Dienstag, 6. Dezember 2011

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Der im unteren Beitrag per Glas-Post bestellte Titel sollte unbearbeitet den Weg in die Holdenhof - Mediathek finden, was sich sicher überprüfen lässt.















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" ... Während die Franks ihre Vorbereitungen trafen, um dann in ihrem Versteck passiv alles auf sich zukommen zu lassen, versuchten Tausende von anderen Juden in Holland (und in anderen europäischen Ländern) in die freie Welt zu entkommen, um zu überleben und/oder zu kämpfen. Andere, die nicht fliehen konnten, gingen in den Untergrund, und manche Familien sorgten dafür, daß jedes Familienmitglied bei einer anderen nichtjüdischen Familie untertauchte. Dem Tagebuch der Anne Frank jedoch können wir entnehmen, daß der Hauptwunsch der Franks darin bestand, wenn irgend möglich in der Weise weiterzuleben, in der sie bisher, wenn auch unter glücklicheren Umständen gelebt hatten.
Auch die kleine Anne wollte so weiterleben wie immer, und was hätte sie auch anderes tun sollen, als mit den Plänen ihrer Eltern übereinzustimmen? Doch was Anne Frank erlebte, war weder ein unausweichliches noch heldenhaftes, sondern ein ebenso schreckliches wie sinnloses Schicksal. Anne hatte - wie viele andere jüdische Kinder in Holland - eine gute Überlebenschance. Freilich hätte sie ihre Eltern verlassen und zu einer nichtjüdischen holländischen Familie ziehen müssen, die das Mädchen als ihre eigene Tochter ausgegeben hätte. Das aber hätten die Eltern in die Wege leiten müssen. Jeder, der erkennen wollte, was offenkundig war, wußte, das das Untertauchen als Familie am schwierigsten war. Wer sich zusammen mit anderen versteckte, lief Gefahr, von der SS nur zu bald aufgespürt zu werden. Wenn aber einer aufgespürt wurde, dann war es auch um alle anderen geschehen. Wenn sich dagegen jemand alleine versteckte, dann hatten die anderen noch eine Überlebenschance. Die Franks, die ausgezeichnete Beziehungen zu nichtjüdischen holländischen Familien unterhielten, hätten sicherlich einzeln untertauchen können, jeder von ihnen bei einer anderen Familie. Doch das Hauptprinzip, das ihrer ganzen Planung zugrunde lag, bestand darin, daß sie ihr geliebtes Familienleben fortführen wollten - ein zwar verständlicher, aber für damalige Zeiten überaus wirklichkeitsfremder Wunsch. Jeder andere Entschluß hätte bedeutet, daß die Franks ihr Zusammenleben hätten aufgeben müssen und es hätte auch bedeutet, daß sie sich nicht mehr der Erkenntnis der tatsächlichen Lebensgefahr, in der sie schwebten, verschlossen hätten.
Die Franks konnten es nicht akzeptieren, daß ihr Familienleben, so wie sie es vor der Invasion der Deutschen in Holland geführt hatten, nicht mehr ratsam war, auch wenn sie einander noch so sehr liebten; ja, im Gegenteil ein solches Familienleben war nun für sie und andere, die sich in der gleichen Lage befanden, zu einer großen Gefahr geworden.







Doch neben dem Wunsch, sich nicht zu trennen, unterliefen ihnen auch noch andere Fehler. So unterließen sie es zum Beispiel, sich auf das, was höchstwahrscheinlich geschehen würde, angemessen vorzubereiten.
Es besteht kein Zweifel daran, daß sich die Franks, wenn sie es nur gewollt hätten, während ihrer Vorbereitungen vor dem Untertauchen, ja sogar im Untergrund selbst, mit Waffen hätten versorgen können. Hätten sie zum Beispiel eine Pistole gehabt, hätte Herr Frank zumindest einen oder zwei Männer von der "grünen Polizei", die sie holen kam, erschießen können. Diese Polizei war knapp am Personal, und der herrschende Polizeistaat hätte sich ziemlich schwergetan, wenn auf jeden verhafteten Juden ein SS-Mann gekommen wäre. Sogar ein Metzgermesser, das aufzutreiben sicher nicht schwierig war, hätte zur Selbstverteidigung ausgereicht. Das Los der Franks, die alle, außer dem Vater, ums Leben kamen, wäre deshalb nicht unbedingt anders ausgefallen, doch hätten sie ihr Leben teuer verkaufen können, anstatt widerstandslos in den Tod zu gehen. Nur ist es eben so, daß sich Herr Frank - von dessen Mut im ersten Weltkrieg wir wissen - vermutlich tapfer geschlagen hätte, aber nicht jeder kann den Plan fassen, diejenigen zu töten, die darauf aus sind, ihn selbst umzubringen. Doch gibt es andererseits sicher eine ganze Anzahl von Menschen, die, während sie nicht im Traum daran dächten, jemanden umzubringen, in einer solchen Situation sicher durchaus bereit wären, diejenigen zu töten, die darauf aus sind, nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Frauen und Kinder zu ermorden.







Ein völlig anderes Problem wäre ein Fluchtplan für den Fall gewesen, daß man sie aufgespürt hätte. Das Versteck der Franks hatte nur einen Eingang, selbst einen annehmbaren Notausgang gab es nicht. Trotzdem dachten sie in den vielen Monaten, die sie in ihrem Versteck zubrachten, nicht daran, für einen solchen Ausweg zu sorgen. Auch andere Fluchtpläne entwickelten sie nicht, ja sie dachten nicht einmal daran, daß einer von ihnen - in diesem Fall wohl Herr Frank selbst - die Polizei in dem schmalen Eingang, wenn nötig mit Gewalt so lange aufhalten konnte, bis die anderen Familienmitglieder hätten fliehen können - entweder über die Dächer der Nachbarhäuser oder über eine Leiter zu der Gasse hinunter, die hinten an ihrem Haus vorbeiführte.
Alle diese Entschlüsse hätten als Voraussetzung die Erkenntnis der verzweifelten Lage haben müssen, in der sie sich befanden, sowie daraus sich ergebende Überlegungen, wie dieser Lage beizukommen sein könnte. Das wäre durchaus möglich gewesen, selbst unter diesen schrecklichen Bedingungen, denen die Juden nun, nach dem Einmarsch der Nazis in Holland, ausgesetzt waren.
Es existieren viele andere Berichte, die klar belegen, daß derartige Lösungen möglich waren. Es gibt zum Beispiel die Geschichte von Marga Minco, einem Mädchen, ungefähr so alt wie Anne Frank, das die Judenverfolgung damals überlebte und später darüber berichtete: Marga Minco, Bitter Herbs, New York 1960."







Aus:
Anne Frank - Eine verpasste Lektion,
In: Bruno Bettelheim: Erziehung zum Überleben.
Zur Psychologie der Extremsituation
Holdenhof - Mediathek
























Das bittere Kraut: "Marga Minco schildert in diesem Buch den Untergang einer jüdischen Familie, ihrer eigenen, während der Naziokupation der Niederlande. Zu dieser Zeit ist sie noch ein junges Mädchen. Ihre Schilderung beginnt mit dem Einmarsch der deutschen Truppen, den sie in Breda erlebt, beschreibt ihre Flucht vor den Nazis und endet kurz nach dem Krieg. Sie bewahrt in ihrer Chronik eine sehr große Nüchternheit und Distanz. Es ist ein stilles Buch und gerade deswegen so eindringlich. Trotzdem ist ihr Stil wunderbar zu lesen. Da keine konkreten Greuel geschildert werden, kann man dieses Buch auch jungen Lesern an die Hand geben. Es regt an Fragen zu stellen."
(Holdenhof - Mediathek)






Marga Minco, Nachgelassene Tage.
Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas.
(Holdenhof - Mediathek)





"Ich verließ meine Schwester und bleichte mir die Haare." Dieser Satz beschreibt die letzte Begegnung zweier Schwestern während des Zweiten Weltkrieges in einem Haus in Amsterdam. Die eine beschließt, in einem Versteck in der Großstadt unterzutauchen, während die andere, Bettie, auf den rechtzeitigen Sieg über das Böse vertraut. Betties Leben hat in Auschwitz ein grausames Ende gefunden. Daran denkt ihre Schwester, als sie viele Jahre später wieder am Wedemerplein steht. Die Bitte ihrer Schwägerin Eva hat sie hierhergeführt, denn Evas Familie hatte vor der Deportation ihren Nachbarn die Dinge zur Aufbewahrung anvertraut, nach denen sich Eva heute noch sehnt, vor allem nach einer filigranen blauen Schüssel, auf der Vögel abgebildet sind, die in die Freiheit fliegen. Die Bemühungen, diese Schüssel wiederzuerlangen, öffnen den Weg zurück in die Vergangenheit. Die Reaktionen der Betroffenen zeigen in erschreckender Deutlichkeit, wie sehr das, was damals geschah, auch heute noch zur Realität gehört."

















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Wasch-Maschine














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"Deshalb meine Forderung, dass diese Spurenakten zu den Hauptakten beigezogen werden, denn dann gehören sie zu den Akten des Strafverfahrens und die Bundesanwaltschaft könnte umfassend Einsicht gewähren. Bisher läuft dies nach Polizeirecht und hier haben die Anwälte der Opfer angeblich aus Datenschutzgründen keinen Anspruch in die Einsicht der Polizeiakten. Die Forderung, diese Spurenakten vollständig und ungeschwärzt zur Verfügung zu stellen und zu den Hauptakten beizuziehen ist nun vom bayerischen Landtag insbesondere von den Grünen und der SPD aufgegriffen worden.




Daneben existieren zum Oktoberfestattentat auch noch Stasi-Unterlagen...




Werner Dietrich: Ja. Seit etwa drei Jahren ist bekannt, dass die Stasi in umfassender Weise zum Oktoberfestattentat mit eigenen Agenten recherchiert hat, die teilweise in den ermittelnden westdeutschen Apparaten tätig waren: Das waren Personen aus dem bayerischen Innenministerium, aus dem bayerischen und baden-württembergischen Landeskriminalamt und auch dem Verfassungsschutz. Hier gibt es gleichfalls die Forderung, diese an die 15.000 Blätter Stasi-Unterlagen umfassend beizuziehen und bezüglich des Oktoberfestattentats und auch anderen Parallelattentaten, die mit ähnlichen Bomben in ähnlicher Weise und möglicherweise ähnlicher Täterstruktur verübt worden sind, weiter zu recherchieren.
















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Montag, 5. Dezember 2011

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"If you had the chance to change your fate ...
would you?"

















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"Das Kopftuch ist unsere Ehre - Hast du keine"?
Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach
http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/12/05/273/




Als verfassungswidrig könnte sich das zwischen Nordrhein-Westfalen und den im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Islamverbänden am 22.02.2011 „verabredete“ Beiratsmodell erweisen.[1] Plan ist, dass der KRM einen Beirat bildet, der dann legal als staatlicher Ansprechpartner funktionieren soll, um einen Religionsunterricht mit Bekenntnischarakter anzubieten.



Am 14. September 2011 wurde dazu im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz, Drucksache 15/2209) von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt (vgl. Ausschussprotokoll Drucksache APr 15/278 vom 14.09.2011).[2] Das Gesetz wird nun in den Fraktionen beraten.







Zum zehnten Dezember 2011, dem internationalen Menschenrechtstag (Human Rights Day). Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition gegen das Löhrmannsche Beiratsmodell.[3]




"... Es mag so sein, dass ‘der Mensch’ seit Jahrtausenden religiös ‘ist’ und dazu berufen, Sinn und Alltag, Denken und Hoffen autonom (hoffentlich) zu verknüpfen. Viel entscheidender ist dabei, dass der Islamische Religionsunterricht den säkularen Rechtsstaat nicht als Provisorium der Allahkratie darstellt, dass er das Grundgesetz nicht im Namen des Jenseits ironisiert und die jungen Menschen nicht allmählich von den 1948 festgelegten Standards der allgemeinen Menschenrechte (AEMR) entfremdet. Den 63. Tag der Bekundung der AEMR dürfen wir in einer Woche feiern, am Zehnten Dezember, dem Human Rights Day.
Am 14.09.2011 hätten in Düsseldorf im Haus des Landtags die Worte Millî Görüş, Muslimbruderschaft, Fiqh und Scharia (šarīʿa) problematisiert werden sollen – und dazu überhaupt erst einmal ausgesprochen werden müssen. Beides ist nicht geschehen. Nach den Gründen sollte man fragen: Ist der ZMD, insbesondere die IGD zu Scheich Yusuf al-Qaradawi (Chef des ECFR)[4] auf Distanz gegangen? Halten Islamrat und insbesondere IGMG Necmettin Erbakan für jemanden, der den Islam falsch verstanden hat? Will der KRM auch über den nordrhein-westfälischen Islamischen Religionsunterricht (IRU) dazu aufrufen, die religiösen Erklärungen oder Rechtsgutachten von Muftis wie Mustafa Cerić (im ECFR) einfach nicht ernst zu nehmen? ...




GG Art. 5 stellt fest: Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Ein vermitteltes, ‘die Seele vor dem Höllenfeuer rettendes’ Menschenbild und Gesellschaftsmodell wie das des orthodoxen Islam, in dem der Nichtmuslim und die Frau glaubensgehorsam wie islamjuristisch herabgesetzt sind, wird die Schülerin oder den Schüler in einen Wertekonflikt mit dem Grundgesetz bringen."






(ISLA-Datenbank Milli Görüs)

















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"Die meisten Kibbuzim sind heute kapitalistisch organisiert..."

"Nö. Sie sind nach wie vor sozialistisch organisiert, nur setzen sie heute vermehrt auf marktwirtschaftliche Prinzipien. Bitte nicht Sozialismus mit Kommunismus verwechseln oder gleichsetzen. Im Sozialismus kann es genauso Marktwirtschaft geben (mit Blick zwar auf Rentabilität, aber ohne die übermäßige Profitgier), wie es im Kapitalismus Planwirtschaft gibt (Beispiel Deutsche Bahn und unsere 4 Energieriesen)."















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