.
Ein nettes verschwörungstheoretisches Sammelsurium. Und wieder ist es - natürlich der böse Jude - und der Mossad. Wie wäre es, sich mal Gedanken über andere Anstifter und Täter zu machen? Natürlich gibt es auch unter Juden zu braun gewordene Schweine. Genau wie in anderen Gemeinschaften. Aber die Wahrheit wartet auf vielen Wegen. In Köln gibt es am Wochenende ein Rockertreffen. Die sind aufgescheucht wie wilde Hummeln und wer weiß, die Bürgerinnen und Bürger von Köln laufen dann auch hoffentlich bald auseinander wie ein wild gewordener Haufen Ameisen, den man gut geschützt wieder unter Vaters Führung bringen muß? Wem nützt so ein Haufen eingeschüchter Bürger, die froh sein dürfen zu überleben, und es nicht auch noch wagen, sich aktiv um Fragen der sozialen Gerechtigkeit, gerechte Löhne und den Unterschied zwischen spielcasinozockenden Bankern und sozial denkenden Bankern zu kümmern, von denen es auch einige gibt. Und manche auch ganz plötzlich nicht mehr gibt. Bei den Nazis ging das wie folgt: Der böse Jude war's. Und schon setzten die Gehirngewaschenen nicht etwa den Nazis und den Wirtschaftsfaschisten vernichtendes Feuer unter den Arsch, sondern halfen stattdessen lieber mit, den ausgewählten Sündenbock zu vergasen, während sich die Wirtschaftsfaschisten über so viel Dummheit eins ins Fäustchen lachten. Und ihre Schäfchen heimlich ins Trockene brachten.
Ein Auszug aus dem Kontext eines BND-Vortrags vor der "Alfred Herrhausen Gesellschaft" der "Deutschen Bank" in Berlin: "Rechenschaftspflichtig sind private Firmen in der Regel nur gegenüber ihren Aktionären oder Besitzern, nicht aber einem Parlament oder der öffentlichen bzw. Veröffentlichten Meinung." (S.13)
"Ein wesentliches Argument gegen den Einsatz privater Sicherheits- und Militärunternehmen im internationalen Konfliktmanagement liegt in der drohenden Aushöhlung der demokratischen Kontrolle über die Außen- und Sicherheitspolitik eines Staates." "Diese besteht immer dann, wenn mit Hilfe privater Militärunternehmen Auflagen der Legislative umgangen werden – etwa bei der Begrenzung von Truppenstärken in bestimmten Regionen, bei der Militärhilfe oder in der Drogenbekämpfung." - "Auch die öffentliche Kontrolle kann unterlaufen werden: Mitarbeiter von privaten Sicherheits- und Militärdienstleistern tauchen in keiner Verwundeten- und Gefallenenstatistik auf." (S.12)
"Vor meinem Haus stehen Fotoreporter und Übertragungswagen“ fragte Möllemann, „Auch ein paar Wagen mit Düsseldorfer Kennzeichen. Kannst du mir sagen, was das bedeutet?" Darauf antwortete Kubicki: "Jürgen, das bedeutet, dass die Staatsmacht bei dir einmarschieren wird."
Hmmmh. DIE Staatsmacht? Gibt es nicht. Wohl eher diverse Diensteifrige mit unterschiedlichen Wertauffassungen. Zum Glück! Wird Zeit, dass wieder die guten Geister den Weg zueinander finden.
.