ca. 15 Minuten gar ziehen lassen, Wasser sollte nicht kochen. Knödel herausheben und mit Fleischbrühe servieren.















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Dienstag, 25. Oktober 2011

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Ich mag farbenfrohe Keramik. Mehr noch mag ich sie, wenn dort Berbermuster abgebildet sind. Also frage ich. Und vielleicht bringt er beim nächsten Mal aus Marokko etwas mit? Teller vielleicht? Oder Schalen? Auf den Teegläsern im Regal entdecke ich die Berbermuster. Der Saharashop, ein winzig kleiner Laden mit lauter farbenfrohen Kostbarkeiten, liegt in Köln-Kalk, etwas abgelegen von der hässlichen Hauptstraße. Ein paar getrocknete Gewürze im Beutel gibt es dort auch, Ras El Hannout zum Beispiel. Das ist eine marokkanische Gewürzmischung aus Kurkuma, Paprika, Kreuzkümmel, Koriander Ingwer, Pfeffer, Salz. Darin lege ich kleingehackte Hähnchenteile ein und lasse die Mischung ein paar Stunden einziehen.
Auf dem Markt am Auerbachplatz in Köln-Sülz habe ich heute Kartoffeln, frische Kräuter, Käse und Kürbis gekauft. Die Hähnchenteile werden in der kurz vorher gewässerten Tajine angebraten, dazu gebe ich kleingeschnitten den Kürbis, die Kartoffeln und Tomaten, gewürzt mit Thymian Salz, Knoblauch und Pfeffer sowie etwas Hühnerbrühe. Dann schmort alles zusammen im Sud eine gute halbe Stunde.
Die Auswahl an frischen und getrockneten Kräutern auf dem Auerbachplatz ist ermutigend und lädt ein zum Ausprobieren. Die frischen Kräuter lege ich auf die Fensterbank, nehme innerhalb der nächsten drei Tage, was gebraucht wird, der Rest trocknet schonend auf einem Brett über der Heizung und wird in Gläser mit einem Holzdeckel gefüllt, anderes tut es natürlich auch. Der Vorrat für Herbst und Winter wächst.















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Montag, 12. September 2011

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Der Stoffwechsel verändert sich in der Mitte des Lebens. Völlegefühl nach dem Essen, Blähungen sind oft die Folge. Nein, es ist nicht das Herz.
Die Speisen, die wir bisher in der Tajine zubereitet haben, verursachten ein sehr angenehmes Gefühl im Bauch ohne das geringste Völlegefühl, eher ein "Ich höre jetzt mal auf, auch wenn da doch noch was geht."
















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