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Dienstag, 15. März 2011

Walker Barbara G.

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Barbara G. Walker
Die geheimen Symbole der Frauen.
Lexikon der weiblichen Spiritualität
Hugendubel Verlag 1997 (Sphinx)
Holdenhof - Mediathek

















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Montag, 13. Oktober 2008

10.27 Uhr Google: "Modgudr"

ISLA - Independent Sensitive Liberation ArmyModgudr (altwestnordisch: Móðguðr) ist die Bewacherin der Jenseitsbrücke ... Modgudr erfragt an der Jenseitsbrücke Namen und Herkunft der Reisenden. ...
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Sonntag, 12. Oktober 2008

Göttin des Tages:

Modgudr (altwestnordisch: Móðguðr) ist die Bewacherin der Jenseitsbrücke Gjallarbrú, die in das Reich der Hel, in die Hölle führt. Dort werden die Seelen in einem mit reinigendem Feuer gefüllten Kessel-Schoß verwandelt. Modgudr erfragt an der Jenseitsbrücke Namen und Herkunft der Reisenden. Sie wird nur in Snorri Sturlusons Gylfaginning (entstanden zwischen 1220 und 1225) im Zusammenhang mit dem Ritt von Hermodr (Hermóðr) erwähnt. Ihr Name bedeutet zorniger Kampf. Barbara Walker spricht von der Modgudr (gute Mutter) als der Emanation der Göttin, die genau wie die orphische Persephone die Seelen auf der Brücke empfängt und sie sicher in die Ewigkeit geleitet.


Quellen:

Wikipedia
Barbara G. Walker, Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon, dtv
Hinweis: Luisa Francia, Eine Göttin für jeden Tag


P.S. Vielen Dank an das Universum für die wieder einmal zeitgleiche Inspiration im Feed-Reader. Cailleach wollte ich heute allerdings denn doch nicht!

Sonntag, 15. Januar 2012

Druiden, Ritterorden und die Feekönigin

Mittelalterliche Dichter hielten zahlreiche druidische und sonstige vorchristliche mythische Sagen unter dem Deckmantel der "Ritterromane" am Leben, die nach Art der Vedas von Generation zu Generation mündlich überliefert wurde. Frühere Dichter waren Priester der Großen Göttin, die ihnen die Gabe der Inspiration aus ihrem magischen Kessel oder Heiligen Gral verlieh. (Fußnote) Ein Poet war wie ein Seher oder Zauberer in der Lage, mit "Worten der Kraft" umzugehen und mit der Magie des Wortes den Segen der Muse heraufzubeschwören. Mittelalterliche Poeten verehrten die Kunst und die Frauen, begründeten den Kult der höfischen Liebe, waren Sänger der Mansongr, jener 'Frauenlieder', wie die Große Göttin sie liebte; und sie machten sich über die Kirche lustig.
Die Poeten sahen sich offenbar als die enteignete Priesterschaft der Göttin der Liebe (Minne), die die Feindschaft der Kirche auf sich zog. Nach dem 13. Jahrhundert versagte die Kirche den Dichtern die Kommunion und brandmarkte sie als 'Diener Satans'. 







Später erlangten sie Anerkennung, indem sie biblische oder theologische Motive in ihre Lieder aufnahmen. Allerdings haftete der romantischen Dichtung auch weiterhin der Ruch der Ketzerei an. (Fußnote)
Alte Ritteromane und -balladen schildern die Kleriker als rüde, grobe Kerle, die zarte Damen mißhandelten und selbst gegen ihre Mitbrüder sadistisches Verhalten an den Tag legten. (Fußnote) Den heidnischen Gottheiten gestanden sie einen warmherzigeren Charakter zu. Die Frithjofssaga läßt durchblicken, Christus habe die Liebe verachtet, während der Gott Balder dies nicht tat. In den Tempeln Balders, "des frommen Gottes", konnten Liebende sich treffen, denn: "Ist nicht seine Liebe zu Nanna Teil seiner eigenen Natur, rein und warm?"
Ritterliche Helden mieden meist das christliche Paradies und gingen ein ins irdische, das regiert wurde von der Göttin Morgan oder der Feenkönigin. (Fußnote)
Im Kudrunlied (Gudrunlied) besaß der Dichter mehr magische Kraft als jeder Priester. Wie der Dichter und Erlöser Orpheus konnte er Vögel und Tiere mit Musik bezaubern und sogar Tote auferwecken






... Alte Balladen und Ritterromane schildern eine Gesellschaft, in die Männer sich ständig zur Schau stellen, um die Bewunderung der Frauen zu erregen, fast wie die Männchen bei Vögeln und vielen anderen Tierarten vor den Weibchen balzen. Die nordischen Skalden erklärten, was Männer tun, diene dazu, die Damen zu beeindrucken. Wenn die Frauen zusahen, gaben sie ihren Pferden die Sporen, damit "die Damen und Mädchen bereitwillig aufschauen, wen wir vorrüberreiten". Geoffrey of Monmouth schrieb, die Edeldamen seien um ihres Reichtums an Geist und Witz verehrt worden und hätten "niemanden ihrer Liebe würdig gehalten, der seine Tapferkeit nicht in drei verschiedenen Kämpfen unter Beweis gestellt hatte". (Fußnote)







... Eine Zeitlang nahmen es gewisse Ritterorden auf sich, die bedrohten Frauenrechte im Namen der großen Göttin zu verteidigen. Aus dieser Epoche stammen romantische Geschichten von Rittern, die 'Frauenburgen' vor Räuberbaronen retteten, die ihnen ihren Besitz genommen hatten. Um das 12. Jahrhundert, als die Kirche begann, ihre Gesetze mit den Zähnen der Inquisition durchzusetzen, verlagerte sich der Schwerpunkt von der Verteidigung der Frauen auf die Verteidigung der Kirche. Sir Parzifal oder Parzival war das typische Beispiel des heidnischen Helden, der schließlich zum Christentum übertrat und den Frauen entsagte.
Zunächst war er ein Meister der Liebe; später wurde er 'geläutert', schließlich schrieb ein kirchlicher Schriftsteller über ihn: "Er galt damals als einer der Männer der Welt, die am tiefsten an Jesus Christus glauben, und davon gab es nur wenige, denn in jenen Tagen schonte der Sohn den Vater so wenig wie einen Fremden." Parzival macht sich auf, "eine Edelfrau, die enterbt worden ist", zu retten, doch inmitten dieses Abenteuers wandelt sich seine treue Ergebenheit, und er brandmarkt sie als Verführerin und Hexe. (Fußnote)







Die romantische Dichtung offenbart den ständigen Konflikt zwischen der liebesorientierten Philosophie der Minnesänger und der liebesfeindlichen Haltung der Kirche. Der Klerus erklärte, Liebende seien "lasterhaft", weil sie Gott vergäßen und die geliebte Frau zur Göttin erklärten. Ein Priester behauptete, die Barden "lieben in sündiger Weise Frauen, die sie zu Göttinnen erheben" und das sei dasselbe, wie den Satan zu lieben.
Huizinga bemerkte: "Vom geistlichen Leben erklingt der Fluch über alles, was Liebe ist, als der Sünde, die die Welt verdirbt."






Barbara G. Walker,
Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon
Bibliothek - Boards von Asta und Davina
https://www.pinterest.de/daluvina/bibliothek/








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Bildquelle: 
https://www.amazon.de/geheime-Wissen-Frauen-Barbara-Walker/dp/342336078X

Montag, 21. Juli 2014





























Das nächste Fest im Jahreskreis
Wheel of the Year
Lammas - Lughnasadh - Schnitterfest
1./2. August






Der August ist der Monat der Orakelgöttin Juno Augusta. In der halbmatriarchalischen "republikanischen" Zeit hießen die Orakel augustae. Der Begriff wurde später auf männliche Priester übertragen, dann auf die Kaiser. Ein "Augustus" war ein Mann, der vom Geist der Göttin erfüllt war. Der alte Name für einen Seher, augur, bedeutete "Vermehrer", was sich einst auf die Mutter-Priesterin bezog. Der erste römische Kaiser Augustus übernahm seinen Titel von der Großen Göttermutter, von der es hieß, daß sie sich in seiner Frau Livia Augusta inkarnierte. Ihr Haus stand dem Tempel der Großen Mutter gegenüber, die Augustus als Nationalgöttin verehrte.




Bei den europäischen HeidInnen begann der Monat August mit einem der Hauptfeste der Göttin, dem Lammasabend, abgeleitet von blaf-mass, dem "Brotfest". Die geheime Verehrung von Ops, Ceres, Demeter oder Juno Augusta erhielt sich bis über das Mittelalter hinaus in Riten, die an die Getreidemutter Lammas gerichtet waren, welche den Erntemonat beherrschte.





In: Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon von Barbara G. Walker




















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Montag, 18. Juni 2018





























Was ist mit der internen Blogger-Datenbank los? Christentum und Walker als Stichworte ergeben keinen Eintrag? Hier fehlen wiederholt Beiträge zur matriarchalen Kulturgeschichte. Ich versuche die externe Datenbank oben links weiter, die begleitenden medizintechnischen Symptome sind hoffentlich ebenfalls protokolliert.
soeben rumpelt es drüben bei luca, und am Bildschirm erscheint der "Warnungs-" Beitrag in der Datenbank, die ansonsten momentan sehr fehlerhaft arbeit. in der tat dachte ich vorhin daran, dass der bandagierte finger, auf den aus versehen eine tür gefallen war, beim herunterfallen weiter verletzt werden könnte. so. feuerwehreinsatz. und das dreckspack hier auf dem rechner lokalisieren und neutralisieren ... p.s. lehrlektion zum thema kinder sind im krieg tabu. 1.21 Uhr. Das Teil da draussen kontrollieren, denn das Hupen und Check Herz Medizintechnik waren doch sehr gleichzeitig.
































Sonntag, 30. Dezember 2018



































Siehe auch die unteren Beiträge. Themen: Sufis - Mystischer Islam, Toleranz, Terror. Ich setze die Beiträge immer wieder herein. Hier noch einmal dieser:









Update 00 : 10 Volltreffer. Technische Störungen im Blog, mehrmals Check Herz, geht zur Bearbeitung, Angriffsmodus! Und nun vielleicht noch ein paar Beiträge über evangelikale Strömungen und Frontgruppen unter falscher Flagge? Ein bisschen luntegelegte und angeblich elitäre Esoterik? Für unsere Besten der Besten noch ein wenig Futter für den perfekten Auftritt? Oder Ausritt? White Pride? Da passt so eine rostige Witch irgendwie gar nicht gut ins Konzept. Yo. Wir wissen es. 00 : 17 Uhr. Ooh. Das Smartphone ist gerade beleidigt. Alles klar? Ist wer und was genau? ADS? Auch mal wieder unsere Anthroposophen anwesend?










“So wie das Christentum letztlich doch Europa erobert hatte, so eroberte auch eine andere patriarchalische Religion, die Frauen ausschloß, die früheren Gebiete der Göttin im Mittleren Osten. Bevor Arabien unter das Joch des Islam fiel, huldigte die dortige Bevölkerung der gleichen dreifachen Mutter, deren Name Al-Ilat, Al-Uzza und Manat lauteten. Es grenzt schon an Ironie, daß der berühmte ‘Schwarze Stein’, der jetzt in der Kaaba eingelassen ist, einstmals die Göttin verkörperte und mit ihrem Geschlechtssymbol versehen war. An diesem Ort versammeln sich die Männer und Frauen während ihrer Pilgerfahrt, um das zu küssen, was einstmals das anikonische Abbild der Großen Göttin war. Ihre Priesterinnen gibt es nicht mehr; sie wurden ersetzt durch eine männliche Priesterschaft, der offizieller Titel 'Söhne der Alten Frau’ war. Die Alte Frau war nichts anderes als die dreifache Mutter, deren drei Namen 'Die Göttin’, 'Die Mächtige’ und 'Das Schicksal’ bedeuteten.









Somit war der frühere weibliche Allah die gleiche Trinität wie die griechische Moerare, die nordischen Nornen, die dreifache Kali oder die drei Aspekte der römischen Fortuna. Heute noch wird einer ihrer Namen von den Arabern benutzt und bedeutet 'Dame Glück’.
Sogar innerhalb des stark patriarchalischen Islam gab es einige Sekten, die sich - mehr oder weniger - an die Göttin erinnerten und darauf beharrten, ein weibliches Element in ihren Glauben einzuführen. Die Sufis hatten in der islamischen Welt eine ähnliche Position wie die tantrischen Yogis in Indien, indem sie das weibliche Prinzip als die wahre einigende Macht der Welt verehrten. Die Sufi-Troubadoure führten viele geheime Schriften und Vorstellungen in die Untergrund-Kultur Europas ein, und dies während eines Zeitalters, als die meisten Europäer auf ihrer Suche nach dem Exotischen, Wunderbaren und Interessanten nach dem Osten blickten. Der Osten war das Land der Märchen, das sich mit dem Märchenorient vermischte, der immer noch in den Fantasien und spirituellen Sehnsüchten des dem Namen nach christlichen Europa vorherrscht.









So wie in Europa die Qualitäten der Göttin hauptsächlich vom Marienkult assimiliert wurden, wandelte sich die Göttin in Arabien zur Fatima, einer mythischen 'Tochter’ Mohammeds, die dennoch als 'Mutter ihres Vaters’ beschrieben wird. Ihr Name bedeutet 'Schöpferin’. Man nannte sie gleichfalls Schicksal, Mond, Paradiesbaum und Mutter der Sonne. Ihre Verehrung wurde in Arabien mit gleicher Hingabe betrieben wie beim Marienkult in Europa.
Das erste Zentrum des christlichen Ordens der Tempelritter in Jerusalem grenzte an die Al-Aqsa-Moschee, die von den Schiiten als der Haupttempel der Göttin Fatima verehrt wird.”











Aus:
Barbara G. Walker, Die Geheimnisse des Tarot. Mythen, Geschichten und Symbolik, Gondrom Verlag Bindlach 1994 (alle Fußnoten dort)





































Donnerstag, 7. Oktober 2010

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Es wird Zeit, dass wir die Alte Religion offiziell in der Bundes-republik Deutschland gleichstellen lassen. FalschblinkerInnen und inoffiziell agierende Anschieber-Innen brauchen wir dazu nicht.
Es ist anstrengend, so viel Salz zu verstreuen, bis die Flaschen alle
auftauchen. Aber es lohnt sich.








"So wie das Christentum letztlich doch Europa erobert hatte, so eroberte auch eine andere patriarchalische Religion, die Frauen ausschloß, die früheren Gebiete der Göttin im Mittleren Osten. Bevor Arabien unter das Joch des Islam fiel, huldigte die dortige Bevölkerung der gleichen dreifachen Mutter, deren Name Al-Ilat, Al-Uzza und Manat lauteten. Es grenzt schon an Ironie, daß der berühmte 'Schwarze Stein', der jetzt in der Kaaba eingelassen ist, einstmals die Göttin verkörperte und mit ihrem Geschlechtssymbol versehen war. An diesem Ort versammeln sich die Männer und Frauen während ihrer Pilgerfahrt, um das zu küssen, was einstmals das anikonische Abbild der Großen Göttin war. Ihre Priesterinnen gibt es nicht mehr; sie wurden ersetzt durch eine männliche Priesterschaft, deren offizieller Titel 'Söhne der Alten Frau' war. Die Alte Frau war nichts anderes als die dreifache Mutter, deren drei Namen 'Die Göttin', 'Die Mächtige' und 'Das Schicksal' bedeuteten. Somit war der frühere weibliche Allah die gleiche Trinität wie die griechische Moerare, die nordischen Nornen, die dreifache Kali oder die drei Aspekte der römischen Fortuna. Heute noch wird einer ihrer Namen von den Arabern benutzt und bedeutet 'Dame Glück'.
Sogar innerhalb des stark patriarchalischen Islam gab es einige Sekten, die sich - mehr oder weniger - an die Göttin erinnerten und darauf beharrten, ein weibliches Element in ihren Glauben einzuführen. Die Sufis hatten in der islamischen Welt eine ähnliche Position wie die tantrischen Yogis in Indien, indem sie das weibliche Prinzip als die wahre einigende Macht der Welt verehrten. Die Sufi-Troubadoure führten viele geheime Schriften und Vorstellungen in die Untergrund-Kultur Europas ein, und dies während eines Zeitalters, als die meisten Europäer auf ihrer Suche nach dem Exotischen, Wunderbaren und Interessanten nach dem Osten blickten. Der Osten war das Land der Märchen, das sich mit dem Märchenorient vermischte, der immer noch in den Fantasien und spirituellen Sehnsüchten des dem Namen nach christlichen Europa vorherrscht.







So wie in Europa die Qualitäten der Göttin hauptsächlich vom Marienkult assimiliert wurden, wandelte sich die Göttin in Arabien zur Fatima, einer mythischen 'Tochter' Mohammeds, die dennoch als 'Mutter ihres Vaters' beschrieben wird. Ihr Name bedeutet 'Schöpferin'. Man nannte sie gleichfalls Schicksal, Mond, Paradiesbaum und Mutter der Sonne. Ihre Verehrung wurde in Arabien mit gleicher Hingabe betrieben wie beim Marienkult in Europa.
Das erste Zentrum des christlichen Ordens der Tempelritter in Jerusalem grenzte an die Al-Aqsa-Moschee, die von den Schiiten als der Haupttempel der Göttin Fatima verehrt wird."









Aus:
Barbara G. Walker, Die Geheimnisse des Tarot. Mythen, Geschichten und Symbolik, Gondrom Verlag Bindlach 1994 (alle Fußnoten dort)

















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Sonntag, 7. Dezember 2008

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Vesta war der römische Name der griechischen Göttin Hestia, "der ersten von allen Gottheiten, zu der man beten muß". Mit ihrem Namen begannen und endeten alle Gebete und Opferrituale, sagte Cicero, denn sie ist "die Hüterin der innersten Dinge". (Fußnote) Pythagoras zufolge war das Feuer ihres Herdes oder Altares das Zentrum der Erde. (Fußnote) Deshalb war der Altar der Vesta in Rom, der von den jungfräulichen Vestalinnen gehütet wurde, auch ein Symbol des Erdmittelpunkts. Ein ähnlicher Altar war in Griechenland das Prytaneum ("öffentlicher Herd"), der ebenfalls von der Göttin verwaltet wurde, die "von allen Gottheiten am meisten verehrt" wurde. (Fußnote)



Vesta oder Hestia war aus dem matriarchalen Zeitalter erhalten geblieben, in dem der Herd der Clanmutter der erste Feueraltar gewesen war. Ihre hausfraulichen Funktionen bestanden darin, das Feuer zu hüten, die Nahrung zu bereiten und das heilige Zentrum des Clanlebens zu gestalten, und sie galten als die heiligsten von allen menschlichen Tätigkeiten. In scharfem Kontrast dazu steht die moderne Hausfrauenarbeit, die in den meisten Fällen einfach nur als Nicht-Arbeit gilt, die keiner Bezahlung würdig ist. Sie wird nicht als ehrwürdig sakral, sondern als profan betrachtet.






















Das Zeichen für Vestia (oder Hestia) war ein Altartisch, auf dem Zwillingsflammen wie Schlangen zum Himmel aufzüngeln. Die Form des Altars entspricht dem griechischen Buchstaben pi, der in der Zahlenmagie der Pythagoreer überaus wichtig ist, wie jedes moderne Schulkind weiß.



Die jungfräulichen Vestalinnen waren die heiligsten Frauen von Rom, weil sie mit dem ewigen Feuer zu tun hatten, das im Herzen des Imperiums brannte. Vestas Altarflammen durften niemals ausgehen, denn dies hätte das Ende des Imperiums bedeutet. Die Priesterinnen waren zunächst virgines im alten Sinne; das heißt, sie waren nicht notwendigerweise keusch, sondern lebten unabbhängig von einem Mann. Später wurden sie zu nonnenhafter Keuschheit gezwungen und waren nur mit dem Geist von Rom "verheiratet" (der wahrscheinlich die Form des phallischen Palladiums besaß) - wie auch christliche Nonnen später mit Christus "verheiratet" wurden. Der Beiname eine Vestalin lautete Amata ("Geliebte"). (Fußnote)



Im 4. Jahrhundert n. Chr. löschten die Christen das vestalische Feuer und entzogen den Jungfrauen ihre politischen und religiösen Privilegien. Dies führte bei gebildeten römischen Heiden, die noch immer dem alten Glauben anhingen, zu großer Empörung. Die Jungfrauen waren höchst sakrale Wesen - obwohl das patriarchale Rom ihren ursprünglichen Charakter vergessen (oder absichtlich verdunkelt) hatte:
Sie waren orgiastische Priesterinnen und jungfräuliche Mütter, die bei Sommersonnwendfeiern vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. von den Göttern geschwängert wurden. (Fußnote) Sobald die christliche Kirche genügend politische Macht hatte, ließ sie die Göttin Vesta und ihre heiligen Priesterinnen verschwinden. "Ihre christlichen Feinde fürchteten sie als geheimnisvolle und magische Frauen: Sie verstanden sie nicht und wollten sie auch nicht verstehen; sie wollten sie nur vernichtet wissen. (Fußnote)




Aus:
Barbara G. Walker, Die geheimen Symbole der Frauen. Lexikon der weiblichen Spiritualität




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Sonntag, 7. Februar 2010

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Howard Zinn:
Ein Interview mit Chomsky, Klein, Arnove und Walker zum Gedenken an den legendären Historiker und Aktivisten
von Amy Goodman










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Samstag, 30. März 2024

Ostern - Pessach

Es sind Frühlingsfeste, die nach dem Mondkalender berechnet werden. Im Lexikon des Geheimen Wissen der Frauen steht, dass das kirchliche Ostern ein Frühlingsopferfest ist, welches nach der angelsächsischen Göttin Eostre oder Ostara, einer nordischen Variante der Astarte, benannt wurde. Ihr heiliger Monat hieß Eastre-monath, der Mond der Eostre. Die Abhängigkeit des Osterfestes vom alten Mondkalender - die ähnlich für alle beweglichen Kirchenfeste gilt - belegt dessen heidnische Abstammung. Symboliken: Eier galten schon immer als Symbole der Wiedergeburt, weshalb Ostereier meistens - und besonders in Osteuropa - rot gefärbt wurden, denn Rot galt - gilt immer noch - als die Farbe des Lebens. Im guten Sinne. Bei den Russinnen gab es eine Art Auferstehungszauber, der darin bestand, rote Ostereier auf Gräber zu legen. So Barbara Walker, Das Geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon.




Ein Zitat von Salcia Landmann in ihrem Buch der Kulturgeschichte der Jüdischen Küche. Pessach (Ostern) "ist ein häusliches Fest. Die ganze Festlegende über den Auszug der Hebräer aus Ägypten wird bei der abendlichen Festmahlzeit. der beiden ersten Feiertage, bei der sogenannten "Seder-Tafel", auf hebräisch vorgelesen. Es ist aber üblich, neben jedes Gedeck ein Exemplar der Pessach-Haggada (das heißt Pessachlegende) zu legen, die außer dem hebräischen Urtext auch eine Übersetzung in die jeweilige Landessprache enthält und oft auch hübsch illustriert ist.




Zur Sedertafel gehören etliche uralte Symbolspeisen. Vor allem sind zwei Platten obligatorisch, deren eine drei Mazzen enthält - das sind flache papierdünne Osterbrote, übersät mit kleinen Einstichen, weil sie sich sonst beim Backen bucklig verformen und hochwölben würden. Auf der zweiten Platte liegen bestimmte Kräuter, ferner ein Knochen, ein hartes Ei, zudem Charosset, eine kaum genießbare Mischung aus Äpfeln, Nüssen, Wein und exotischen Gewürzen, die stark an das moderne "Bircher-Müsli" erinnert. Charosset symbolisiert den Lehm, mit welchem die jüdischen Staatssklaven in Ägypten die Städte Pitom und Ramses erbauen mußten. 















Bildquelle - Buch Salcia Landmann, Bittermandel und Rosinen
https://www.amazon.de/Bittermandel-Rosinen-Geschichten-Rezepte-Landmann/dp/3776613068






Zur Festmahlzeit gehört als Auftakt ein kaltes, hartes Ei, übergossen mit einer konzentrierten Salzlösung. Vermutlich soll die Speise Trauer und Bitternis darstellen, die Kombination schmeckt aber trotzdem vorzüglich. Nichts hindert Sie, sich selbst davon zu überzeugen."






"Die jüdische Küche" von Salcia Landmann enthält einige Kuchen-Rezepte für Pessach, daneben diverse andere Köstlichkeiten.



Links: Lernumgebung Löwenthal - Boards "Wir mit vielen Varianten" - Beta - Version - Tradition, Heimat und Moderne - Calendar/Kalender  und weitere

Mittwoch, 14. Juli 2010

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... Tja, Ladies. Das kommt davon, wenn Ihr zu sehr eingebettet seid in frauenverachtende Strukturen und als deren Stiefelträgerinnen dient. Wenn Euch jemand das Zeichen des grün umrahmten Fisches auf's Band legt, weil Ihr Fleischsuppe mögt, dann ist das keine frauenverachtende Geste, also etwas im Sinne von nach Fisch riechender Fotze. Lest zur Entschlüsselung des Symbols am besten selber in: Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon von Barbara G. Walker. Unter dem Stichwort "Fisch" steht dort ein längerer Artikel, der eingeleitet wird mit:
"Das oval zugespitzte Zeichen der Yoni - bekannt als vesica piscis, Gefäß des Fisches - war ein über die ganze Welt verbreitetes Symbol für die Große Mutter."
Und wer seine Yoni wirklich so verachtenswert findet, für den habe ich hier ein paar Bilder: "Cranberries Yoni Vulva" oder die Seite "Celebrating Yoni".














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Montag, 7. Juli 2014

Die Vereinigung der Geschlechter im Tantrismus und Judentum

Das altbekannte Emblem der zwei ineinandergehakten Dreiecke repräsentierte angeblich seit den Tagen Davids oder Salomos den jüdischen Glauben. Aus diesem Grund ist das Hexagramm als Magen Davids (Schild des David), Davidstern oder Siegel Salomos bekannt. In Wirklichkeit hatte das Hexagramm jedoch weder mit David noch mit Salomo zu tun. Es wurde im 12. Jahrhundert zum erstenmal in der jüdischen Literatur erwähnt und erst im 17. Jahrhundert als jüdisches Emblem übernommen.
Der wirkliche Ursprung des Hexagramms liegt im tantrischen Hinduismus, bei dem es für die Vereinigung der Geschlechter stand. ((Anmerkung: Das Symbol des Dreiecks ist noch älter, siehe dazu beispielsweise Marija Gimbutas) 





Das nach unten weisende Dreieck symbolisierte das schon vor der Erschaffung des Universums existierende weibliche Urbild oder Yoni Yantra. Im Laufe der unendlichen Zeit empfing die Göttin in ihrem Dreieck einen Lebensfunken, den hindu, der schließlich geboren wurde und sich zu einem Mann entwickelte. Sein Symbol war das aufwärts zeigende Dreieck. Er vereinigte sich mit seiner Mutter (Anmerkung: Im symbolischen Sinn gemeint als Schöpferin allen Lebens) zu dem Ur-Androgyn. Das Zeichen dieser Vereinigung war ein Hexagramm, das sogenannte Shri Yantra oder Große Yantra ...
Aus dem tantrischen Hexagramm der beiden Geschlechter entstand eine jüdische Glaubensrichtung, in der die Sexualität verehrt wurde. Diese Strömung war sowohl mit der mittelalterlichen Kabbala verknüpft als auch mit jener rabbinischen Überlieferung, nach der "in der Bundeslade nebst den Gesetzestafeln ein Bild gelegen sein (soll), das einen Mann und ein Weib in inniger Umarmung, in Hexagrammform zeigte."





Die Juden des maurischen Spanien entwickelten die Kabbala in der Zeit nach den Kreuzzügen, durch die sie die Verehrung der Großen Göttin in den östlichen Kulturen kennengelernt hatten. Für die Kabbalisten hatte das Hexagramm die gleiche Bedeutung wie für die tantrischen Yogis. Es repräsentierte die Vereinigung Gottes mit seiner weiblichen Kraft Schechina, der jüdischen Version der Shakti-Kali. So wie Shakti die Seelensubstanz jedes hinduistischen Gottes bildete, war Schechina die Seelensubstanz des kabbalistischen Gottes. Wie alle Religionen, bei denen die Heilige Hochzeit im Mittelpunkt stand, sah auch das kabbalistische Judentum Mann und Frau als irdische Ebenbilder des Gottes und der Göttin an. 





Die geschlechtliche Vereinigung der Sterblichen ermunterte die Gottheiten, in ihrem überirdischen Reich das gleiche zu tun. (Anmerkung: Interessante Reihenfolge!)
Deshalb galt der Geschlechtsverkehr als "ein sakramentaler Akt zur Huldigung eines Gottes und seiner Gemahlin (oder vielleicht andersherum: einer Göttin und ihres Gemahls). Fußnote
Das Buch Zohar setzte Schechina mit Thora, dem "Gesetz" gleich. Ebenso entsprach die älteste gnostische Große Göttin ihrer eigenen jungfräulichen Verkörperung Maat, dem "Gesetz" oder der "Wahrheit". Ein Mann, der nach mystischer Weisheit strebte, mußte "Bräutigam der Thora" werden, weil das Gesetz in einer Jungfrau verkörpert war. Ihr ähnelte die erleuchtete Geliebte der zeitgenössischen Minnelyrik, deren Verehrung ebenfalls von der Großen Göttin des Ostens inspiriert war ...





Das Hexagramm stand für die vollständige Vereinigung des Erleuchteten mit Schechina-Thora. Daß das Hexagramm als "Siegel Salomos" mit Salomo in Verbindung gebracht wurde, entsprang wahrscheinlich der verbreiteten Vorstellung von dem durch eine Heilige Hochzeit erleuchteten Salomo, worauf die erotische Dichtung des Hohelieds Salomo in der Bibel hinweist.







In: Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon von Barbara G. Walker, Deutscher Taschenbuch Verlag



Dienstag, 16. August 2011

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Eine Frau mit kleinen Kindern ist nirgendwo so erpressbar wie in der Situation als Alleinerziehende oder in der sogenannten Kernfamilie. Ganz im Gegensatz zur Situation in einer matriarchal organisierten Clanstruktur, die damit natürlich einem asozialen Kapitalismus, der aufbaut auf ausbeuterischer Arbeit und religiöser Pascha-Ideologie, erheblich im Wege steht. Wann kommt die soziale Marktwirtschaft mit matriarchalen Strukturen?
Es ist Aufgabe der Männer-Religionen, Frauen in erpresserische Verhältnisse zu bringen, sie zu demütigen und in Ungleichheit zu halten, Frauen als ausbeutbare Masse zu manövrieren, ihre geleistete Hausarbeit und die wichtigste Aufgabe in einer Gemeinschaft, die Erziehung der Kinder, als Arbeit unsichtbar und damit unbezahlt zu machen. Das Haus ist nicht mehr das wesentliche Zentrum einer Gemeinschaft. Das war einmal ganz anders. Und ist in wenigen Gemeinschaften auf der Welt immer noch anders, wie wir auch aus der Matriarchatsforschung wissen:






Vesta war der römische Name der griechischen Göttin Hestia, "der ersten von allen Gottheiten, zu der man beten muß". Mit ihrem Namen begannen und endeten alle Gebete und Opferrituale, sagte Cicero, denn sie ist "die Hüterin der innersten Dinge". (Fußnote)
Pythagoras zufolge war das Feuer ihres Herdes oder Altares das Zentrum der Erde. (Fußnote) Deshalb war der Altar der Vesta in Rom, der von den jungfräulichen Vestalinnen gehütet wurde, auch ein Symbol des Erdmittelpunkts. Ein ähnlicher Altar war in Griechenland das Prytaneum ("öffentlicher Herd"), der ebenfalls von der Göttin verwaltet wurde, die "von allen Gottheiten am meisten verehrt" wurde. (Fußnote)
Vesta oder Hestia war aus dem matriarchalen Zeitalter erhalten geblieben, in dem der Herd der Clanmutter der erste Feueraltar gewesen war. Ihre hausfraulichen Funktionen bestanden darin, das Feuer zu hüten, die Nahrung zu bereiten und das heilige Zentrum des Clanlebens zu gestalten, und sie galten als die heiligsten von allen menschlichen Tätigkeiten. In scharfem Kontrast dazu steht die moderne Hausfrauenarbeit, die in den meisten Fällen einfach nur als Nicht-Arbeit gilt, die keiner Bezahlung würdig ist. Sie wird nicht als ehrwürdig sakral, sondern als profan betrachtet.
Das Zeichen für Vestia (oder Hestia) war ein Altartisch, auf dem Zwillingsflammen wie Schlangen zum Himmel aufzüngeln. Die Form des Altars entspricht dem griechischen Buchstaben pi, der in der Zahlenmagie der Pythagoreer überaus wichtig ist, wie jedes moderne Schulkind weiß. Die jungfräulichen Vestalinnen waren die heiligsten Frauen von Rom, weil sie mit dem ewigen Feuer zu tun hatten, das im Herzen des Imperiums brannte. Vestas Altarflammen durften niemals ausgehen, denn dies hätte das Ende des Imperiums bedeutet. Die Priesterinnen waren zunächst virgines im alten Sinne; das heißt, sie waren nicht notwendigerweise keusch, sondern lebten unabhängig von einem Mann. Später wurden sie zu nonnenhafter Keuschheit gezwungen und waren nur mit dem Geist von Rom "verheiratet" (der wahrscheinlich die Form des phallischen Palladiums besaß) - wie auch christliche Nonnen später mit Christus "verheiratet" wurden. Der Beiname einer Vestalin lautete Amata ("Geliebte"). (Fußnote)
Im 4. Jahrhundert n. Chr. löschten die Christen das vestalische Feuer und entzogen den Jungfrauen ihre politischen und religiösen Privilegien. Dies führte bei gebildeten römischen Heiden, die noch immer dem alten Glauben anhingen, zu großer Empörung. Die Jungfrauen waren höchst sakrale Wesen - obwohl das patriarchale Rom ihren ursprünglichen Charakter vergessen (oder absichtlich verdunkelt) hatte:
Sie waren orgiastische Priesterinnen und jungfräuliche Mütter, die bei Sommersonnwendfeiern vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. von den Göttern geschwängert wurden. (Fußnote) Sobald die christliche Kirche genügend politische Macht hatte, ließ sie die Göttin Vesta und ihre heiligen Priesterinnen verschwinden. "Ihre christlichen Feinde fürchteten sie als geheimnisvolle und magische Frauen: Sie verstanden sie nicht und wollten sie auch nicht verstehen; sie wollten sie nur vernichtet wissen. (Fußnote)








Aus: Barbara G. Walker, Die geheimen Symbole der Frauen. Lexikon der weiblichen Spiritualität


















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Donnerstag, 1. Juli 2010

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"So wie das Christentum letztlich doch Europa erobert hatte, so eroberte auch eine andere patriarchalische Religion, die Frauen ausschloß, die früheren Gebiete der Göttin im Mittleren Osten. Bevor Arabien unter das Joch des Islam fiel, huldigte die dortige Bevölkerung der gleichen dreifachen Mutter, deren Name Al-Ilat, Al-Uzza und Manat lauteten. Es grenzt schon an Ironie, daß der berühmte 'Schwarze Stein', der jetzt in der Kaaba eingelassen ist, einstmals die Göttin verkörperte und mit ihrem Geschlechtssymbol versehen war. An diesem Ort versammeln sich die Männer und Frauen während ihrer Pilgerfahrt, um das zu küssen, was einstmals das anikonische Abbild der Großen Göttin war. Ihre Priesterinnen gibt es nicht mehr; sie wurden ersetzt durch eine männliche Priesterschaft, deren offizieller Titel 'Söhne der Alten Frau' war. Die Alte Frau war nichts anderes als die dreifache Mutter, deren drei Namen 'Die Göttin', 'Die Mächtige' und 'Das Schicksal' bedeuteten. Somit war der frühere weibliche Allah die gleiche Trinität wie die griechische Moerare, die nordischen Nornen, die dreifache Kali oder die drei Aspekte der römischen Fortuna. Heute noch wird einer ihrer Namen von den Arabern benutzt und bedeutet 'Dame Glück'.
Sogar innerhalb des stark patriarchalischen Islam gab es einige Sekten, die sich - mehr oder weniger - an die Göttin erinnerten und darauf beharrten, ein weibliches Element in ihren Glauben einzuführen. Die Sufis hatten in der islamischen Welt eine ähnliche Position wie die tantrischen Yogis in Indien, indem sie das weibliche Prinzip als die wahre einigende Macht der Welt verehrten. Die Sufi-Troubadoure führten viele geheime Schriften und Vorstellungen in die Untergrund-Kultur Europas ein, und dies während eines Zeitalters, als die meisten Europäer auf ihrer Suche nach dem Exotischen, Wunderbaren und Interessanten nach dem Osten blickten. Der Osten war das Land der Märchen, das sich mit dem Märchenorient vermischte, der immer noch in den Fantasien und spirituellen Sehnsüchten des dem Namen nach christlichen Europa vorherrscht.






So wie in Europa die Qualitäten der Göttin hauptsächlich vom Marienkult assimiliert wurden, wandelte sich die Göttin in Arabien zur Fatima, einer mythischen 'Tochter' Mohammeds, die dennoch als 'Mutter ihres Vaters' beschrieben wird. Ihr Name bedeutet 'Schöpferin'. Man nannte sie gleichfalls Schicksal, Mond, Paradiesbaum und Mutter der Sonne. Ihre Verehrung wurde in Arabien mit gleicher Hingabe betrieben wie beim Marienkult in Europa.
Das erste Zentrum des christlichen Ordens der Tempelritter in Jerusalem grenzte an die Al-Aqsa-Moschee, die von den Schiiten als der Haupttempel der Göttin Fatima verehrt wird."









Aus:
Barbara G. Walker, Die Geheimnisse des Tarot. Mythen, Geschichten und Symbolik, Gondrom Verlag Bindlach 1994 (alle Fußnoten dort)















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Sonntag, 12. Oktober 2008

Vesta - Hestia






Vesta war der römische Name der griechischen Göttin Hestia, "der ersten von allen Gottheiten, zu der man beten muß". Mit ihrem Namen begannen und endeten alle Gebete und Opferrituale, sagte Cicero, denn sie ist "die Hüterin der innersten Dinge". (Fußnote) Pythagoras zufolge war das Feuer ihres Herdes oder Altares das Zentrum der Erde. (Fußnote) Deshalb war der Altar der Vesta in Rom, der von den jungfräulichen Vestalinnen gehütet wurde, auch ein Symbol des Erdmittelpunkts. Ein ähnlicher Altar war in Griechenland das Prytaneum ("öffentlicher Herd"), der ebenfalls von der Göttin verwaltet wurde, die "von allen Gottheiten am meisten verehrt" wurde. (Fußnote)



Vesta oder Hestia war aus dem matriarchalen Zeitalter erhalten geblieben, in dem der Herd der Clanmutter der erste Feueraltar gewesen war. Ihre hausfraulichen Funktionen bestanden darin, das Feuer zu hüten, die Nahrung zu bereiten und das heilige Zentrum des Clanlebens zu gestalten, und sie galten als die heiligsten von allen menschlichen Tätigkeiten. In scharfem Kontrast dazu steht die moderne Hausfrauenarbeit, die in den meisten Fällen einfach nur als Nicht-Arbeit gilt, die keiner Bezahlung würdig ist. Sie wird nicht als ehrwürdig sakral, sondern als profan betrachtet.



Das Zeichen für Vestia (oder Hestia) war ein Altartisch, auf dem Zwillingsflammen wie Schlangen zum Himmel aufzüngeln. Die Form des Altars entspricht dem griechischen Buchstaben pi, der in der Zahlenmagie der Pythagoreer überaus wichtig ist, wie jedes moderne Schulkind weiß.



Die jungfräulichen Vestalinnen waren die heiligsten Frauen von Rom, weil sie mit dem ewigen Feuer zu tun hatten, das im Herzen des Imperiums brannte. Vestas Altarflammen durften niemals ausgehen, denn dies hätte das Ende des Imperiums bedeutet. Die Priesterinnen waren zunächst virgines im alten Sinne; das heißt, sie waren nicht notwendigerweise keusch, sondern lebten unabbhängig von einem Mann. Später wurden sie zu nonnenhafter Keuschheit gezwungen und waren nur mit dem Geist von Rom "verheiratet" (der wahrscheinlich die Form des phallischen Palladiums besaß) - wie auch christliche Nonnen später mit Christus "verheiratet" wurden. Der Beiname eine Vestalin lautete Amata ("Geliebte"). (Fußnote)



Im 4. Jahrhundert n. Chr. löschten die Christen das vestalische Feuer und entzogen den Jungfrauen ihre politischen und religiösen Privilegien. Dies führte bei gebildeten römischen Heiden, die noch immer dem alten Glauben anhingen, zu großer Empörung. Die Jungfrauen waren höchst sakrale Wesen - obwohl das patriarchale Rom ihren ursprünglichen Charakter vergessen (oder absichtlich verdunkelt) hatte:
Sie waren orgiastische Priesterinnen und jungfräuliche Mütter, die bei Sommersonnwendfeiern vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. von den Göttern geschwängert wurden. (Fußnote) Sobald die christliche Kirche genügend politische Macht hatte, ließ sie die Göttin Vesta und ihre heiligen Priesterinnen verschwinden. "Ihre christlichen Feinde fürchteten sie als geheimnisvolle und magische Frauen: Sie verstanden sie nicht und wollten sie auch nicht verstehen; sie wollten sie nur vernichtet wissen. (Fußnote)




Aus:
Barbara G. Walker, Die geheimen Symbole der Frauen. Lexikon der weiblichen Spiritualität

Samstag, 19. Juli 2014




















Am Samstag morgen wurde ich draussen beim Kaffee vom Ninja-Krieger mit Motorrad auf mein schreckenerregendes Aussehen angesprochen. Die Jungs - Hmmmh, welche? - fühlten sich angeblich von meinem intensiven Blick beobachtet. Zur Erinnerung: Das typische Aussehen einer Hexe sind rote Haare, deshalb sind meine auch ein bisschen blond, und große Augen. Hier dazu ein Zitat, extra für die Jungs vom Eigelstein.






Einst besaß die ägyptische Göttin Maat, die Göttin der Wahrheit, und des Rechts, das alles sehende Auge. Die Muttersilbe Maa bedeutete "sehen", das entsprechende Hieroglypenzeichen war ein Auge. Eine spätere Schrift schrieb das alles sehende Auge dem männlichen Gott Horus zu und das altbekannte Symbol wurde zum Auge des Horus.
Horus verkörperte auch den Phallus, den "Einäugigen Gott". Trotzdem wurde dieses Auge widersinnigerweise als Richterin beschrieben: "Ich bin das alles sehende Auge des Horus. Mein Erscheinen erregt Schrecken. Ich bin die Herrin des Schlachtens, die Gewaltige". Das Auge, dessen Erscheinen Erschrecken erregt, war der Urtyp des bösen Blicks, der - ähnlich dem versteinerten Blick der Medusa - gewöhnlich mit Frauen in Verbindung gebracht wurde. Bis heute ist es bei vielen einfachen Menschen auf der Welt überall gefürchtet.






Starr blickende Bilder der neolithischen "Augen-Göttin" sind in ganz Mesopotamien gefunden worden. In Syrien war sie als Göttin Mari bekannt, deren riesige Augen die Seelen der Menschen suchten. (Fußnote)
Wie die Moslems dämonisierten auch die Christen den weiblichen Geist des alles sehenden Auges. Von alten Frauen wurde gesagt, daß sie die Macht der alten Göttin besaßen, mit ihrem Blick verhexen zu können. Die Richter der Inquisition fürchteten die bösen Blicke ihrer Opfer so sehr, daß sie angeklagte Hexen dazu zwangen, den Gerichtshof rückwärts zu betreten. Sie sollten nicht den Vorteil eines ersten Blicks haben.





... Im heiligen hebräischen Alphabet bedeutet Ayin das "Auge", wahrscheinlich hergeleitet von Aya, der babylonischen Schöpferin. Islamische Araber dämonisierten sie und verfälschten ihren Namen in Ayin, Geist des bösen Auges. Syrische Moslems nannten sie Aina Bisha, die Augen-Hexe.






In: Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon von Barbara G. Walker






















Freitag, 18. März 2011

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"So wie das Christentum letztlich doch Europa erobert hatte, so eroberte auch eine andere patriarchalische Religion, die Frauen ausschloß, die früheren Gebiete der Göttin im Mittleren Osten. Bevor Arabien unter das Joch des Islam fiel, huldigte die dortige Bevölkerung der gleichen dreifachen Mutter, deren Name Al-Ilat, Al-Uzza und Manat lauteten. Es grenzt schon an Ironie, daß der berühmte 'Schwarze Stein', der jetzt in der Kaaba eingelassen ist, einstmals die Göttin verkörperte und mit ihrem Geschlechtssymbol versehen war. An diesem Ort versammeln sich die Männer und Frauen während ihrer Pilgerfahrt, um das zu küssen, was einstmals das anikonische Abbild der Großen Göttin war. Ihre Priesterinnen gibt es nicht mehr; sie wurden ersetzt durch eine männliche Priesterschaft, der offizieller Titel 'Söhne der Alten Frau' war. Die Alte Frau war nichts anderes als die dreifache Mutter, deren drei Namen 'Die Göttin', 'Die Mächtige' und 'Das Schicksal' bedeuteten. Somit war der frühere weibliche Allah die gleiche Trinität wie die griechische Moerare, die nordischen Nornen, die dreifache Kali oder die drei Aspekte der römischen Fortuna. Heute noch wird einer ihrer Namen von den Arabern benutzt und bedeutet 'Dame Glück'.
Sogar innerhalb des stark patriarchalischen Islam gab es einige Sekten, die sich - mehr oder weniger - an die Göttin erinnerten und darauf beharrten, ein weibliches Element in ihren Glauben einzuführen. Die Sufis hatten in der islamischen Welt eine ähnliche Position wie die tantrischen Yogis in Indien, indem sie das weibliche Prinzip als die wahre einigende Macht der Welt verehrten. Die Sufi-Troubadoure führten viele geheime Schriften und Vorstellungen in die Untergrund-Kultur Europas ein, und dies während eines Zeitalters, als die meisten Europäer auf ihrer Suche nach dem Exotischen, Wunderbaren und Interessanten nach dem Osten blickten. Der Osten war das Land der Märchen, das sich mit dem Märchenorient vermischte, der immer noch in den Fantasien und spirituellen Sehnsüchten des dem Namen nach christlichen Europa vorherrscht.
So wie in Europa die Qualitäten der Göttin hauptsächlich vom Marienkult assimiliert wurden, wandelte sich die Göttin in Arabien zur Fatima, einer mythischen 'Tochter' Mohammeds, die dennoch als 'Mutter ihres Vaters' beschrieben wird. Ihr Name bedeutet 'Schöpferin'. Man nannte sie gleichfalls Schicksal, Mond, Paradiesbaum und Mutter der Sonne. Ihre Verehrung wurde in Arabien mit gleicher Hingabe betrieben wie beim Marienkult in Europa.
Das erste Zentrum des christlichen Ordens der Tempelritter in Jerusalem grenzte an die Al-Aqsa-Moschee, die von den Schiiten als der Haupttempel der Göttin Fatima verehrt wird."







Aus:
Barbara G. Walker, Die Geheimnisse des Tarot. Mythen, Geschichten und Symbolik, Gondrom Verlag Bindlach 1994 (alle Fußnoten dort)



Holdenhof - Mediathek

















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Samstag, 27. Mai 2017





























Wer genau war es, der das Kloster der Thekla zerstörte? Hier ein wenig Recherche zur Apostelin Thekla. Allerdings schimmert doch deutlich die Abneigung durch gegen den Herd als soziales und spirituelles Zentrum der Gemeinschaft. Hausarbeit wurde entwertet als machtlose, rein dienende Funktion im Pascha-Paradies der aufkommenden monotheistischen Religionen. Das hat machtpolitische und ökonomische Gründe. Sklavenarbeit ist eben auch ein Geschäftsmodell. Siehe dazu auch die wissenschaftlichen Arbeiten von Maria Mies. Voher galt der Herd als Mittelpunkt der spirituellen und sozialen Gemeinschaft. Die HerdhüterInnen, Jungfrauen, orgiastische PriesterInnen hüteten das heilige Feuer.






Hier noch mal der Beginn des Zitats eines Beitrags aus dem Lexikon der Spiritualität von Barbara G. Walker. Ja, es ist immer eine Frage, wer wessen Forschung warum bezahlt. http://independentsla.blogspot.de/2012/09/blog-post_5236.html - Vesta war der römische Name der griechischen Göttin Hestia, "der ersten von allen Gottheiten, zu der man beten muß". Mit ihrem Namen begannen und endeten alle Gebete und Opferrituale, sagte Cicero, denn sie ist "die Hüterin der innersten Dinge". Pythagoras zufolge war das Feuer ihres Herdes oder Altares das Zentrum der Erde. Deshalb war der Altar der Vesta in Rom, der von den jungfräulichen Vestalinnen gehütet wurde, auch ein Symbol des Erdmittelpunkts. Ein ähnlicher Altar war in Griechenland das Prytaneum ("öffentlicher Herd"), der ebenfalls von der Göttin verwaltet wurde, die "von allen Gottheiten am meisten verehrt" wurde.




























Freitag, 29. Juli 2016

August - Juno Augusta












Das nächste Fest im Jahreskreis
Wheel of the Year
Lammas - Lughnasadh - Schnitterfest
1./2. August







Der August ist der Monat der Orakelgöttin Juno Augusta. In der halbmatriarchalischen "republikanischen" Zeit hießen die Orakel augustae. Der Begriff wurde später auf männliche Priester übertragen, dann auf die Kaiser. Ein "Augustus" war ein Mann, der vom Geist der Göttin erfüllt war. Der alte Name für einen Seher, augur, bedeutete "Vermehrer", was sich einst auf die Mutter-Priesterin bezog. Der erste römische Kaiser Augustus übernahm seinen Titel von der Großen Göttermutter, von der es hieß, daß sie sich in seiner Frau Livia Augusta inkarnierte. Ihr Haus stand dem Tempel der Großen Mutter gegenüber, die Augustus als Nationalgöttin verehrte.





Bei den europäischen HeidInnen begann der Monat August mit einem der Hauptfeste der Göttin, dem Lammasabend, abgeleitet von blaf-mass, dem "Brotfest". Die geheime Verehrung von Ops, Ceres, Demeter oder Juno Augusta erhielt sich bis über das Mittelalter hinaus in Riten, die an die Getreidemutter Lammas gerichtet waren, welche den Erntemonat beherrschte.







In: Das geheime Wissen der Frauen. Ein Lexikon von Barbara G. Walker