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Mittwoch, 17. Februar 2010

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"Wir alle sind verführbar"
Interview mit Philip Zimbardo
Website




Professor Zimbardo, ist der Mensch im Kern böse?



Nein, gar nicht. Um es extrem zu formulieren: Viele Menschen haben keinen Kern. Wer wir sind, und wer wir glauben, dass wir sind, ist geformt von Gewohnheiten, von Situationen, die wir kennen. Gleiche Freunde, gleiches Essen, gleiche Orte: Das gibt uns das Gefühl von Kontrolle. Das Böse entsteht fast immer dann, wenn jemand in eine ungewohnte, neue Situation kommt, wo die alten Gewohnheiten nicht funktionieren. Automatisch versucht man herauszufinden, was dort die akzeptierte Form des Verhaltens ist. Wenn das Rassismus und Misshandlung sind, ist die Gefahr groß, dass man mitmacht.







Stichwort: Milgram-Experiment, das unter der Leitung von Professor Zimbardo stattfand:





"als individuen handelten sowohl die nazi- als auch die US-menschenquäler nach denselben strickmustern. näheres dazu unter dem stichwort "milgram-experiment". insofern, auf menschlich-individueller ebene gibt es keinen unterschied. beide wähnten, im auftrag einer "höheren macht" zu handeln, beide hielten ihre schwäche (nämlich ihre unfähigkeit, sich unmenschlichen anordnungen zu widersetzen) für stärke (angesichts des von ihnen verursachten leids).
"Zwar war auch schon lange bekannt, dass Ärzte und Psychologen bei der Folter behilflich waren (Abu Ghraib, die Folter und die Mitverantwortung der Ärzte, Das Pentagon und die Folter). Das wurde jetzt erneut bestätigt. Das unter Bush und Cheney aufgebaute Folter- und Unrechtssystem übte sicher erheblichen Druck auf alle in der Befehlskette aus, erschreckend ist allerdings doch immer wieder, wie die Menschen – bis hinauf in die intellektuelle "Elite" (Die intellektuellen Wegbereiter von Folter und Willkürjustiz) - fügen, Gutachten zur Rechtfertigung des Unrechts verfassen, Befehle befolgen und "kreativ" wie gerade Ärzte und Psychologen Ratschläge anbieten, um die Folter zu verstärken und die Opfer psychisch und physisch zu brechen (Ein System der Folter in Guantanamo).







Stichwort: Martha-Mitchell-Effekt





"Wird einer Person absichtlich oder irrtümlich von Ärzten, Psychiatern, Justiz oder Politikern eine Geistesstörung (Wahn, Paranoia) zugeschrieben, um zutreffende Erkenntnisse, die diese Person an die Öffentlichkeit bringt, zu diskreditieren, dann spricht man in der Fachliteratur vom Martha-Mitchell-Effekt. Dr. Thomas Grüter schreibt hierzu (2004, S. 12): "Die Fehldeutung von Tatsachen als Wahnideen ist unter dem Namen »Martha-Mitchell-Effekt« bekannt. Martha Mitchell war die Frau des ehemaligen US-Justizministers John Mitchell. Im Oktober 1972 wurde er beschuldigt, den Einbruch in die Wahlkampfbüros der demokratischen Partei im Watergate Hotel in Washington D.C. beauftragt zu haben. Frau Mitchell informierte mehrfach die Presse darüber, dass ihr Mann nur als Sündenbock für den eigentlichen Drahtzieher herhalten sollte: Präsident Richard Nixon. Das Weiße Haus streute daraufhin falsche Informationen über ein angebliches Alkoholproblem der Minister-gattin und unterstellte ihr Wahnideen."











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Sonntag, 19. April 2009

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Zitate u.a. aus dem Trigger-Tiger-Tank Telepolis. Kleiner Tipp: Am besten auch vor der eigenen Haustüre kehren!




"als individuen handelten sowohl die nazi- als auch die US-menschenquäler nach denselben strickmustern. näheres dazu unter dem stichwort "milgram-experiment". insofern, auf menschlich-individueller ebene gibt es keinen unterschied. beide wähnten, im auftrag einer "höheren macht" zu handeln, beide hielten ihre schwäche (nämlich ihre unfähigkeit, sich unmenschlichen anordnungen zu widersetzen) für stärke (angesichts des von ihnen verursachten leids).



auf gesellschaftlicher ebene gibt es die allseits bekannten unterschiede. die verbrechen der CIA-folterknechte und ihrer weisungsgeber flankieren eben keine systematische und industrialisierte vernichtungsmaschinerie aufgrund pauschaler
äußerlicher kriterien wie "rasse"."





"Zwar war auch schon lange bekannt, dass Ärzte und Psychologen bei der Folter behilflich waren (Abu Ghraib, die Folter und die Mitverantwortung der Ärzte, Das Pentagon und die Folter). Das wurde jetzt erneut bestätigt. Das unter Bush und Cheney aufgebaute Folter- und Unrechtssystem übte sicher erheblichen Druck auf alle in der Befehlskette aus, erschreckend ist allerdings doch immer wieder, wie die Menschen – bis hinauf in die intellektuelle "Elite" (Die intellektuellen Wegbereiter von Folter und Willkürjustiz) - fügen, Gutachten zur Rechtfertigung des Unrechts verfassen, Befehle befolgen und "kreativ" wie gerade Ärzte und Psychologen Ratschläge anbieten, um die Folter zu verstärken und die Opfer psychisch und physisch zu brechen (Ein System der Folter in Guantanamo).




Deutlich wurde dies auch wieder im Fall von Subaida, der nach seiner Übergabe an die CIA nur noch Kontakt mit einem CIA-Agenten hatte, der ihn verhörte, und einem Psychologen. Hervorgetan hatte sich aber offenbar besonders der Psychologe, wie die Washington Post aufgrund der veröffentlichten Dokumente schreibt, der nun ein Versuchsobjekt gefunden zu haben schien. Er bot – in Zusammen-arbeit mit anderen - Ideen, Methoden und Rechtfertigungen an, um den Mann zu unterwerfen, woraus die zehn "harten Verhörmethoden" – auch "einzigartig und innovativ" genannt - entstanden: extremer Schlafentzug, Schlagen, Knallen gegen eine Wand, Waterboarding, Aussetzen an Insekten, um Angst zu erzeugen, Einsperren in enge Käfige, Nacktheit, um das Selbstwertgefühl zu untergraben, Diät, die furchtbar schmeckt, laute Musik ("Dieser Geheimdienst foltert nicht"). Die Zwecke heiligen die Mittel – und natürlich alles im Dienste von Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat. Und weil der Psychologe diese Maßnahmen befürwortete und versicherte, dass dadurch keine schweren körperlichen oder psychischen Leiden verursacht würden, fanden auch die Juristen nichts dabei. Die Experten arbeiten sich zu und stützen einander."




"Der Heiler ist einzig für seinen Patienten da. Anderenfalls könnte man von ihm mit Berechtigung fordern, Menschen nicht mehr zu behandeln, die keinen Nutzen für die Gesellschaft haben oder ihr gar schaden. Chirurgen würden so schnell zu Henkern, Psychologen gäben gute Folterknechte ab, kennen sie sich doch mit den Ängsten und Motiven ihres Gegenüber besonders gut aus. Nach dem 11. September stellte sich allerdings schnell heraus, dass nicht alle Vertreter dieses Berufsstands dieser Meinung sind."





Uneingeschränkte deutsche Solidarität?




"Wird einer Person absichtlich oder irrtümlich von Ärzten, Psychiatern, Justiz oder Politikern eine Geistesstörung (Wahn, Paranoia) zugeschrieben, um zutreffende Erkenntnisse, die diese Person an die Öffentlichkeit bringt, zu diskreditieren, dann spricht man in der Fachliteratur vom Martha-Mitchell-Effekt. Dr. Thomas Grüter schreibt hierzu (2004, S. 12): "Die Fehldeutung von Tatsachen als Wahnideen ist unter dem Namen »Martha-Mitchell-Effekt« bekannt.
Martha Mitchell war die Frau des ehemaligen US-Justizministers John Mitchell. Im Oktober 1972 wurde er beschuldigt, den Einbruch in die Wahlkampfbüros der demokratischen Partei im Watergate Hotel in Washington D.C. beauftragt zu haben. Frau Mitchell informierte mehrfach die Presse darüber, dass ihr Mann nur als Sündenbock für den eigentlichen Drahtzieher herhalten sollte: Präsident Richard Nixon. Das Weiße Haus streute daraufhin falsche Informationen über ein angebliches Alkoholproblem der Ministergattin und unterstellte ihr Wahnideen."





"Die Waffen, vor denen ich seit 2001 warne und auf deren Anwendung gegen Bürgerinnen und Bürger ich aufmerksam gemacht habe - was dazu führte, dass man mich psychiatrisiert und mundtot gemacht hat - finden sich jetzt im neuen Bayerischen Polizeiaufgabengesetz (1.1.2006) unter der Formulierung: "Elektroimpulsgerät und
vergleichbare Waffen" im Art. 61 (4).
http://www.polizei.bayern.de/news/recht/index.html/5936
Art. 61 (4): "Als Waffen sind Schlagstock, Elektroimpulsgerät und vergleichbare Waffen, Pistole, Revolver, Gewehr, Maschinenpistole, Maschinengewehr und Handgranate zugelassen. Waffen können auf Anordnung des Staatsministeriums des Innern zeitlich befristet als Einsatzmittel erprobt werden."





Buchhandlung '89 in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen:
Psychologie, Opposition und Staatssicherheit Jürgen Fuchs beschreibt die schlimmen Zusammenhänge von Pychologie und Stasi.




Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR



"Dass das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR psychologische Erkenntnisse nutzte, erscheint heute als erwiesen, aber dass es dazu einen eigenen Lehrstuhl an der Geheimdienst-Hochschule hatte, wissen die wenigsten.



Mit einer Arbeit wie “Die Gewinnung Inoffizieller Mitarbeiter und ihre psychologischen Bedingungen” konnte man an dieser Stasi-Hochschule seinen Doktortitel machen und ihn bis heute auch behalten. Um das Vorgehen zu perfektionieren, entstand 1965 an der Stasi-Hochschule in Potsdam-Eiche ein Lehrstuhl für sogenannte "Operative Psychologie". Ca. 10 000 Offiziere haben dort Kurse in Psychologie gehört."






Wikipedia:



"Die Hauptaufgabe der HVA war die Auslandsaufklärung (Spionage), darunter die politische, Militär-, Wirtschafts- und Technologiespionage. Daneben zählten Aktionen gegen westliche Nachrichtendienste (Gegenspionage mittels „Eindringen“ in deren Strukturen), Sabotagevorbereitung und die so genannten „Aktiven Maßnahmen“ (Desinformation) im „Operationsgebiet“ BRD und West-Berlin zu den Aufgaben der HVA.



Bekannt geworden ist in der Öffentlichkeit die „Methode Romeo“ der DDR-Auslandsaufklärung HV A. Die Aufgabe so genannter „Romeos“ bestand seit den frühen 1960er Jahren darin, Sekretärinnen von westdeutschen Politikern durch Vortäuschung von Liebe für sich zu gewinnen (Stasi-Jargon „intim betreut“), emotional abhängig zu machen oder sogar „gezielt nachrichtendienstlich“ zum Schein zu heiraten. Die oft ledigen und einsamen Frauen, die zuvor von ostdeutschen Experten ausgesucht wurden, gaben ohne Wissen des eigentlichen Auftraggebers geheime Dokumente ihres Arbeitsbereiches an ihre Liebhaber weiter. Im Jargon der Stasi wurde der Begriff „Ficken fürs Vaterland“ zu einem geflügelten Wort für diese Einsätze (siehe auch Heiratsbetrug)[1]. Teilweise wurde den Frauen die Herkunft ihrer Partner aus anderen Staaten als der DDR „unter fremder Flagge“ vorgetäuscht."





(Siehe Hörspiel: Chiffre Morgaine in Blogland, Uneingeschränkt dienstbereit)






"In Potsdam stoppte ein Rathaus-Ausschuß die Beratungsstelle eines Stasi-kritischen Vereins. Prominente Ex-Dissidenten sind unerwünscht



... Es ist viel delikater. Eine Mehrheit von Stadtverordneten aus PDS, CDU und Bürgerbündnis überstimmten die SPD-Vertreter des Gremiums, weil ihnen der Verein und vor allem die ihn tragenden Personen nicht genehm sind. Denn die sind keine Unbekannten: in der ostdeutschen Psychiatrieszene nicht und in der Auseinandersetzung mit der Stasi-Vergangenheit schon gar nicht.



Vor allem die Psychologen und Publizisten Klaus Behnke und Jürgen Fuchs, 1977 infolge der Biermann-Affäre aus der DDR ausgebürgert und heute in der Psychosozialen Initiative tätig, sind den Potsdamer Lokalpolitikern ein Dorn im Auge. Die Bürgerrechtler rühren in der Wunde der ostdeutschen Psychologie: ihrer Verstrickung mit dem Ministerium für Staatssicherheit.



Auf einem Kongreß Ende 1993 und zuletzt in ihrem Buch „Zersetzung der Seele“ (Rotbuch Verlag 1995) leuchteten Behnke und Fuchs die Rolle der Psychologie bei der Unterdrückung in der DDR aus. Und dabei spielt Potsdam eine herausragende Rolle. An diesem Ort, genauer: in der ehemaligen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit, unterhielt man einen eigenen Lehrstuhl „Operative Psychologie“.



Wissenschaftler verdienten sich dort ihre akademischen Grade unter anderem mit Arbeiten über das effektive Anwerben und Führen von Inoffiziellen Mitarbeitern selbst im Kindes- und Jugendalter (FOCUS 13/95), sie brüteten die Strategien aus, wie Dissidenten und oppositionelle Gruppen zu „zersetzen“ seien."









Nachtrag:



Search Alias "Terra" und "Captain Kitty", ISLA-Blog. Terra meldete sich im alten ISLA-Blog als Freundin von Helens ehemaliger sehr schreibbegabter Klassenkameradin mit psychischen Problemen, nachdem diese bei der ISLA anfang, zu schreiben. Terra, die/der sehr schnell anfing, im ISLA-Blog professionell Zwietracht zu säen, unterstützte Captain Kitty leider in Attacken gegen meine Tochter bzw. schrieb nach meiner Einschätzung auch unter ihrem Namen, um zwischen den Mädchen Neid zu säen, der entstanden war, weil meine Tochter als sympathisch und gutaussehend gilt und dann auch im Gegensatz zur Freundin erste Erfahrungen mit Jungen machte. Es gibt einen Beitrag von Kitty, in dem über ein drittes Mädchen gesprochen wird, welches als Nutte bezeichnet wird, weil sie mit einem Jungen schläft. Die Anspielungen auf meine Tochter sind unverkennbar. Zur Identität von Terra habe ich eine Vermutung.
In der Schule erhielt die ehemalige Freundin dann Sonderförderung in Form von Besuchen einer Schreibwerkstatt, während meine eigene Tochter die Klasse wiederholen mußte, weil ihre Leistungen abfielen und sie gemobbt wurde, wie mir die neue Klassenlehrerin später bestätigte. Bemerkungen eines anderen Lehrers, welche von einem detailliert informierten Wissen über meinen Alltag zeugen, sind mir noch gut im Ohr. Nun ist meine Tochter allerdings gut behütet, wie ich doch sehr hoffe. Auch in diesem Fall gilt: Zahltag!






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Mittwoch, 12. Dezember 2012



















Ein Fehler von mir, einen Buch-Titel kommentarlos in die Mediathek aufzunehmen, bevor ich die letzten Seiten gelesen habe. Zum verlinkten Titel Martha Stout, Der Soziopath von nebenan:
So schön die Sätze auch klingen mögen: Zum Beweis einer allumfassenden Moral, dass alles eins sei, zitiert die Autorin verschiedene Religionsführer alter Religionen, die leider eben nicht altehrwürdige Lehren des Eins-Seins vermitteln. Die alte Religion steht für die matriarchale Form der Verehrung des Lebenden, der Gleichheit des Lebenden und die Verehrung des Leben Schöpfenden aus dem Kreislauf des Wiederkehrenden. Das ist die alte Religion. Später folgende folgende männlich monotheistische Religionen versuchten fast erfolgreich diesen Glauben für immer mit Gewalt zu zerstören. Einige der zitierten männlichen Religionsführer vermitteln eben nicht den Gedanken des allumfassenden Eins. Frauen und Ungläubige, also Andersgläubige sind eben nicht gleich, wenn es nach den Lehren der von Martha Stout zitierten Religionsführer geht.






















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Sonntag, 9. Dezember 2012

































Martha Stout (Interview)
Der Soziopath von nebenan.
Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks
Amazon: Blick ins Buch!
Anmerkung: Keine Sorge! Es kommen auch Frauen vor.
Beispielsweise der Fall Doreen Littlefield.






So schön die Sätze auch klingen mögen: Zum Beweis einer allumfassenden Moral, dass alles eins sei, zitiert die Autorin verschiedene Religionsführer alter Religionen, die leider eben nicht altehrwürdige Lehren des Eins-Seins vermitteln. Die alte Religion steht für die matriarchale Form der Verehrung des Lebenden, der Gleichheit des Lebenden und die Verehrung des Leben Schöpfenden aus dem Kreislauf des Wiederkehrenden. Das ist die alte Religion. Später folgende folgende männlich monotheistische Religionen versuchten fast erfolgreich diesen Glauben für immer mit Gewalt zu zerstören. Einige der zitierten männlichen Religionsführer vermitteln eben nicht den Gedanken des allumfassenden Eins. Frauen und Ungläubige, also Andersgläubige sind eben nicht gleich, wenn es nach den Lehren der von Martha Stout zitierten Religionsführer geht.





















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Sonntag, 16. August 2009

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So total überlegen, so souverän und selbstsicher. Und Beweise? Na wie denn, Schätzchen? Alles Verschwörungstheorien. Du weißt doch, sage das, was ist, und wir werden es immer ein bisschen paranoid nennen. Der Martha-Mitchell-Effekt.
Mein "Honorar", das eigentlich ein angemessenes Schmerzensgeld ist, wird wohl erst dann gezahlt, wenn die PR das zeigt, was ist. Ich war bereits früher als Referentin und Politologin eine Verfechterin der Demokratie. Manchmal ist es dazu durchaus notwendig, die real existierende Demokratie (Deutschland) ins Bild zu bringen, und das stört eventuell einige Geschäftsfelder. Autoritäre Psychogruppen mit wirtschaftsfaschistischen Methoden, die sich einer gewissen staatlichen Lenkung erfreuen sollen, wollen halt ungestört wirken auf internationalen Märkten. Natürlich ist es nützlich, wenn man einen Überblick über Aktivitäten auf deutschem Boden hat mit Hilfe von unfreiwilligen Lockvögeln, doch hilft man gleichzeitg den Brüdern und Schwestern im Geiste für kleine Gefälligkeiten gerne aus, gelle?








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Mittwoch, 17. Februar 2010

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"Als altersstarke Martha in Bettina Oberlis "Die Herbstzeitlosen" eroberte Stephanie Glaser 2006 die Herzen des Filmpublikums. Am 22. Februar feiert die Schweizer Volksschauspielerin ihren 90. Geburtstag. "Ich habe doch selten gemacht, was ich sollte. Das war nicht einfach mit mir, furchtbar!" So beschreibt sich Glaser im Buch "Das volle Leben", in dem die Autorin Susanna Schwager zwölf Frauen über 80 zu Wort kommen lässt."










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Donnerstag, 30. August 2012





























Mithu M. Sanyal
Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts
Verlag Klaus Wagenbach 2009
Holdenhof - Mediathek










"Es ist bezeichnend, dass das Sprechen, insbesondere das öffentliche Sprechen, von Frauen in Paulus' Argumentation mit Auflehnung verknüpft war. Wurde schon im Alten Testament die Domestizierung von Frauen - wie am Beispiel der 'großen Hure' gezeigt - mit der Entwertung der Vulva erwirkt, verhandelte man auch nach dem Übergang vom Judentum zum Christentum den Raub der Stimme und Selbstbestimmung der Frau anhand der weiblichen Geschlechtsorgane. Nur wurden diese nun nicht mehr entblößt, sondern verboten oder besser noch verleugnet.
Ein beliebtes Motiv der Marienikonographie ist die Verkündigung, in der der Heilige Geist die Jungfrau in Gestalt einer Taube durch das Ohr befruchtet, in manchen Darstellungen wird dabei sogar das Jesuskind in ihr Ohr hineingeschoben. Das Fehlen - oder das Versiegeltsein - der Vulva wird mit dem Ohr kompensiert. Maria kann damit zwar (zu)hören, aber nicht (wider)sprechen. Tatsächlich ist die einzige Aussage, die sie in der Verkündigungsszene macht: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." (Fußnote). Während Maria jedoch nicht widerspricht, weil sie im eigentlichen Sinne kein Genitale hat, durften Frauen von der Kanzel eben deshalb nicht sprechen, weil sie ein Genitale hatten. Paulus begründet seine Absage an die weibliche Predigt in seinem ersten Brief an Timotheus:





Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gesetz. (Fußnote)





Abgesehen von der offensichtlichen Irritation - wie kann Eva die Verführerin des Mannes gewesen sein, wenn Adam nicht verführt ward? - wird an diesem Zitat viererlei deutlich:






- Es muß predigende Frauen gegeben haben, sonst hätte der Apostel die weibliche Predigt nicht verbieten müssen.


- Offensichtlich hatten diese Frauen auch etwas von Gehalt mitzuteilen, schließlich lehrten sie nach seinen Worten.


- Weibliches Lehren war Paulus' Auffassung nach eng mit dem Apfel/der Vulva der Erkenntnis verbunden.


- und durch diesen/diese seien nicht nur Eva, sondern alle Frauen potentielle Gesetzesverbrecherinnen, gefährdeten somit die vom Christentum gerade etablierte Ordnung.







Um Paulus' Forderung durchzusetzen, mussten zuerst alle Indizien für sprechende, das heißt in einem kulturellen Sinne kommunizierende Frauen vernichtet werden. Denn es gab ja durchaus Beispiele für predigende Frauen in der Frühzeit des Christentums, wie etwa die Heiligen Umiltà und Cäcilia und die gelehrte Katharina von Alexandrien. Außerdem sind Abbildungen der predigenden Junia und einer predigenden Ursula erhalten sowie Überlieferungen, nach denen Martha, die Schwester der Maria von Bethanien, Teil an der Missionierung Südfrankreichs gehabt hatte und 'gar wohlredend' (Fußnote) gewesen war. Paulus selbst bezeichnete Junia als angesehene Apostelin (Fußnote), was die Kirche damit ausglich, dass sie an Junia eine Geschlechtsumwandlung vornahm und aus ihr im Laufe der Überlieferung den Apostel Junian machte. (Fußnote)
Die bedeutendste predigende Frau ist jedoch unbestreitbar die Apostelin der Apostel: Maria Magadalena. Im überlieferten Bild Maria Magdalenas vermischen sich mindestens drei biblische Figuren. Zum einen gibt es die von Jesus bekehrte Sünderin, die schweigend seine Füße mit ihren Tränen wäscht, sowie Maria von Bethanien, die dasselbe tut, zum anderen die sprechende Apostelin und Missionarin, aus der Jesus sieben Dämonen austrieb, die nicht zufällig an die sieben Schleier erinnern, die Ishtar auf dem Weg in die Unterwelt - zu sich selbst - ablegte ... Erst 1969 gab die Kirche zu, dass Maria Magdalena keine Prostituierte war."






















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Mittwoch, 11. Mai 2011

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"Sie befreite den Tanz von den Zwängen des Formalismus: Vor 117 Jahren wurde Martha Graham geboren, Grund für einen Doodle von Google."














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Freitag, 30. November 2012




















Das ist im unten genannten Fall der Vorsitzende Richter Otto Brixner: "Als er in einem Vergewaltigungsprozess gegenüber türkisch-stämmigen Angeklagten Suren aus dem Koran zitierte («der Mann darf zu Frauen gehen, wann immer er will») und anfügte, dass sich hier nicht integrieren könne, wer nach dem Koran lebe, schlugen die Wogen hoch. Der Nürnberger CSU-Stadtrat klatschte Beifall, die türkisch-islamische-Union erstattete eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Brixner ist ein Einfacher, ein Gerader. Er hat keinen familiären Juristenstammbaum vorzweisen, sondern wuchs in der Bahnhofswirtschaft von Herrenberg auf. Er hat sich hochgearbeitet aus kleinen Verhältnissen. Wie viele Prozesse er führte? Wie viele Urteile er zustande brachte? Rein mengenmäßig dürfte ihn dies nie interessiert haben - er verhandelte lieber, als sich auf Absprachen einzulassen oder Strafrabatt wegen eines frühen Geständnisses zu versprechen. Auf den Gewinn, bereits nach einem Verhandlungstag den Prozess abzuschließen, verzichtete er. Das trug ihm den Ruf ein, aufrecht zu sein - aber eben auch ordentlich hinzulangen, recht hohe Haftstrafen zu verhängen."







Wenn ich mir im unteren Blog-Beitrag hinter dem Link "diesem Fall" die Persönlichkeitsschilderung ansehe, dann tauchen da gewisse Strukturen und Persönlichkeitszuschreibungen auf, die mir "auf beiden Seiten" professionell (inszeniert?) vorkommen. Es ist immer die Frage, wer welchen Fall aus welchem Grund professionell in die Öffentlichkeit bringt oder eben versucht zu verhindern, dass dieser in die Öffentlichkeit gelangt, und welche Massenmedien daran beteiligt sind. Niemand, zumindest keiner der BlogleserInnen ist hoffentlich der Ansicht, dieser Fall aus Bayern und der Fall der psychiatrisierten Steuerfahnder aus Hessen seien die einzigen.







Dr. Reinhard Munzert! schreibt als Kommentator: "Wird einer Person absichtlich oder irrtümlich von Ärzten, Psychiatern, Justiz oder Politikern eine Geistesstörung (Wahn, Paranoia) zugeschrieben, um zutreffende Erkenntnisse, die diese Person an die Öffentlichkeit bringt, zu diskreditieren, dann spricht man in der Fachliteratur vom Martha-Mitchell-Effekt."




















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Samstag, 19. Mai 2018

20 : 39 Uhr Insider. Sorry. Ich hatte eben einige Szenen hier für das Protokoll. Und eine kurze Ansage. Family Business ... Und wer genau möchte sich einnisten und sammeln in Lubbock Town? Diese Pferde-Anspielungen ... Dort, wo die gemischten Kinder sich sehr wohlfühlen? Check Medizintechnik... Na, und wer genau möchte da in meinem Arsch .....? Oder aber dafür sorgen, dass dieser entleert wird? Gruss von Santa C laus und der Bee . By the way: Fox News Live, das blonde Teilchen mit der quadratischen Brille erhält die Profi-Antwort, die es verdient. Technikprotokoll "Bee here", siehe diverse Beiträge, und Stich Kopf oben






20 : 58 Uhr. Rechts Monitor Schwarz ist da. Siehe Bildschirm. Screenshot Beiträge untereinander Kopf Stich bzw. Bild Hand an Kopf mit Finger, militärische Haltung, ja, der untersuchende Finger, wir hatten das schon öfter, und darüber Bild grinsender Bartträger mit Ähnlichkeitsfaktor Auge:
A doctor who slipped an abortion pill into his pregnant girlfriend's tea was sentenced to 20 years in prison Friday, however, he will serve only three years.






Mit dem Bild einer Packung "Junk Food", ja, diese beiden oo, siehe heute auch der Food-Service in rosa schwarz auf dem Rad, der Text darunter: Martha Rosenberg: Anti-Depressants are now found in environmental waterNot only were anti-depressants pushed on the public but now the drugs are being found in water.






Insider. Wohl eine Wut-Reaktion ...






Und nun noch etwas völlige anderes. Insider-Anmerkung. Schick, das Teil. Ich meine das alte Auto. Ein Jaguar. Das springende Teil? Und die Farbe? Das trifft dann fast die Rollerfarbe. Und dann die winkenden Hände, der Arm oben an der Querstange. Och, das wurde eben gelöscht? Nein, das ist falsch. Die wurden nicht gelöscht. Wir hatten das Thema heute ... !

https://www.facebook.com/WorldNewsTonight/videos/10156003674999818







21.54 Uhr. Beleuchtung auf dem Moos draussen ist an. Lauter Knallgeräusche hier. Und eine alte Symbolik. Die Zunge, auch schon mal im Verkauf in Österreich in der Metzgerei, Übelkeit der Kinder etc. Manche führen auch Hunde mit dickem Kopf und rötlichem Fell und blauer Zunge an der Leine ... So. Check Medizintechnik Zunge zum wiederholten Male. Wer möchte da wen begleiten mittels Technik? Dieses Mal kurz nach dem Anruf bei Helen. Zwei Mal Knacken in der Leitung? Technisches Protokoll. Ja ja .... So. Nächste in der Technik ab zur Bearbeitung

By the way: Bildschirmprotokoll "Epona" und Bogen ...









22.39 Uhr. nächstes stück scheisse in der medizintechnik entsorgen... check ziehen unterleib und screenshot tumblr it can burn ... so so

Montag, 1. Juni 2009

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Heute morgen trudelt in meinem Account der Newsletter einer Frauengruppe ein, die ich bisher gerne zitiert habe. Leider zeigt mir aber nun der Inhalt, dass hier allzu sehr Interessenpolitik betrieben wird, die nicht im Interesse von Frauen sein kann, die es ernst meinen mit der Gleichberechtigung. Der Inhalt unter anderem: Ein Werk über eine Forscherin, die davon überzeugt ist, dass Juden und Muslime den gleichen Gott anbeten - deshalb wahrscheinlich auch der Hinweis auf den Artikel einer der Gründerinnen der Frauengruppe über die moderne Vielehe - außerdem ein paar Sätze über den angeblich allzu pornografischen Blickwinkel mancher ForscherInnen. Nun, dann setze ich jetzt mal ein Zitat aus dem unten genannten Buch von Mithu M. Sanyal ins Blog:





"Es ist bezeichnend, dass das Sprechen, insbesondere das öffentliche Sprechen, von Frauen in Paulus' Argumentation mit Auflehnung verknüpft war. Wurde schon im Alten Testament die Domestizierung von Frauen - wie am Beispiel der 'großen Hure' gezeigt - mit der Entwertung der Vulva erwirkt, verhandelte man auch nach dem Übergang vom Judentum zum Christentum den Raub der Stimme und Selbstbestimmung der Frau anhand der weiblichen Geschlechtsorgane. Nur wurden diese nun nicht mehr entblößt, sondern verboten oder besser noch verleugnet.
Ein beliebtes Motiv der Marienikonographie ist die Verkündigung, in der der Heilige Geist die Jungfrau in Gestalt einer Taube durch das Ohr befruchtet, in manchen Darstellungen wird dabei sogar das Jesuskind in ihr Ohr hineingeschoben. Das Fehlen - oder das Versiegeltsein - der Vulva wird mit dem Ohr kompensiert. Maria kann damit zwar (zu)hören, aber nicht (wider)sprechen. Tatsächlich ist die einzige Aussage, die sie in der Verkündigungsszene macht: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." (Fußnote). Während Maria jedoch nicht widerspricht, weil sie im eigentlichen Sinne kein Genitale hat, durften Frauen von der Kanzel eben deshalb nicht sprechen, weil sie ein Genitale hatten. Paulus begründet seine Absage an die weibliche Predigt in seinem ersten Brief an Timotheus:




Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gesetz. (Fußnote)





Abgesehen von der offensichtlichen Irritation - wie kann Eva die Verführerin des Mannes gewesen sein, wenn Adam nicht verführt ward? - wird an diesem Zitat viererlei deutlich:




- Es muß predigende Frauen gegeben haben, sonst hätte der Apostel die weibliche Predigt nicht verbieten müssen.


- Offensichtlich hatten diese Frauen auch etwas von Gehalt mitzuteilen, schließlich lehrten sie nach seinen Worten.


- Weibliches Lehren war Paulus' Auffassung nach eng mit dem Apfel/der Vulva der Erkenntnis verbunden.


- und durch diesen/diese seien nicht nur Eva, sondern alle Frauen potentielle Gesetzesverbrecherinnen, gefährdeten somit die vom Christentum gerade etablierte Ordnung.





Um Paulus' Forderung durchzusetzen, mussten zuerst alle Indizien für sprechende, das heißt in einem kulturellen Sinne kommunizierende Frauen vernichtet werden. Denn es gab ja durchaus Beispiele für predigende Frauen in der Frühzeit des Christentums, wie etwa die Heiligen Umiltà und Cäcilia und die gelehrte Katharina von Alexandrien. Außerdem sind Abbildungen der predigenden Junia und einer predigenden Ursula erhalten sowie Überlieferungen, nach denen Martha, die Schwester der Maria von Bethanien, Teil an der Missionierung Südfrankreichs gehabt hatte und 'gar wohlredend' (Fußnote) gewesen war. Paulus selbst bezeichnete Junia als angesehene Apostelin (Fußnote), was die Kirche damit ausglich, dass sie an Junia eine Geschlechtsumwandlung vornahm und aus ihr im Laufe der Überlieferung den Apostel Junian machte. (Fußnote)
Die bedeutendste predigende Frau ist jedoch unbestreitbar die Apostelin der Apostel: Maria Magadalena. Im überlieferten Bild Maria Magdalenas vermischen sich mindestens drei biblische Figuren. Zum einen gibt es die von Jesus bekehrte Sünderin, die schweigend seine Füße mit ihren Tränen wäscht, sowie Maria von Bethanien, die dasselbe tut, zum anderen die sprechende Apostelin und Missionarin, aus der Jesus sieben Dämonen austrieb, die nicht zufällig an die sieben Schleier erinnern, die Ishtar auf dem Weg in die Unterwelt - zu sich selbst - ablegte ... Erst 1969 gab die Kirche zu, dass Maria Magdalena keine Prostituierte war.







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Mittwoch, 16. März 2011

Sanyal, Mithu M.

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Mithu M. Sanyal,
Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts
Verlag Klaus Wagenbach 2009
Holdenhof - Mediathek











"Es ist bezeichnend, dass das Sprechen, insbesondere das öffentliche Sprechen, von Frauen in Paulus' Argumentation mit Auflehnung verknüpft war. Wurde schon im Alten Testament die Domestizierung von Frauen - wie am Beispiel der 'großen Hure' gezeigt - mit der Entwertung der Vulva erwirkt, verhandelte man auch nach dem Übergang vom Judentum zum Christentum den Raub der Stimme und Selbstbestimmung der Frau anhand der weiblichen Geschlechtsorgane. Nur wurden diese nun nicht mehr entblößt, sondern verboten oder besser noch verleugnet.
Ein beliebtes Motiv der Marienikonographie ist die Verkündigung, in der der Heilige Geist die Jungfrau in Gestalt einer Taube durch das Ohr befruchtet, in manchen Darstellungen wird dabei sogar das Jesuskind in ihr Ohr hineingeschoben. Das Fehlen - oder das Versiegeltsein - der Vulva wird mit dem Ohr kompensiert. Maria kann damit zwar (zu)hören, aber nicht (wider)sprechen. Tatsächlich ist die einzige Aussage, die sie in der Verkündigungsszene macht: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." (Fußnote). Während Maria jedoch nicht widerspricht, weil sie im eigentlichen Sinne kein Genitale hat, durften Frauen von der Kanzel eben deshalb nicht sprechen, weil sie ein Genitale hatten. Paulus begründet seine Absage an die weibliche Predigt in seinem ersten Brief an Timotheus:





Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gesetz. (Fußnote)





Abgesehen von der offensichtlichen Irritation - wie kann Eva die Verführerin des Mannes gewesen sein, wenn Adam nicht verführt ward? - wird an diesem Zitat viererlei deutlich:






- Es muß predigende Frauen gegeben haben, sonst hätte der Apostel die weibliche Predigt nicht verbieten müssen.


- Offensichtlich hatten diese Frauen auch etwas von Gehalt mitzuteilen, schließlich lehrten sie nach seinen Worten.


- Weibliches Lehren war Paulus' Auffassung nach eng mit dem Apfel/der Vulva der Erkenntnis verbunden.


- und durch diesen/diese seien nicht nur Eva, sondern alle Frauen potentielle Gesetzesverbrecherinnen, gefährdeten somit die vom Christentum gerade etablierte Ordnung.







Um Paulus' Forderung durchzusetzen, mussten zuerst alle Indizien für sprechende, das heißt in einem kulturellen Sinne kommunizierende Frauen vernichtet werden. Denn es gab ja durchaus Beispiele für predigende Frauen in der Frühzeit des Christentums, wie etwa die Heiligen Umiltà und Cäcilia und die gelehrte Katharina von Alexandrien. Außerdem sind Abbildungen der predigenden Junia und einer predigenden Ursula erhalten sowie Überlieferungen, nach denen Martha, die Schwester der Maria von Bethanien, Teil an der Missionierung Südfrankreichs gehabt hatte und 'gar wohlredend' (Fußnote) gewesen war. Paulus selbst bezeichnete Junia als angesehene Apostelin (Fußnote), was die Kirche damit ausglich, dass sie an Junia eine Geschlechtsumwandlung vornahm und aus ihr im Laufe der Überlieferung den Apostel Junian machte. (Fußnote)
Die bedeutendste predigende Frau ist jedoch unbestreitbar die Apostelin der Apostel: Maria Magadalena. Im überlieferten Bild Maria Magdalenas vermischen sich mindestens drei biblische Figuren. Zum einen gibt es die von Jesus bekehrte Sünderin, die schweigend seine Füße mit ihren Tränen wäscht, sowie Maria von Bethanien, die dasselbe tut, zum anderen die sprechende Apostelin und Missionarin, aus der Jesus sieben Dämonen austrieb, die nicht zufällig an die sieben Schleier erinnern, die Ishtar auf dem Weg in die Unterwelt - zu sich selbst - ablegte ... Erst 1969 gab die Kirche zu, dass Maria Magdalena keine Prostituierte war."

















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