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Montag, 18. August 2008

Keine Lippenbekenntnisse

Ich habe mir früher in meinen Extremismus-Seminaren jegliche Lippenbekenntnisse zur (deutschen) Demokratie verboten und sämtliche Äußerungen ernst genommen, meine Gesprächspartner respektiert. Gelungen ist mir das bestimmt nicht immer. Lippenbekenntnisse taugen nicht in der Demokratie, denn sie verhindern jede Auseinandersetzung mit den Ursachen des Problems.
Kein Lippenbekenntnis zur Demokratie ist die Aussage, dass sich in meinem weiblichen Umfeld leider manche Ausländerin aus Osteuropa bzw. aus den ehemaligen Staaten des Ostblocks kommende Frau hat instrumentalisieren lassen. Über die Motive kann ich nur spekulieren. Neid auf den vermeintlichen Wohlstand in Deutschland, antisemitische Ressentiments? Ich weiß es nicht. Ich kann es in jedem einzelnen Fall nur ahnen. Und ich werde nicht eher ruhen, bis jeder Fall geklärt ist.
Ich betrachte mit Respekt die Entscheidung der Lady aus einem anderem Umfeld, mir sehr direkt, jedenfalls soweit das im Rahmen ihrer Möglichkeiten lag, zu sagen, dass auch sie Teil dieses Spiels ist beziehungsweise war, nachdem ich vorher im Blog deutlich gemacht hatte, wie die Methode der ambivalenten und doppeldeutigen Gesprächsführung oder aber Blogpublikation funktioniert.



Eine wütende SMS vom 15. August 2008:

"Werden die Kinderklamotten eigentlich mit Ficken und Spitzeln bezahlt oder warum geriet man so ins Stottern bei der Bemerkung, sie sei so gut angezogen! (Ca drei Jahre her ...) Und wenn die Mutter auf der Leitung hockt, dann reagiert man natürlich auch sofort scharf auf jede Bemerkung über den Kleidungsstil der Tochter (Vor einem halben Jahr). Autoren haben Spitzelnutten und andere zum Fressen gern".


Eintrag vom 17. August, FFF:

Siehe dazu dieses kurze Zitat, das ich bei Michaela Huber fand. Ich las dieses Buch in den letzten Tagen. Dass ich selten so viel menschenverachtenden Zynismus in diesem Zusammenhang erlebt habe, erstaunt die LeserInnen dieses Blogs sicher nicht. Dass ich die Werkzeugkiste in Anbetracht dieser Methoden ein ganz klein wenig weiter geöffnet habe, sicher auch nicht. Die für mich immer wieder erkennbare Strategie: Wie bringe ich Menschen dazu, so wütend zu werden, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr HerrIn ihrer Sinne sind. Auch die Mittel und Methoden der Psychologie werden dazu leider missbraucht. Es gilt, diese Schockstrategien zu erkennen, sie zu analysieren. Und die TäterInnen erkennbar werden zu lassen unabhängig von jeder juristischen oder strategischen Irreführung. Siehe den letzten Eintrag hier im Beitrag vom 7. Juni 2008.

Textstelle bei Michaela Huber, auf den ich durch Gebrauch des Wortes "Monster" aufmerksam gemacht werde: "So erschreckend solche Eintragungen für die Betroffenen sein können, so konstruktiv sind sie im Grunde. Denn sobald sich die "zerstörerischen" Anteile melden, ist der Kontakt zu ihnen möglich, und damit sind sie schon halb für die Therapie gewonnen. Denn es stellt sich heraus, daß diese Anteile, so zynisch und cool, so hart und gewalttätig sie erscheinen mögen, keine "Monster" sind. Alle Menschen haben (selbst-)zerstörerische Anteile in sich. Es kommt darauf an, sie kennenzulernen"
Aus: Michaela Huber, Multiple Persönlichkeiten. Überlebende extremer Gewalt. Ein Handbuch, Fischer Taschenbuch Verlag 2004




Eintrag vom 15. August: Fleissige Bienen
Eintrag vom 16. Mai: Warum?
Eintrag vom 18. Mai: Aufgabenteilung
Eintrag vom 7. Juni 2008:



"Wir leben in wütenden Zeiten. Umso dankbarer bin ich Künstlerinnen wie Kate Bush, die in manchen ihrer Lieder so unendlich viel Verletztheit, Wut, Trauer, abgrundtiefe Trauer ausdrückt. Nichts hat mich in den vergangenen Tagen mehr berührt, nichts hat mir mehr geholfen als diese Lieder. Und es war da ein Blick. Ein Blick, der so viel sagt denen, die verstehen."








Butterfly-People
Rainwalker Studio




Nachtrag: Es tut mir leid, aber die Hinweise auf den Regen können nur Insider verstehen. Ladies und Gentlemen, ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt, wenn ich hiermit noch einmal betone, dass Trauma, Technik, Tarnung und Ertasten von universellen Ideen kein esoterisches Geheimnis sind. Wenn man es denn kann. Es hilft, um seinen eigenen Wert zu wissen. Und den werden auch andere schätzen.

Donnerstag, 2. November 2017






























5! Protokoll! Via Facebook:
https://blogs.state.gov/stories/2017/10/30/en/war-through-child-s-eyes-us-jordan-partnership-delivers-assistance-syrian
Im HTML-Befehl wird gerade unten aus dem kleinen c ein großes C? Screenshot!
Im Artikel wird verlinkt auf
https://www.state.gov/t/pm
Rext Tillerson receives a briefing from whom?
In der Tat: Überall gibt es solche. Und solche.





Siehe dazu vorhin an meinem Bildschirm Facebook
Rex Tillerson läuft gegen welche Wand?






Pinterest: 26 Pins wurden angeblich gepinnt, ich sah aber nur 1, von meiner Pinnwand auf die einer Userin namens Michaela (habe ich das richtig in Erinnerung?) mit einem Bild von Pflaumenmus auf dem Tisch. Luca war zu diesem Zeitpunkt gerade auf den Tisch hier gestiegen und spielte dort. Das Bild des Nymphenmohns wurde gepinnt neben das Tuscany Farmhouse. Eine Pinnwand der Userin “by Michaela” war das sogenannte Goetheanum, siehe Google Anthroposophie. Das Farmhouse ist eine Anspielung auf einen Vorfall heute morgen, ich hatte nach einem neuen Beitrag bei Pinterest gesagt, dass das Nuttenduo auf dem Land in meinem Rücken keine Fische fängt. Und selbstverständlich wird auch Diet Dieter für die Gabe von Yasmintee mit Inhalt eine Antwort erhalten. Die Antwort auf moderne Kriegsführung ist moderne Kriegsführung. Weiteres nur für Insider. Sorry!






























Mittwoch, 24. März 2010

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'Das "Bioparadeis" ist ein Laden, aber kein Geschäft. Der Unter-schied: Hier sind die KonsumentInnen gleichzeitig VerkäuferInnen und MitarbeiterInnen. Die Einkaufsgemeinschaft im 9. Wiener Gemeindebezirk wurde vor drei Jahren gegründet und hat rund 35 Mitglieder. Zweck ist es, gemeinschaftlich direkt bei ProduzentInnen in Wien und Niederösterreich einzukaufen und damit die Anonymität zwischen ErzeugerInnen und VerbraucherInnen aufzuheben. Biologischer Anbau, saisonale Produkte, kurze Transportwege und die Vermeidung von unnötiger Verpackung sind weitere Ambitionen.





"Um bei uns einzukaufen muss man Mitglied werden und sich einbringen", erklärt die 27-jährige Studentin Michaela Jancsy. Der monatliche Beitrag sei zwar "frei wählbar", sollte aber zwischen fünf und zehn Euro liegen, um die Miet- und Betriebskosten abzudecken. Das Team, das zu einem größeren Teil aus StudentInnen besteht, aber nicht darauf reduziert werden möchte, organisiert sich in verschiedenen Arbeitskreisen. Für die Bestellung der Produkte gibt es Listen mit den Waren und Namen der Bauern, die der Vertriebsgemeinschaft "Alles vom Bauernhof" angehören. "Das frische Gemüse bestellen wir zum Beispiel am Dienstagabend und am Donnerstag holt es jemand von uns mit dem Rad oder Bus ab", sagt die 26-jährige Theresa Fürlinger.'












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Freitag, 15. August 2008

Mein Fachgebiet

"Die Nummer mit der 'Bombe', die du mir gestern am Telefon untergeschoben hast und dem Lexikon für Liebessmittel, das du demonstrativ in meinem Zimmer verstellt hast, entstammt dem Buch von Michaela Huber und steht auf den Seiten, die ich gerade lese. Mit den Liebesmitteln wurden Menschen vergiftet, wie ich lese.
Es steht auf diesen Seiten auch etwas über Okkultismus, faschistische Sekten und Organisationen, Prostitution, viel Geld und Missbrauch von Traumatisierten. Es steht dort etwas über Demütigungsrituale. Und es steht dort etwas über die übersinnlichen Fähigkeiten (mancher) Traumatisierter. Als Politologin mit Fachgebiet autoritäre Psychogruppen und als Autorin von "Chiffre Morgaine" und "Generation Blogger" finde ich das sehr interessant.
Ich denke, wir haben uns verstanden!"

Samstag, 16. August 2008

Eine Geschichte religiöser Begründungen für antisoziales Verhalten

Auszug aus Michaela Huber
Destruktive Kulte und rituelle Misshandlung



Die Gestalt Satans ist uralt. Im Tal des Indus fand man eine im Jahre 3000 vor Christus hergestellte Figurine; sie stellte einen Mann mit Ziegenkopf dar, der mit übereinander gekreuzten Beinen sitzt und von Tieren umgeben ist, die ihn anbeten. Ritualisierter Sex als Fruchtbarkeitsritus und Kindsopfer waren in der frühen semitischen wie in vielen anderen Religionen häufige Praktiken.



Doch es blieb dem Christentum vorbehalten, die Dualität zum zentralen Thema zu machen: Hier das Gute, dort das Böse. Hier Gott, dort Satan. Die Guten kämpfen gegen das Böse und umgekehrt, so wie Gott und Satan sich ewig bekämpfen. Das Schicksal der Menschheit wie der einzelnen Menschen entscheidet sich danach, wie gut sie waren zu Lebzeiten: Himmel oder Hölle.



Es gibt zwei grundlegende Elemente des Satanismus:
die Vorstellung der Welt als letztlich von bösen oder feindseligen Kräften kontrolliert (die Hölle auf Erden); und
die Figur des Magiers als Helden, der diese feindseligen Kräfte kontrollieren kann.




Seit der Spätantike fällt auf: Immer wenn eine (Volks-)Gruppe sich für zum Untergang verdammt hielt oder wenn sie sich bewußt antisozial verhielt und eine Art religiöser Rechtfertigung bedurfte, entwickelte sie eine Faszination für eine Art "auf den Kopf gestellte" offizielle Religion und für Schwarze Magie. Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich in solchen Gruppen die Überzeugung, es sei wünschenswert und möglich, die Macht Satans nicht nur anzubeten und sie um Hilfe zu bitten, sondern sie auch zu manipulieren und zu eigenen Zwecken zu nutzen. Judith Spencer beschreibt in ihrem Buch "Jenny" die Innenansicht eines satanischen Kults, aus der Sicht eines ihrer weiblichen Opfer. Die Kultideologie wird so zitiert:
"Die Bösen können nicht in den Himmel. Wer böse ist, kommt in die Hölle, ein von Satan regiertes Flammenmeer. Diejenigen, die Satan dienen, werden in die Hölle kommen, doch nicht verbrennen."



Wer sich selbst als "verdammt" oder "dem Untergang geweiht" ansieht, ist anfällig für das Gedankengut satanischer Kulte. In heutigen Zeiten sind dies "Underdogs" und "Dropouts" sowie die Anhänger jeglicher Gegenkultur, seien es Faschisten oder New Age-Jünger. Sie sind bereit, eine große Portion Quälereien und Demütigungen hinzunehmen, um "ihr eigener Gott" werden zu können, wie dies die Satanisten seit Crowleys (Order of The Golden Dawn; Ordo Templis Orientis und Ableger) Zeiten versprechen: "Tu was du willst, ist das (einzige) Gesetz." Das Gesetz der Täter ritueller Mißhandlungen, die - zumindest in abgeschwächter Form und vorübergehend, im Gegensatz zu den endgültig "Geopferten" - auch Opfer sind.



Und auch die Täter, die sich dafür entscheiden, "bewußt böse" zu sein - z.B. eine sadistische, antisoziale Persönlichkeitsstruktur haben bzw. sich "bewußt bösen" Kreisen anschließen (organisiertes Verbrechen, Kinderpornografieringe etc.) - zieht es zur satanistischen "Religion", die immer a fond faschistisch ist und eine erhebliche Affinität zu alt- und neofaschistischen Gruppierungen hat (ebenso wie umgekehrt).



In ihrer Ideologie greifen Satanisten auf Gedanken zurück wie den Darwinismus (survival of the fittest - das Überleben der Geeignetsten), Nietzsches Theorie vom "übermenschen" und seinem "Willen zur Macht" sowie auf faschistisches Gedankengut.



Hinzu kommen seit Mitte des 19. Jahrhunderts, beginnend in den USA, okkultistische und geheimbündlerische (z.B. Freimaurer-) Philosophien und Anleihen beim Hinduismus (Karma) sowie die Anwendung von Hypnose bei Ritualen und zur Indoktrinierung.



Schwarze und weiße (Wicca-)Magie als Mittel zur Bewußtseins-erweiterung, unter Zuhilfenahme von Drogen, wurde propagiert. Einer von Crowleys Schülern, Jack Parsons, versuchte Ende der 40er Jahre zusammen mit Ron Hubbard - später der Gründer von Scientology, ein "moon child" zu schaffen - ein Dämonenkind mit magischen Kräften.


Ende Zitat






(Quelle)


In diesem Zusammenhang siehe mein Eintrag "Wicca" vom 8. August 2008: "... Notwendig ist außerdem die Etablierung von Gruppen mit basisdemokratischer Verfassung." Siehe außerdem der Beitrag "Dissoziative Störungen"

Mittwoch, 13. Januar 2010

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Michaela Huber
Workshop
Rituelle Gewalt und Austieg aus Täterzusammenhängen



29. und 30. Oktober 2010
Clarion Hotel, Göttingen







"Rituelle Gewalt als organisierte sadistische Ausbeutung, die ritualisierten Charakter hat, kommt in der sog. „Kinderpornografie“ und „Kinderprostitution“ ebenso vor wie in der Zwangsprostitution von Jugendlichen und Frauen sowie in destruktiven Kulten (in Afrika auch bei der „Ausbildung“ von Kindersoldaten). Zweck ist die systematische „Abrichtung“ von Kindern und Frauen zur Benutzung für die jeweilige Tätergruppe. Wenn wir die Opfer behandeln, müssen wir beachten, dass sie sehr häufig auch gezwungen wurden, andere Opfer für Misshandlungen auszuwählen und/oder sie selbst zu foltern. (Kindliche) Opfer werden durch Verwirrung, bizarre Szenarien, der Vermittlung des Gefühls, sie seien „auserwählt“ sowie extreme Folter gezielt in ihrer Identität gespalten und müssen Dissoziation benutzen, um zu überleben. Was sollten wir bei der Aussteiger-Beratung und der traumazentrierten Psychotherapie mit Opfern ritueller Gewalt besonders beachten? Wie helfen wir ihnen, aus der zerstörerischen Bindung an die Täter äußerlich und innerlich zu entkommen? Wie gewinnen wir Täterintrojekte zur Mitarbeit? Was tun gegen systematisch ausgeführte Befehle (Programme“)? Wie unterscheiden wir „falsche“ von „echten“ Überlebenden? Mit Video-Demonstration und drei Stunden Fallsupervision."





Vorträge und Folien
Bei Pogramm-Problemen Schnellansicht über Stichworte-Suche
bei Google









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Dienstag, 9. April 2013































Youtube - Video: Granatapfel schälen und essen.
Und dann kann man natürlich auch noch ent.saften.
Literatur: Michaela Döll, Heilfrucht Granatapfel -
Zellschützend. Gefäßschützend, Hormonausgleichend. Vitalisierend.
Anwendungen von A - Z























Freitag, 28. August 2009

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Leider stimmt laut meinem Rechner weder die Datenbank im Blog des Holdenhof noch die im ISLA-Blog. Ich erhalte soeben für einige prägnante Stichwörter null Treffer. Beispiel: "Terroristen" "Soldaten" "Trauma". Die Beiträge habe ich teilweise noch im Kopf und scrolle daher durch das Blog-Archiv. Dieser Beitrag wurde zum Beispiel nicht gefunden. Die Verlinkungen im Beitrag funktionieren nicht mehr. Ich versuche auf dieser Seite, das Dokument zum Thema "Hell sehen nach Trauma, Mindcontrol, Dissoziation" wieder zu finden. Ulrich Gresch zitiert unter anderem die Trauma-Psychologin Michaela Huber, die in ihrer Praxis die merkwürdig starke Energie und die Fähigkeit einzelner Patienten erlebt hat, hell zu sehen. Die CIA beispielsweise entwickelte laut Gresch selbstverständlich Begehrlichkeiten und zielte in Versuchsreihen wie MKultra darauf ab, die Probanden absichtlich zu spalten, zu dissoziieren, um den spukhaften Geistertalk für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Außerdem halten sich diverse Dienste gerne in Hexenkreisen auf und versuchen, die falschen von den echten Schamaninnen zu unterscheiden. Manche lässt sich gerne einspannen für verschiedene Zwecke. Alles klar ... ? Es gibt zu diesem Thema natürlich auch hübsche Fernsehfilme. Null Treffer - jedenfalls von meinem Rechner - auch zu "Counterintelligence". Gefunden habe ich meinen eigenen Beitrag schließlich über Google.









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Dienstag, 26. August 2008

Täterschaft, Trauma und Traumafolgen

... Dadurch und durch das Begehen von grausamen Handlungen an anderen Lebewesen lernt das Kind, es sei "genauso wie" die Täter. Diese Fehlinformation aufzudecken, wird der Kern der Befreiungs-arbeit sein. Viele Überlebende behalten in sich einen "unzerstörten und unzerstörbaren innneren Kern", der bei ihrer Befreiung helfen kann.



Opfer, die gezwungen werden, Verbrechen zu begehen, sind keine Verbrecher und sollten auch nicht so behandelt werden. Dies haben z.B. die Siegermächte des 2. Weltkriegs eingesehen, als sie diejenigen Internierten in Konzentrationslagern, die gezwungen waren, andere zu selektieren, zu quälen und zu töten, nach der Befreiung zu Recht nicht unter Anklage gestellt haben. Wir brauchen also heute ebenfalls gesetzliche Möglichkeiten wie Zeugenschutz, Opferschutzprogramme und Kronzeugenregelung, um Aussagen von Überlebenden zu ermöglichen, die sonst Angst haben, sich selbst belasten zu müssen und dadurch im Gefängnis zu landen.



Im Bereich organisierte Kriminalität und rituelle Gewalt gibt es Täter und Opfer-Täter. Die Täter haben tatsächlich die Wahl, was sie tun und nicht tun. Die Opfer-Täter werden gezwungen, Grausamkeiten an anderen Lebewesen zu begehen; andernfalls sind sie vom Tode bedroht. Kein Täter im Kultbereich wird normalerweise Außen-stehende versuchen davon zu überzeugen, dass er schreckliche Dinge getan hat, für die er bestraft werden müsse. Es sind die Opfer, die glauben, dass sie schuldig und schlecht sind und bestraft werden müssen - aufgrund der Gehirnwäsche, denen sie durch die Täter ausgesetzt waren. In der Regel werden sie gezwungen, Grausamkeiten zu begehen, was sie nur in dissoziativem Zustand fertig bringen - und danach heißt es: "Schau dir an, was du getan hast! Du bist schlecht, ein Killer, man muß die Menschheit vor dir schützen! Nur bei uns bist du sicher. Wir werden dich nicht verraten - wenn du uns nicht verrätst, aber hier haben wir den Videobeweis, was du getan hast, und wenn du redest, dann ..."




Ein zentraler Punkt der Befreiungsarbeit (die häufig in Beratungs-stellen stattfindet), ist also, den Opfern und Überlebenden zu verdeutlichen: Wenn man machtlos ist, keine wirklich Wahl hat und unter gewalttätiger Kontrolle durch die Misshandler steht, war das, was man tat, ein Bestandteil der Viktimisierung. Dann hat man es nicht gewählt, Täter zu sein (...). Außerdem kann eine Tätergruppe es sich nicht leisten, das zu tun, vor dem sich Überlebende ritueller Gewalt fürchten, nämlich das Video mit ihren angeblichen freiwillig begangenen kriminellen Handlungen an die Polizei zu schicken - schließlich hätten die Filmer als nächstes eine kriminalpolizeiliche Ermittlung zu befürchten.



Allerdings gibt es auch Opfer, die zu Tätern werden und dann durchaus Freiheitsgrade ihren Handlungen erleben und sich bewusst für "das Böse" entscheiden können. Dies in der Beratung bzw. Therapie mit den Überlebenden sorgfältig zu explorieren und von reinen "Handlungsautomatismen" und erzwungenen Misshandlungen zu unterscheiden, ist auch Aufgabe der begleitenden Unterstützer- bzw. BehandlerInnen! Täterschaft, die verinnerlicht wurde und zum autonomen Bestandteil der Persönlichkeit geworden ist, zeigt sich oft auch außerhalb des Bereiches ritueller Gewaltszenarien, z.B. im Alltag gegenüber Schutzbefohlenen, Kindern, Haustieren ...




Quelle:
Michaela Huber, Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 1, Junfermann Verlag Paderborn 2007

Mittwoch, 27. Januar 2010

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Eine Geschichte religiöser Begründungen für antisoziales Verhalten.
Auszug aus Michaela Huber - Destruktive Kulte und rituelle Misshandlung:




Die Gestalt Satans ist uralt. Im Tal des Indus fand man eine im Jahre 3000 vor Christus hergestellte Figurine; sie stellte einen Mann mit Ziegenkopf dar, der mit übereinander gekreuzten Beinen sitzt und von Tieren umgeben ist, die ihn anbeten. Ritualisierter Sex als Fruchtbarkeitsritus und Kindsopfer waren in der frühen semitischen wie in vielen anderen Religionen häufige Praktiken.





Doch es blieb dem Christentum vorbehalten, die Dualität zum zentralen Thema zu machen: Hier das Gute, dort das Böse. Hier Gott, dort Satan. Die Guten kämpfen gegen das Böse und umgekehrt, so wie Gott und Satan sich ewig bekämpfen. Das Schicksal der Menschheit wie der einzelnen Menschen entscheidet sich danach, wie gut sie waren zu Lebzeiten: Himmel oder Hölle.





Es gibt zwei grundlegende Elemente des Satanismus:
die Vorstellung der Welt als letztlich von bösen oder feindseligen Kräften kontrolliert (die Hölle auf Erden); und die Figur des Magiers als Helden, der diese feindseligen Kräfte kontrollieren kann.





Seit der Spätantike fällt auf: Immer wenn eine (Volks-)Gruppe sich für zum Untergang verdammt hielt oder wenn sie sich bewußt antisozial verhielt und eine Art religiöser Rechtfertigung bedurfte, entwickelte sie eine Faszination für eine Art "auf den Kopf gestellte" offizielle Religion und für Schwarze Magie. Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich in solchen Gruppen die Überzeugung, es sei wünschenswert und möglich, die Macht Satans nicht nur anzubeten und sie um Hilfe zu bitten, sondern sie auch zu manipulieren und zu eigenen Zwecken zu nutzen. Judith Spencer beschreibt in ihrem Buch "Jenny" die Innenansicht eines satanischen Kults, aus der Sicht eines ihrer weiblichen Opfer. Die Kultideologie wird so zitiert:
"Die Bösen können nicht in den Himmel. Wer böse ist, kommt in die Hölle, ein von Satan regiertes Flammenmeer. Diejenigen, die Satan dienen, werden in die Hölle kommen, doch nicht verbrennen."





Wer sich selbst als "verdammt" oder "dem Untergang geweiht" ansieht, ist anfällig für das Gedankengut satanischer Kulte. In heutigen Zeiten sind dies "Underdogs" und "Dropouts" sowie die Anhänger jeglicher Gegenkultur, seien es Faschisten oder New Age-Jünger. Sie sind bereit, eine große Portion Quälereien und Demütigungen hinzunehmen, um "ihr eigener Gott" werden zu können, wie dies die Satanisten seit Crowleys (Order of The Golden Dawn; Ordo Templis Orientis und Ableger) Zeiten versprechen: "Tu was du willst, ist das (einzige) Gesetz." Das Gesetz der Täter ritueller Mißhandlungen, die - zumindest in abgeschwächter Form und vorübergehend, im Gegensatz zu den endgültig "Geopferten" - auch Opfer sind.





Und auch die Täter, die sich dafür entscheiden, "bewußt böse" zu sein - z.B. eine sadistische, antisoziale Persönlichkeitsstruktur haben bzw. sich "bewußt bösen" Kreisen anschließen (organisiertes Verbrechen, Kinderpornografieringe etc.) - zieht es zur satanistischen "Religion", die immer a fond faschistisch ist und eine erhebliche Affinität zu alt- und neofaschistischen Gruppierungen hat (ebenso wie umgekehrt).





In ihrer Ideologie greifen Satanisten auf Gedanken zurück wie den Darwinismus (survival of the fittest - das Überleben der Geeignetsten), Nietzsches Theorie vom "übermenschen" und seinem "Willen zur Macht" sowie auf faschistisches Gedankengut."









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