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Dienstag, 15. September 2009

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Natürlich nur Satire: "Ich weiß auch von euren Malereien Bescheid, recht gut. Gott hat euch ein Gesicht gegeben, und ihr macht euch ein anderes; ihr schlendert, ihr trippelt, und ihr lispelt und gebt Gottes Kreaturen verhunzte Namen, und stellt euch aus Leichtfertigkeit unwissend."





Hamlet zu Ophelia
In: Jack Holland, Misogynie - Die Geschichte des Frauenhasses










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Dienstag, 28. Oktober 2008

Kampfzone weibliche Mythologie und Matriarchatsforschung

Luisa Francia nennt für den heutigen Tag Lilith. Warum sie diesen Tag wählt, ist mir noch nicht ganz klar. Wer sich einen kurzen Eindruck über die Kulturkriege beispielsweise um diese mythologische Figur und den Kampf in der Matriarchatsforschung verschaffen möchte, der gehe zu Wikipedia, lese die hämische Einleitung des Textes zu Lilith und den knappen Kommentar zum Feminismus. Oder lese und begreife die verheerenden und tief in der kollektiven Seele verankerten Folgen nicht nur der hellenistischen Propaganda-Mythologie. Eine empfehlenswerte Leselektüre ist in diesem Zusammenhang auch: Jack Holland, Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses. Sicher dringt diese Bildung recht bald nicht nur in die Lehrpläne der Bildungsstätten sondern auch bis in die Fernsehanstalten und zu deren gut bezahlten Bildungsvorbetern vor.

Freitag, 6. Mai 2011

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Aus einem Trigger-Tiger-Tank mit Honigtopf für markant und männlich wirken wollende Nerds. Ist der im Artikel hinter dem letzten Link so gelobte Herr mit "Weltoffenheit" namens Thomas von Aquin vielleicht dieser Herr? "Thomas von Aquin äußerte die Überzeugung, eine Frau könne nicht über Männer herrschen und das 'überlegene männliche Wesen' sei für die Ausübung des Priesteramtes notwendig, weil 'Adam von Eva, nicht sie von von ihm verführt wurde.' Ein Priester musste demnach männlich sein, damit er 'nicht ein zweites Mal durch ihre weibliche Leichtfertigkeit zu Fall' komme.





Weitere Quellenangaben in:
Jack Holland, Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses
















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Sonntag, 26. Oktober 2008

"Das Böse ist eine Frau"

Bram Dijkstra, Professor für vergleichende Wissenschaft an der University of California in San Diego, präsentiert in seinem Buch "Das Böse ist eine Frau" eine Fülle von Material zum Thema "Männliche Gewaltphantasien und die Angst vor der weiblichen Sexualität", so der Untertitel. Seine Forschungsarbeit zeigt in beeindruckender Weise, wie beängstigend der weibliche Körper für das Männliche sein kann. Im Klappentext zum Buch heißt es: (Fußnote)



"Die Angst der Männer vor der sexuellen Frau ist legendär. Bram Dijkstra unternimmt eine Zeitreise in die erste Hälfte dieses mörderischen Jahrhunderts und sieht sich die Phantasiegestalten genau an, die männliche Imagination aus den Frauen machte: verschlingende Ungeheuer, räuberische Monster, blutsaugende Vampire, die sich als elegant-mondäne Vamps verkleiden. So sprachen und schrieben Männer über Frauen, malten sie und ließen sie im Kino lebendig werden. Dijkstra zoomt diese Bilder voller Brutalität ganz nah heran und nimmt das ungeheure Gewaltpotenzial der Phantasien ernst."




Dijkstra beschränkt sich konsequent auf Dokumentation und Analyse männlicher Angst- und Gewaltphantasien, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wissenschaft und Kunst manifestieren: (Fußnote)
"Die Auseinandersetzung zwischen der sexuellen Frau und ihrem potenziellen Opfer, dem Mann, der nur sexuelle Enthaltsamkeit schützt, wurde im frühen 20. Jahrhundert immer häufiger dargestellt. Unter Ärzten, Biologen und anderen Priestern des wissenschaftlichen Zeitalters verbreitete sich die Überzeugung, dass tatsächliche alle Frauen Vampire seien, von der Natur aus dazu getrieben, den Mann auszurauben. Frauen galten als Geschöpfe, die der männlichen Gesundheit nicht zuträglich waren, noch nicht einmal als tugendhafte, sich unterordnende und monogame Ehefrauen."




Die Ergebnisse der darwinistischen Evolutionstheorie haben, so Dijkstra, die westliche Männerwelt um 1900 zutiefst erschüttert. War hiernach doch der Mensch nicht die auserwählte Gattung, nicht das Ebenbild Gottes, sondern stammte von dem vermeintlich seelenlosen "behaarten, geschwänzten Vierzeller ab". Durch Selektions- und Rassentheorien sollte der kollektive innere Aufruhr besänftigt werden. Eifrig war man damit beschäftigt, das Höhere und Lichte vom Niederen und Dunklen zu trennen. Das Höhere, das war der westliche, helle und heldenhafte Mann. Zum Niederen zählten vor allem Schwarze, Juden und insbesondere Frauen: Sie sind die wilde und geile Bestie der Urzeit, die sich verführerisch dem evolutionären Helden in den Weg legt und ihn hinabzieht in die Finsternis des mütterlichen Schlundes.




Dijkstras heldenhafter arischer Mann aber steigt als Übermensch empor aus den dunklen Gefilden von Mutter-Natur. Er erhebt sich aus dem Ursumpf der weiblichen Körper und greift nach dem Licht der Unsterblichkeit. Mit seinen Stiefeln zermalmt er die primitiven Untermenschen: Farbige, Juden, Proletarier und insbesondere die lasterhaften Weiber. Bram Dijkstras scharfsinnige Analyse legt die gemeinsame Wurzel von Rassismus, Faschismus und Sexismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts unerbittlich bloß.



Aus:
Gertrude R. Croissier, Psychotherapie im Raum der Göttin. Weibliches Bewusstsein und Heilung, Pomaska-Brand Verlag fabrica libri



Rezension Amazon:

"Sehr viel differenzierter ist dagegen die Untersuchung der Literaturwissenschafterin Franziska Meier, die sich in ihrem – ebenfalls umfangreichen – Werk die Texte von vier «rechtsrevolutionären» Schriftstellern vorgenommen hat, denen nicht nur eine Nähe zu Gewaltphantasien, sondern auch eine beachtliche Portion Misogynie nachgesagt wird: Pierre Drieu la Rochelle, Curzio Malaparte, Ernst Jünger und Céline. Alle vier gehörten derselben Generation an, und alle standen für eine politische Bewegung, die sich für die technischen Innovationen der Moderne ebenso wie für traditionelle männliche Werte begeisterte."


"Faschismus und Geist, Faschismus und Moderne, das schloß sich in Mussolinis Italien keineswegs aus. Im Gegensatz zum »Dritten Reich« betrieb der italienische Faschismus eine offene Kulturpolitik, der es um die Einbindung möglichst vieler Künstler und Autoren ging. Die meisten glaubten daher, sich im Regime einrichten zu können. Viele, vor allem die jüngeren, begeisterten sich für Mussolini und die Idee einer faschistischen Revolution, die sich als Erneuerung und Vitalisierung der Menschen und der Nation verstand."



Und hier noch ein ganz persönlicher Nachtrag zu dem Ideal der zur Sonne und zum Licht strebenden kalten Krieger und ihrem “Rückzug aus dem Mitgefühl in reine betrachtende Kälte.” Eine sprachliche Übung, in der es besonders Ernst Jünger, der “Stahlerotiker,” zur vollen Virtuosität gebracht habe. In diesem (künstlerischen)
Feld bewegen sich auch die hier immer wieder beschriebenen Versuche, "Hasen zu schlachten".

Sonntag, 30. März 2008

Schwachsinn:

Die Worte "Sünde, sündhaftes Verhalten oder Liebe" definieren zu lassen aus christlicher Sicht oder den gerechten Staat von Platon definieren zu lassen.
Nur noch mal zu Erinnerung eine kurze Erklärung des letzteren, denn das erste Beispiel ist mir jetzt wirklich zu blöd. Frauen und Sklaven kamen im gerechten Staat als Freie selbstverständlich nicht vor. Mehr zu dümmster patriarchaler Meinungsmache von Philosophen und anderen Kulturschaffenden siehe unter anderem in: Misogynie, Die Geschichte des Frauenhasses, zweitausendeins

Donnerstag, 28. Februar 2008

Misogynie

Die Geschichte des Frauenhasses, Jack Holland, zweitausendeins:

"Ich weiß auch von euren Malereien Bescheid, recht gut. Gott hat euch ein Gesicht gegeben, und ihr macht euch ein anderes; ihr schlendert, ihr trippelt, und ihr lispelt und gebt Gottes Kreaturen verhunzte Namen, und stellt euch aus Leichtfertigkeit unwissend." - Hamlet zu Ophelia

Freitag, 17. Juli 2009

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Nein, ich will nicht, dass diese Spitzel-Schlampen mit ihren Auftraggebern am Galgen hängen, die versucht haben, mich zu vernichten. Ich sorge nur dafür, dass bei jeder und jedem von ihnen ein großes Schild um den Hals hängt.
Und: Ich habe es trotz aller Erfahrung als Autorin nicht bereut: "Generation Blogger"!
Auch wenn ich nicht den Zukunftspreis für innovative Medien erhalten habe, wie eben ein Hinweis im Feed-Reader andeutete, und ich immer noch zu wenig weiß über "Misogynie in den Balkan Medien": Es folgt die "Generation Holdenhof".







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Sonntag, 23. Februar 2014





















Vorschlag: Ganz genaue Quellen-Recherche. Achtung: Nicht von Fakes irritieren und unglaubwürdig machen lassen! Thema: Misogynie. Ist auch ein Buchtitel und das Inhaltsverzeichnis ein grober Wegweiser. Frau und Kloake in einem Atemzug ist zum Beispiel sehr beliebt. Zu Beginn jeder Philosophie-Stunde an der Uni und am Gymnasium dann jeweils einen Satz zitieren! Mehrmals wiederholen. Laut und deutlich!
Morddrohungen sind selbstverständlich auch Alltag gegen Matriarchats-Forscherinnen und VeranstalterInnen, die diese als Referentin einladen wollen. Wer ist aus welchen Gründen FrontführerIn? Wer durfte in der Vergangenheit am Frauengedenklabyrinth teilnehmen? Wer aus welchen Gründen nicht? "Verbrennt die rote Hexe"? Literatur: Die Diskriminierung der Matriarchatsforschung. Die Antwort: Zurücksendung der Energie in dreifacher Form!






















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Samstag, 31. Juli 2010

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"Dieses Verfahren hat sich schon einmal bewährt: Nachdem ich in den Stasi-Akten gewissermaßen als Nebenprodukt meiner Oktoberfest-Recherchen auf neue Hinweise von Kontakten von Dutschke-Attentäter Josef Bachmann zu Mitgliedern der späteren rechtsterroristischen "Braunschweiger Gruppe" gestoßen war, konnte ich diese Ansatzpunkte durch Akteneinsicht in die archivarisch erhaltenen Ermittlungsakten der Berliner Polizei schließlich erhärten. Heute wissen wir daher, woher Bachmann die Waffe und Munition für das Dutschke-Attentat hatte - und das ist immerhin vierzig Jahre her. Beim Oktoberfest-Attentat könnte sich diese Methode erneut bewähren. Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaften könnten eine echte Erfolgsgeschichte schreiben, wenn ihnen gelingt, den schwersten Anschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte doch noch aufzuklären."
(Update: Dieser aktuelle Kommentator im Forum unter dem Artikel, der zumindest an meinem Bildschirm diesen Link setzt, ist offenbar auch dringend behandlungsbedürftig. Siehe dazu die unten genannten Literaturtipps: "Das Böse ist eine Frau" und "Psycho-therapie im Raum der Göttin".)







(Ein Link, und ohne weiteren Kommentar! In manchen Situationen bleiben in diesem Verwirr- und Versteckspiel nur noch klare Worte. Vor allem, wenn es darum geht, das schweigende Netz ganz in Braun zu zerreißen. Ich betreibe da sehr offene Aufklärungsarbeit. Böse Frauen, böse Juden, böse Schwule, böse Muslime? Was täten manche nur ohne ihre stereotypen Feindbilder. Aber vielleicht würde beim Fehlen dieser ja auffallen, wie wenig man doch aus den eigenen Gehirnzellen geholt hat. Um meinen Enkel Luca werde ich mich gut kümmern. Sollte es (weiterhin) auch nur ansatzweise Schwierig-keiten in dieser und anderen Angelegenheiten geben, so wird das sehr sehr persönlich geregelt. Ich kann nur raten, sich medizinisch-gynäkologisch weiterzubilden, die eher frauenfeindlichen Anwendungen aufgrund tiefer innerer Misogynie, welche leicht in den verschwörungstheoretischen Wahn führt, zu unterlassen und den Versuch von therapeutischen Anwandlungen in bester Zersetzungs-manier besser bei sich selbst anzuwenden. Habe ich mich klar genug ausgedrückt?!)










Bram Dijkstra, Professor für vergleichende Wissenschaft an der University of California in San Diego, präsentiert in seinem Buch "Das Böse ist eine Frau" eine Fülle von Material zum Thema "Männliche Gewalt-phantasien und die Angst vor der weiblichen Sexualität", so der Untertitel. Seine Forschungsarbeit zeigt in beeindruckender Weise, wie beängstigend der weibliche Körper für das Männliche sein kann. Im Klappentext zum Buch heißt es:







"Die Angst der Männer vor der sexuellen Frau ist legendär. Bram Dijkstra unternimmt eine Zeitreise in die erste Hälfte dieses mörderischen Jahrhunderts und sieht sich die Phantasiegestalten genau an, die männliche Imagination aus den Frauen machte: verschlingende Ungeheuer, räuberische Monster, blutsaugende Vampire, die sich als elegant-mondäne Vamps verkleiden. So sprachen und schrieben Männer über Frauen, malten sie und ließen sie im Kino lebendig werden. Dijkstra zoomt diese Bilder voller Brutalität ganz nah heran und nimmt das ungeheure Gewaltpotenzial der Phantasien ernst."






Dijkstra beschränkt sich konsequent auf Dokumentation und Analyse männlicher Angst- und Gewaltphantasien, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wissenschaft und Kunst manifestieren: (Fußnote)
"Die Auseinandersetzung zwischen der sexuellen Frau und ihrem potenziellen Opfer, dem Mann, der nur sexuelle Enthaltsamkeit schützt, wurde im frühen 20. Jahrhundert immer häufiger dargestellt. Unter Ärzten, Biologen und anderen Priestern des wissenschaftlichen Zeitalters verbreitete sich die Überzeugung, dass tatsächliche alle Frauen Vampire seien, von der Natur aus dazu getrieben, den Mann auszurauben. Frauen galten als Geschöpfe, die der männlichen Gesundheit nicht zuträglich waren, noch nicht einmal als tugendhafte, sich unterordnende und monogame Ehefrauen."






Die Ergebnisse der darwinistischen Evolutionstheorie haben, so Dijkstra, die westliche Männerwelt um 1900 zutiefst erschüttert. War hiernach doch der Mensch nicht die auserwählte Gattung, nicht das Ebenbild Gottes, sondern stammte von dem vermeintlich seelenlosen "behaarten, geschwänzten Vierzeller ab". Durch Selektions- und Rassentheorien sollte der kollektive innere Aufruhr besänftigt werden. Eifrig war man damit beschäftigt, das Höhere und Lichte vom Niederen und Dunklen zu trennen. Das Höhere, das war der westliche, helle und heldenhafte Mann. Zum Niederen zählten vor allem Schwarze, Juden und insbesondere Frauen: Sie sind die wilde und geile Bestie der Urzeit, die sich verführerisch dem evolutionären Helden in den Weg legt und ihn hinabzieht in die Finsternis des mütterlichen Schlundes.






Dijkstras heldenhafter arischer Mann aber steigt als Übermensch empor aus den dunklen Gefilden von Mutter-Natur. Er erhebt sich aus dem Ursumpf der weiblichen Körper und greift nach dem Licht der Unsterblichkeit. Mit seinen Stiefeln zermalmt er die primitiven Untermenschen: Farbige, Juden, Proletarier und insbesondere die lasterhaften Weiber. Bram Dijkstras scharfsinnige Analyse legt die gemeinsame Wurzel von Rassismus, Faschismus und Sexismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts unerbittlich bloß.
















Aus: Gertrude R. Croissier,
Psychotherapie im Raum der Göttin. Weibliches Bewusstsein und Heilung, Pomaska-Brand Verlag fabrica libri

















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Dienstag, 20. April 2010

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Es sind Fotos, die zeigen, dass sich sehr behutsam unterstützt ein Gefühl für die Verbindung von Geist UND Körper entwickeln kann, so, wie wir es auch bei vielen Philosophinnen (Siehe: Ausstellung) in ihren Schriften wiederfinden, wenn sie nicht zu denen gehörten, deren Werke in der Bibliothek von Alexandria vom aufgehetzten wütenden Mob zerstört wurden. Immer mehr Philosophinnen überwinden die Hürden der jahrtausendealten Misogynie, ein Umstand, den ich sehr gerne auch in der Auswahl der Lektüre im Fach Philosophie wiederfinden würde. Es wird höchste Zeit. Denn dann kommen wir vielleicht viel eher zu dem Zustand, bei dem im Auge manches Betrachters nicht gleich der Nutzwert des zu Betrachtenden steht, es sei denn, dieses ist der ausdrückliche Zweck, und wir erleben vielleicht nicht mehr, dass mancher Reformpädagoge und Theologe seine Schützlinge als dienstbare Objekte betrachtet. Es soll übrigens auch Väter geben, die ihre Mädchen zuhause am Tisch vor allen anderen anpfeifen, diese sollten gefälligst die Beine zusammenhalten. Würde ich offiziell von solch einem Fall erfahren, ich wüßte, was ich vor allen anderen auf der nächsten Elternversammlung dazu sagen würde.




Bild: Marit Rullmann, Sophias Weisheiten: 'Mit Zitaten von rund 100 Philosophinnen und einigen Schriftstellerinnen aus drei Jahrtau-senden zeigt Marit Rullmann, dass Frauen schon immer philosophiert haben. Ob über "Leib und Seele", "Geburt und Tod", "Liebe und Freundschaft", "Denken und Fühlen", "Freiheit und Verantwor-tung"., "Recht und Gerechtigkeit", "Frauen und Männer", "Sprache und Kommunikation", "Geschichte und Patriarchat" - quer durch alle Zeiten und zu allen Themen hat sie in diesem reichhaltigen Zitaten-Schatz Gedanken von Denkerinnen und Dichterinnen zusammen-getragen.'












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Freitag, 27. November 2009

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Die "Angst vor der weiblichen Wucht": „Weibchen sind von Natur aus lustbetont,“ schrieb Aristoteles, „bringen die Männchen zur Kopulation und schreien während der geschlechtlichen Vereinigung.“
Literaturtipp: Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses.
Von Jack Holland.









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Mittwoch, 29. Oktober 2008

"Das Böse ist eine Frau"

(Zweiteintrag wegen fehlender Archivierung bei Google.)



Bram Dijkstra, Professor für vergleichende Wissenschaft an der University of California in San Diego, präsentiert in seinem Buch "Das Böse ist eine Frau" eine Fülle von Material zum Thema "Männliche Gewaltphantasien und die Angst vor der weiblichen Sexualität", so der Untertitel. Seine Forschungsarbeit zeigt in beeindruckender Weise, wie beängstigend der weibliche Körper für das Männliche sein kann. Im Klappentext zum Buch heißt es: (Fußnote)



"Die Angst der Männer vor der sexuellen Frau ist legendär. Bram Dijkstra unternimmt eine Zeitreise in die erste Hälfte dieses mörderischen Jahrhunderts und sieht sich die Phantasiegestalten genau an, die männliche Imagination aus den Frauen machte: verschlingende Ungeheuer, räuberische Monster, blutsaugende Vampire, die sich als elegant-mondäne Vamps verkleiden. So sprachen und schrieben Männer über Frauen, malten sie und ließen sie im Kino lebendig werden. Dijkstra zoomt diese Bilder voller Brutalität ganz nah heran und nimmt das ungeheure Gewaltpotenzial der Phantasien ernst."




Dijkstra beschränkt sich konsequent auf Dokumentation und Analyse männlicher Angst- und Gewaltphantasien, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wissenschaft und Kunst manifestieren: (Fußnote)
"Die Auseinandersetzung zwischen der sexuellen Frau und ihrem potenziellen Opfer, dem Mann, der nur sexuelle Enthaltsamkeit schützt, wurde im frühen 20. Jahrhundert immer häufiger dargestellt. Unter Ärzten, Biologen und anderen Priestern des wissenschaftlichen Zeitalters verbreitete sich die Überzeugung, dass tatsächliche alle Frauen Vampire seien, von der Natur aus dazu getrieben, den Mann auszurauben. Frauen galten als Geschöpfe, die der männlichen Gesundheit nicht zuträglich waren, noch nicht einmal als tugendhafte, sich unterordnende und monogame Ehefrauen."




Die Ergebnisse der darwinistischen Evolutionstheorie haben, so Dijkstra, die westliche Männerwelt um 1900 zutiefst erschüttert. War hiernach doch der Mensch nicht die auserwählte Gattung, nicht das Ebenbild Gottes, sondern stammte von dem vermeintlich seelenlosen "behaarten, geschwänzten Vierzeller ab". Durch Selektions- und Rassentheorien sollte der kollektive innere Aufruhr besänftigt werden. Eifrig war man damit beschäftigt, das Höhere und Lichte vom Niederen und Dunklen zu trennen. Das Höhere, das war der westliche, helle und heldenhafte Mann. Zum Niederen zählten vor allem Schwarze, Juden und insbesondere Frauen: Sie sind die wilde und geile Bestie der Urzeit, die sich verführerisch dem evolutionären Helden in den Weg legt und ihn hinabzieht in die Finsternis des mütterlichen Schlundes.




Dijkstras heldenhafter arischer Mann aber steigt als Übermensch empor aus den dunklen Gefilden von Mutter-Natur. Er erhebt sich aus dem Ursumpf der weiblichen Körper und greift nach dem Licht der Unsterblichkeit. Mit seinen Stiefeln zermalmt er die primitiven Untermenschen: Farbige, Juden, Proletarier und insbesondere die lasterhaften Weiber. Bram Dijkstras scharfsinnige Analyse legt die gemeinsame Wurzel von Rassismus, Faschismus und Sexismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts unerbittlich bloß.



Aus:
Gertrude R. Croissier, Psychotherapie im Raum der Göttin. Weibliches Bewusstsein und Heilung, Pomaska-Brand Verlag fabrica libri



Rezension Amazon:

"Sehr viel differenzierter ist dagegen die Untersuchung der Literaturwissenschafterin Franziska Meier, die sich in ihrem – ebenfalls umfangreichen – Werk die Texte von vier «rechtsrevolutionären» Schriftstellern vorgenommen hat, denen nicht nur eine Nähe zu Gewaltphantasien, sondern auch eine beachtliche Portion Misogynie nachgesagt wird: Pierre Drieu la Rochelle, Curzio Malaparte, Ernst Jünger und Céline. Alle vier gehörten derselben Generation an, und alle standen für eine politische Bewegung, die sich für die technischen Innovationen der Moderne ebenso wie für traditionelle männliche Werte begeisterte."


"Faschismus und Geist, Faschismus und Moderne, das schloß sich in Mussolinis Italien keineswegs aus. Im Gegensatz zum »Dritten Reich« betrieb der italienische Faschismus eine offene Kulturpolitik, der es um die Einbindung möglichst vieler Künstler und Autoren ging. Die meisten glaubten daher, sich im Regime einrichten zu können. Viele, vor allem die jüngeren, begeisterten sich für Mussolini und die Idee einer faschistischen Revolution, die sich als Erneuerung und Vitalisierung der Menschen und der Nation verstand."



Und hier noch ein ganz persönlicher Nachtrag zu dem Ideal der zur Sonne und zum Licht strebenden kalten Krieger und ihrem “Rückzug aus dem Mitgefühl in reine betrachtende Kälte.” Eine sprachliche Übung, in der es besonders Ernst Jünger, der “Stahlerotiker,” zur vollen Virtuosität gebracht habe. In diesem (künstlerischen)
Feld bewegen sich auch die hier immer wieder beschriebenen Versuche, "Hasen zu schlachten". (Sammel-Suche. Weiter runter scrollen)