Dienstag, 12. Mai 2009

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Aus dem Newsletter Auditorium-Netzwerk:





Wir alle verfügen über Selbstheilungskräfte.
Nur, wie können wir unsere eigenen Ressourcen finden und damit unsere seelische Widerstandskraft stärken?




Das Bild, das wir mitten im Wald stehen und diesen vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können, berührt diese Frage. Anders ausgedrückt, besonders in Notsituationen oder in Zeiten des Umbruchs haben wir schwer Zugriff zu unseren inneren Kräften und Stärken. Also gerade dann, wenn wir unsere Fähigkeiten am meisten benötigen, werden wir von diesen abgespalten und und greifen automatisch (assoziativ) auf sehr früh erlernte Verhaltensweisen zurück. Mit frühen Verhaltensweisen meine ich nicht nur die entwicklungspsychologischen sondern auch die phylogenetischen, stammesgeschichtlichen.
Diese frühen Muster führen meist eher tiefer in die Krise. Sie bringen uns weg von der eigenen Ressource, jener Fähigkeit zum konstruktiven, gestalterischen Umgang mit der schwierigen Situation.




So lässt sich Depression, wenn man sie als phylogenetisches Verhalten betrachtet, als Lösungsversuch einer auswegslosen Situation sehen. Sind Kampf oder Flucht nicht mehr möglich, stellt sich ein - wie bei einigen Säugetieren immer noch praktizierter - „Totstellreflex“ ein.




Die Beutelratte hält beispielsweise ihr Herz an, wenn ihr Gegner zu mächtig ist. Auch Herzinfarkt, der nicht primär auf Arteriosklerose beruht, ist damit zu erklären. Der Mensch, der nicht mehr weiter weiß, bringt sein Herz zum Stillstand. Damit greift er auf einen uralten biologischen Reflex zurück, der in der Frühzeit sein Überleben gesichert hätte, heute allerdings eher das Gegenteil bewirkt.




Manche Zen-Meister (und ich bin sehr froh, dass ich mit einigen der großen Meister wie u. a. Thich Nhat Hanh immer wieder zu tun hatte) sind in der Lage kraft ihrer meditativen (geistigen) Fähigkeiten, ihren Herzschlag auf wenige Schläge pro Minute herunter zu fahren. In manchen Kulturen geht es sogar soweit, dass diese weit entwickelten Menschen im hohen Alter kraft ihres Geistes ihr Herz anhalten und sterben können. Das alles zeigt mir das Spektrum unsere Einflussmöglichkeiten deutlich auf.




Es gibt Wege (und zwar ganz physiologische und selbstverständlich auch psychische) vom Kopf (Geist) zum Herzen. Wir alle verfügen über Ressourcen, von denen die meisten von uns nichts wissen, die wir uns aber erschließen können. Jeder kann kreative Überlebensstrategien bei sich entdecken, die ihm helfen schwierige Lebensumstände zu meistern.




Wenn es zum menschlichen Erbe gehört, bewusst ins autonome Nervensystem einzugreifen, wozu wären wir dann noch in der Lage? Im oben beschriebenen Fall ist es die Steuerung der Herzfrequenz über den Nervus Vagus, der größte Nerv des Parasympathikus. Welche neuen Potentiale und Lebenskräfte würden wir entdecken durch einen „simplen“ Perspektivenwechsel? „Simpel“ in Anführungszeichen deshalb, weil es einerseits einfach ist, andernfalls aber eine große Herausforderung darstellt: Wir müssen lernen, die Metaperspektive (den inneren Beobachter) zu schulen, um den Wald – am besten aus der Vogelperspektive - wieder zu erkennen.
Auch hier treffen sich die Erkenntnisse der modernen Psychologie mit den großen Weisheitstraditionen der Menschheit. Ich empfehle Ihnen deshalb auch immer: Hören Sie die Aufnahmen der spirituellen Meister ebenso wie die modernen Konzepte.






Literaturempfehlung zum Thema unter anderem:




Gerald Hüther, zum Beispiel "Neurobiologische Grundlagen von Neugier und Kreativität" und "Brainwash - Einführung in die Neurobiologie"



Reddemann, Luise / Kast, Verena / Riedel, Ingrid / Hüther, Gerald: Überlebenskunst - Kreativität als Ressource






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Montag, 11. Mai 2009

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Übernachtung mit Kissenschlacht


"Aber wie erfahren, was in so einem Kinderhotel vor sich geht? Ob das gut ist für die Knirpse? Der Zielgruppe selbst kann man nicht vertrauen, die wären mit Gummibärchen zum Abendbrot und Fernsehen bis in die Puppen schon zufrieden. Es gibt nur eine Test-Möglichkeit: Ein Reporter muss selbst einchecken."






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'Großer Klima-Kongress in Essen: dort stellt man uns die scheinheilige Frage “Sind Demokratische Regime (sic) gut gerüstet für die erforderlichen Entscheidungen, oder sind autoritäre Regime dazu besser in der Lage?”'






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"Lehman Sisters hätten uns die Krise erspart"






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"Obwohl das studiVZ inzwischen von Hausmeistern und Autoverkäufern heimgesucht wird, die sich in meinVZ zu alt fühlen, sind nach wie vor genügend Studierende vorhanden, die ein gewisses Niveau aufrechterhalten könnten. Könnten, denn auch das ist interessant am Web 2.0: Auf den Schattenseiten der verschiedenen Social und Asocial Networks sind bezüglich Kommunikation und Kompetenz keine erheblichen Unterschiede festzustellen. Es gibt eben nur einen Mob - und nicht mehrere."


Der Verfasser ist Germanist und Philosoph und arbeitet als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Nordwestschweiz.







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Shakespeare ist keine echte Fälschung? Gut, dass es noch mehr davon gibt.







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