Mittwoch, 5. August 2009

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Ein Auszug aus dem Kontext eines BND-Vortrags vor der "Alfred Herrhausen Gesellschaft" der "Deutschen Bank" in Berlin: "Rechenschaftspflichtig sind private Firmen in der Regel nur gegenüber ihren Aktionären oder Besitzern, nicht aber einem Parlament oder der öffentlichen bzw. Veröffentlichten Meinung." (S.13)




"Ein wesentliches Argument gegen den Einsatz privater Sicherheits- und Militärunternehmen im internationalen Konfliktmanagement liegt in der drohenden Aushöhlung der demokratischen Kontrolle über die Außen- und Sicherheitspolitik eines Staates." "Diese besteht immer dann, wenn mit Hilfe privater Militärunternehmen Auflagen der Legislative umgangen werden – etwa bei der Begrenzung von Truppenstärken in bestimmten Regionen, bei der Militärhilfe oder in der Drogenbekämpfung." - "Auch die öffentliche Kontrolle kann unterlaufen werden: Mitarbeiter von privaten Sicherheits- und Militärdienstleistern tauchen in keiner Verwundeten- und Gefallenenstatistik auf." (S.12)




Quelle: scharf links








Herfried Winkler, Die neuen Kriege:



Obwohl der Autor bisweilen etwas zu viel Politologen-Jargon einfließen lässt, hat er ein pointiert formuliertes und gut lesbares Buch geschrieben. Er analysiert ausführlich Erscheinungsformen, Ursachen und Vorgeschichte der "neuen Kriege". Damit bietet er ein überzeugendes Interpretationsraster an für die Bilder der Gewalt, die allabendlich über die Bildschirme flimmern. Münkler macht zugleich deutlich, dass die Merkmale der "neuen Kriege" keinesfalls völlig neue Phänomene sind. Er vergleicht die heutigen Konflikte immer wieder mit dem Dreißigjährigen Krieg: Auch dort mordeten und brandschatzten private Söldnerheere, um sich selbst zu bereichern, auch dort nahmen die Kämpfe lange kein Ende, weil immer neue Akteure auf den Plan traten. Die "neuen Kriege" sind also demnanch ein Rückschritt in eine längst überwunden geglaubte Vergangenheit.








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