Samstag, 28. Juni 2008
In der Kölner Buchhandlung "Licht und Schatten" auf der Ehrenstraße stellt man gerne Bücher der amerikanischen Militärberaterin Selena Fox ins Fenster. Von Starhawk beispielsweise war auf meine Nachfrage hin kein einziges Buch im Haus. Vielleicht ändert sich das ja, wenn die Nachfrage konstant wird. "Es wird Zeit, dass auch andere Klarer sehen."
Wenn ich Monica Sjöö lese, dann wird mir klar, warum mit Hilfe meiner Cookie-Köche zum Beispiel nach Betrachten dieses wieder einmal individuell gestalteten Films bei Amazon so oft "The Fountain" auf dem Bildschirm erschien. Sacred Sites und der etwas andere Landgewinn.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Eine Aufgabe der ISLA-Truppe wird es sein, jeden einzelnen Fall methodisch zu bearbeiten und dieses auch in aller Deutlicheit in einem gewissen Rahmen zu präsentieren. Ich setze hier nicht auf Einsicht der Täter, denn Gehirnwäsche lässt solche rationalen Strukturen nicht mehr zu. Das Fundament für eine Ausbreitung derartiger Systeme, der weitere Aufbau muß zerstört werden. Eine etwas andere Aufgabenteilung als diese hier wird notwendig sein, um das SS-Gefühl bei allen Beteiligten endgültig zu vernichten.
Mittwoch, 25. Juni 2008
.
Sie sagt: Wann immer ihr es nötig habt,
einmal im Monat,
am besten bei Vollmond,
sollt ihr euch zusammenfinden an geheimem Ort ...
Euch will ich Dinge lehren, noch unbekannt.
Und ihr werdet frei sein von Abhängigkeit ...
euren hohen Idealen treu bleiben;
euer Streben stets darauf richten.
Laßt euch durch nichts aufhalten oder ablenken ...
Mein ist der Kelch des Weins des Lebens
und der Kessel der Cerridwen ...
Ich bin die Mutter allen Lebendigen,
meine Liebe wird über die Erde ausgegossen ...
Ich bin die Schönheit der Grünen Erde ...
und der Weiße Mond zwischen den Sternen,
und das Geheimnis der Wasser.
Und die Sehnsucht in den Herzen der Frauen ...
Vor meinem Angesicht
laß dein innerstes Selbst sich entfalten
in Entzücken vor der Unendlichkeit ...
Wisse von dem Geheimnis:
Wenn du das, was du suchst,
nicht in dir findest,
wirst du es auch außerhalb nicht finden ...
Denn sieh,
Ich bin von Beginn an mit dir gewesen.
Und ich erwarte dich jetzt.
Sei gesegnet.
Sie sagt: Wann immer ihr es nötig habt,
einmal im Monat,
am besten bei Vollmond,
sollt ihr euch zusammenfinden an geheimem Ort ...
Euch will ich Dinge lehren, noch unbekannt.
Und ihr werdet frei sein von Abhängigkeit ...
euren hohen Idealen treu bleiben;
euer Streben stets darauf richten.
Laßt euch durch nichts aufhalten oder ablenken ...
Mein ist der Kelch des Weins des Lebens
und der Kessel der Cerridwen ...
Ich bin die Mutter allen Lebendigen,
meine Liebe wird über die Erde ausgegossen ...
Ich bin die Schönheit der Grünen Erde ...
und der Weiße Mond zwischen den Sternen,
und das Geheimnis der Wasser.
Und die Sehnsucht in den Herzen der Frauen ...
Vor meinem Angesicht
laß dein innerstes Selbst sich entfalten
in Entzücken vor der Unendlichkeit ...
Wisse von dem Geheimnis:
Wenn du das, was du suchst,
nicht in dir findest,
wirst du es auch außerhalb nicht finden ...
Denn sieh,
Ich bin von Beginn an mit dir gewesen.
Und ich erwarte dich jetzt.
Sei gesegnet.
Innerhalb des nächsten Jahres wird die ISLA eine Truppe aufbauen. Ihre Aufgabe ist der Schutz der Begegnungsstätte. Außerdem besucht sie die Mitglieder der Organisationen, die sich patriarchal faschistischer Methoden und Mittel bedienen. Ein Manuskript erteilt Auskunft.
Wer den Ausbau der ISLA und die Einrichtung einer Begegnungsstätte fördern möchte, kann sich mit mir in Verbindung setzen.
Köln, 25.06.08
Commander Morgaine
(Astrid190963)
Wer den Ausbau der ISLA und die Einrichtung einer Begegnungsstätte fördern möchte, kann sich mit mir in Verbindung setzen.
Köln, 25.06.08
Commander Morgaine
(Astrid190963)
Dienstag, 24. Juni 2008
Nicht, wie wir normalerweise glauben, im 'dunklen Mittelalter' fanden die Hexenverbrennungen statt, sondern zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert, d.h. während und nach der Renaissance, jener herrlichen Zeit, in der - wie uns erzählt wird - der männliche Geist von Trübheit und Aberglauben befreit wurde. Während Michelangelo an Skulpturen arbeitete und Shakespeare seine Stücke schrieb, wurden gleichzeitig Hexen verbrannt. Tatsächlich ging die ganze westliche Aufklärung, gingen die männlichen Berufes des Arztes, Rechtsanwalts, Richters, Künstlers aus der Asche der zerstörten Frauenkultur hervor. Männer der Renaissance feierten die Schönheit des nackten weiblichen Körpers in ihrer Kunst, während die Körper leibhaftiger Frauen zu Tausenden um sie herum geschunden und verbrannt wurden.
"Der Teufel sitzt denen im Nacken,
die die Göttin verleugnet haben."
Aus:
Monica Sjöö
"Der Teufel sitzt denen im Nacken,
die die Göttin verleugnet haben."
Aus:
Monica Sjöö
Das 11. Gebot:
Thou shalt not blog!
Dieses dringende Gebot für alle nicht-eingeweihten Wort-WählerInnen wurde mit "Generation Blogger" natürlich unmissverständlich gebrochen. Erst vor einigen Wochen gab man(n) aus Köln-Ehrenfeld mir wieder einmal den heissen Tipp, mich fernzuhalten, ich ansonsten 'den Zoo' nämlich nicht verlassen könnte. Man tat so, als ob man nicht in Kontakt sei mit dem Profi-Lover und auf einer ganz anderen Bühne spiele. Der Profi hatte allerdings vorher mir gegenüber ganz kurz erwähnt, dass eine Aufgabe in der Truppe für den um mein Seelenleben ach so besorgten Meister in nächster Zeit möglich sei. Braucht jemand übrigens noch einen Tipp für ein gut behütetes Seminarhaus mit exklusivem Esoterik-Angebot? Oder möchte sich mit frisch angeheuerten Ladies über das Wetter und andere Dinge zum Wohlfühlen unterhalten?
Mein Kommentar vom 10.6. zu einem sehr inspirierenden Text, aus dem das genannte 11. Gebot stammt:
Das ist allerschönstes Theater. Dankeschön! :-))))
Besonders dieses 'Junger Mann im (mit)lesenden Publikum, nehmen Sie die Ohrstöpsel raus, wenn Sie von älteren angesprochen werden.'
Und hier ist der Zoo-Text noch einmal:
Freitag, 21. Januar 2005
Der Freitagskommentar
Es ist Freitag abend, und Sie haben keine Lust, zwei Stunden mit der Bahn zum nächsten Date zu fahren? Kein Problem. Gehen Sie einfach auf die Deutschlandkarte von BlogPlan, klicken Ihre Stadt an, die Blogger dort sind nach Haltestellen gelistet, lesen sich die vielversprechendsten Blogs kurz durch und hoffen, dass im Blog Ihrer Wahl die Kommentarfunktion geöffnet ist. Schon dürfte der Weg zum nächsten Date nicht mehr allzu schwierig sein. Sollten Sie es für notwendig halten, erstellen Sie vorher noch kurz ein Datenprofil zwecks besserer Vorbereitung, mit ein wenig Glück finden Sie im Blog ein Foto, einen Hinweis auf die bevorzugte Rotweinmarke, das Alter sowie weitere soziodemographischen Daten, die Namen der Ex-Freunde, politische Einstellungen und mit etwas Glück sogar sexuelle Vorlieben. Das alles sortiert nach Postleitzahl und Haltestelle. Es dürfte das am besten vorbereitete Date Ihres Lebens werden! Und damit Sie das Geld für den Rosenstrauß wieder reinholen, machen Sie Ihrem neuen Kunden am Montag in der Agentur den Vorschlag, ein individuelles direct mailing mit den von Ihnen gesammelten Selektionsmerksmalen der Blogs aus dem Blogrolling Ihres Dates zu verschicken. Ich wette, Ihr Kunde freut sich dieses Mal sehr über die Rücklaufquote. Sie wollen gar kein Date? Sind einfach nur neugierig oder arbeiten im beobachtenden Gewerbe? Noch besser. Gehen Sie Golf spielen. Sie haben ab jetzt Zeit. Der Zoo verwaltet sich in Zukunft selber. Oder suchen Sie die Kollegen aus der Branche im Internet. Dazu geben Sie bei Google einfach das Stichwort "BlogPlan" ein und klicken die Links an, bei denen jemand vorschlägt, BlogPlan auch in seiner Stadt ins Leben zu rufen. Vielleicht finden Sie dort auch einen Hinweis aus unserem Buch, in dem ich im November 2003 unseren Leserinnen mit größtem Enthusiasmus von den Möglichkeiten dieser Vernetzung vorschwärmte.
Sie sammeln Blogs und selektieren nach Vorlieben und Abneigungen? Ich persönlich mag zum Beispiel, wenn auf der Verpackung eines Blogs mit der Kombination von Sex und Anarchie geworben wird. Eher weniger mag ich, wenn der Blogger dann aber auch noch mit Dominanz und Unterwerfung wirbt, das Ganze garniert mit ein bisschen Liebe. Andere Blogger sehen das gelassener und die Zahl der AnhängerInnen dieser virtuellen Spielart scheint größer zu werden, wie ich im letzten Freitagskommentar schrieb.
Bei mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Bloggern weltweit dürfte es für Sie kein Problem sein, etwas zu finden, was ganz Ihrem Geschmack entspricht. Vielleicht gefällt Ihnen Collar Purple. "TheBoss and Invidia" haben eine feste Rollenverteilung in ihrer Ehe gefunden und demonstrieren per Blog, dass die Verbindung von Hiebe und Liebe bisweilen recht ausgefallene Formen des Zusammenlebens annehmen kann. Passend zu ihrer Aufgabenteilung ist die Sorge von Invidia um das in den Medien ihrer Ansicht nach verbreitete Männerbild:
"Specifically I speak of the incompetent and stupid stereotype that is being propagated in commercials, sitcoms, and kids' cartoons. You know the stereotype of which I speak - the man who is a complete bumbling dunderhead and constantly needs his wife to help him out of bad situations, or at least to explain things to him."
Damit dieses Männerbild nicht weiter Schule macht, zeigt der Boss von Invidia auf den Fotos im Blog, dass er keine Hilfe benötigt, um ihren Hintern mit deutlich sichtbaren Streifen zu verzieren. Ob die beiden mit ihrer Seite auch Geld verdienen? Ich könnte mir für sie gut die entsprechenden Werbepartner aus dem Bereich Recruitment vorstellen. Die Potenzialanalyse zur Ermittlung berufsrelevanter Eigenschaften dürfte eine gewisse Schnittmenge zu Berufen ergeben, die auf Zucht und
(Unter-)Ordnung großen Wert legen. Hundestaffel-Führer zum Beispiel. Oder Franchisenehmer eines Boot Camps für nicht willige Teenager.
Die deutsche Blogger-Szene ist gerade dabei, das bunte Spielfeld des Sadomasochismus ebenfalls zu besetzen. Ich hätte daher an dieser Stelle gerne auf die nette kleine Geschichte eines Bloggers verlinkt, der seiner geneigten Leserschaft über das Treffen mit der "charmanten E-mail-Adresse" berichtete. Leider wurde dieser Beitrag jedoch wieder gelöscht, was ich nun gar nicht verstehen kann, hatte er sich doch wirklich zusammengerissen, "kein Scheißkerl zu sein. Nur ein bisschen Scheißkerl, gerade so, dass es nicht weh tut". Ganz gelungen scheint ihm das leider nicht zu sein, denn er lächelte, "während sie weiter meinen Schwanz in ihrem Rachen verschwinden und wieder auftauchen ließ. Sanft drückte ich ihren Kopf gegen mich, bis sie würgte. Gutes Mädchen. Kannst du auch kochen?"
Da diese kleine Episode mittlerweile aus dem Google-Cache verschwunden ist, nehme ich an, dass der Schreiber keinen gesteigerten Wert auf Verlinkung legt. Diese Geschichte ist insofern auch bedeutsam, als sie uns auf die Chancen und Risiken eines Online-Dates in Blogland aufmerksam macht. Vielleicht sollten Sie mit Ihrem Blog-Date eine schriftliche Vereinbarung treffen. Etwas im Stil von "Solltest du mich in deinem Blog-Kommentar als charmante E-Mail-Adresse bezeichnen, schreibe ich in meinem Blog über den Inhalt deines Bücherschranks. Denn das ist es, was mich wirklich an dir interessiert." Vielleicht sollten Sie sich aber auch vorher über den Beruf Ihres Blog-Dates informieren. Bleiben Sie hartnäckig. Sie finden seine Blog-Geschichten verdammt professionell geschrieben? Im ICQ hat er Ihnen erzählt, seit kurzem sei er selbstständig in der Security-Branche? Nun: Entweder ist der Mann wirklich vielfältig begabt. Das soll es ja tatsächlich geben. Oder Ihr Blogger aus der Security-Branche braucht noch etwas Inspiration für seinen nächsten Artikel, den Sie später mit etwas Glück in einem der bekannten Online-Magazine lesen können. Sie finden das ganz prima? Dann mailen Sie mich einfach an. Ich schicke Ihnen gerne die URL des entsprechenden Blogs.
Es macht Ihnen dann sicher auch nichts aus, wenn Ihr Blogger zwecks Tilgung seiner Schulden nebenbei ein Erotik-Portal betreibt und Sie heimlich mit der Digitalkamera fotografiert. Das ist schließlich immer noch besser, als wenn Ihr Sohn samstagnachmittags diese Postkarte aus dem Briefkasten holt und sie auf die Kaffeetafel legt: "Mami, du hattest doch gesagt, wir kaufen keine Lutscher, weil da soviel Zucker drin ist".
Nicht immer bleibt Ihr zweites Leben unentdeckt und es ist sicher angebracht, einige Regeln zu beherzigen. Lassen Sie sich Zeit, und lesen Sie aufmerksam die Texte im Blog Ihres Vertrauens. Wieviel gibt er von sich preis und warum tut er das? Manchmal ist der dezente Hinweis auf die wahre Identität ja wirklich gut plaziert und der Arbeitskollege erfährt endlich, es ist die Kollegin vom Schreibtisch gegenüber, in deren Blog er zwischen Weihnachten und Neujahr dieses leckere Bratenrezept fand. Die Maus wird in Zukunft ihre Kommentar-Funktion offen lassen. Und ihr Kollege ein eigenes Blog eröffnen.
Leider ist jedoch auch Blogland nicht frei von Menschen mit psychischen Problemen. Menschen mit gespaltener Persönlichkeit zum Beispiel. Da bloggt zum Beispiel jemand über Monate hinweg den ganz normalen Single-Alltag in alle Welt hinaus, die Geschichten werden immer sentimentaler, die entsprechenden Kommentare auch. Acht Jahre lang Single? Es kommt Ihnen alles so bekannt vor, irgendwie scheint er in Ihrem Leben wie ein offenes Buch zu lesen, wehmütige Erinnerungen an gemeinsames Kuscheln vor dem Einschlafen, unzählige Nächte in Kneipen mit schalem Bier und faden Gesprächen, Silvester mit Sekt und Kater ohne Katze. Wie bekannt kommt Ihnen das alles vor. Sollen Sie es also tun? Sollen Sie wirklich versuchen, mit ihm per Blog in Kontakt zu kommen? Sie zögern. Was nun? Sich im Blog einfach anmelden und Ihren ganz persönlichen Kommentar hinterlassen? Warum eigentlich nicht. Und während Sie noch überlegen, schreibt er über seinen Geburtstag. Und lichtet sowohl das Diner als auch die Frau mit dem Ehering ab. Doch. Das wollten Sie jetzt unbedingt sehen. Leider ist auch das hier Blogland. Sie werden es erfahren. Und dann an vier Möglichkeiten denken: Erstens. Der Arme ist schizophren. Zweitens. Der Typ ist pervers. Drittens. Das Blog braucht Traffic und er daher möglichst viele BesucherInnen auf seiner Seite. Viertens. Der Mann ist Gründer und Guru einer virtuellen Sekte für suchende sadomasochistische Seelen.
Alle vier Punkte sollten für Sie jedoch nur den einen Schluß zulassen: Streichen Sie das Blog sofort aus Ihrer Leselektüre, dem Blogrolling oder Ihren Bookmarks. Und besuchen stattdessen eines der zahlreichen anderen Blogs, in denen ein netter Mensch eine Menge Interessantes zu erzählen weiß. Lesen Sie seine Geschichten. Genießen sie es. Und überlegen sich vielleicht irgendwann einmal, einen netten Kommentar in seinem Blog zu hinterlassen.
Aus:
Chiffre: Morgaine in BlogLand
Dieses dringende Gebot für alle nicht-eingeweihten Wort-WählerInnen wurde mit "Generation Blogger" natürlich unmissverständlich gebrochen. Erst vor einigen Wochen gab man(n) aus Köln-Ehrenfeld mir wieder einmal den heissen Tipp, mich fernzuhalten, ich ansonsten 'den Zoo' nämlich nicht verlassen könnte. Man tat so, als ob man nicht in Kontakt sei mit dem Profi-Lover und auf einer ganz anderen Bühne spiele. Der Profi hatte allerdings vorher mir gegenüber ganz kurz erwähnt, dass eine Aufgabe in der Truppe für den um mein Seelenleben ach so besorgten Meister in nächster Zeit möglich sei. Braucht jemand übrigens noch einen Tipp für ein gut behütetes Seminarhaus mit exklusivem Esoterik-Angebot? Oder möchte sich mit frisch angeheuerten Ladies über das Wetter und andere Dinge zum Wohlfühlen unterhalten?
Mein Kommentar vom 10.6. zu einem sehr inspirierenden Text, aus dem das genannte 11. Gebot stammt:
Das ist allerschönstes Theater. Dankeschön! :-))))
Besonders dieses 'Junger Mann im (mit)lesenden Publikum, nehmen Sie die Ohrstöpsel raus, wenn Sie von älteren angesprochen werden.'
Und hier ist der Zoo-Text noch einmal:
Freitag, 21. Januar 2005
Der Freitagskommentar
Es ist Freitag abend, und Sie haben keine Lust, zwei Stunden mit der Bahn zum nächsten Date zu fahren? Kein Problem. Gehen Sie einfach auf die Deutschlandkarte von BlogPlan, klicken Ihre Stadt an, die Blogger dort sind nach Haltestellen gelistet, lesen sich die vielversprechendsten Blogs kurz durch und hoffen, dass im Blog Ihrer Wahl die Kommentarfunktion geöffnet ist. Schon dürfte der Weg zum nächsten Date nicht mehr allzu schwierig sein. Sollten Sie es für notwendig halten, erstellen Sie vorher noch kurz ein Datenprofil zwecks besserer Vorbereitung, mit ein wenig Glück finden Sie im Blog ein Foto, einen Hinweis auf die bevorzugte Rotweinmarke, das Alter sowie weitere soziodemographischen Daten, die Namen der Ex-Freunde, politische Einstellungen und mit etwas Glück sogar sexuelle Vorlieben. Das alles sortiert nach Postleitzahl und Haltestelle. Es dürfte das am besten vorbereitete Date Ihres Lebens werden! Und damit Sie das Geld für den Rosenstrauß wieder reinholen, machen Sie Ihrem neuen Kunden am Montag in der Agentur den Vorschlag, ein individuelles direct mailing mit den von Ihnen gesammelten Selektionsmerksmalen der Blogs aus dem Blogrolling Ihres Dates zu verschicken. Ich wette, Ihr Kunde freut sich dieses Mal sehr über die Rücklaufquote. Sie wollen gar kein Date? Sind einfach nur neugierig oder arbeiten im beobachtenden Gewerbe? Noch besser. Gehen Sie Golf spielen. Sie haben ab jetzt Zeit. Der Zoo verwaltet sich in Zukunft selber. Oder suchen Sie die Kollegen aus der Branche im Internet. Dazu geben Sie bei Google einfach das Stichwort "BlogPlan" ein und klicken die Links an, bei denen jemand vorschlägt, BlogPlan auch in seiner Stadt ins Leben zu rufen. Vielleicht finden Sie dort auch einen Hinweis aus unserem Buch, in dem ich im November 2003 unseren Leserinnen mit größtem Enthusiasmus von den Möglichkeiten dieser Vernetzung vorschwärmte.
Sie sammeln Blogs und selektieren nach Vorlieben und Abneigungen? Ich persönlich mag zum Beispiel, wenn auf der Verpackung eines Blogs mit der Kombination von Sex und Anarchie geworben wird. Eher weniger mag ich, wenn der Blogger dann aber auch noch mit Dominanz und Unterwerfung wirbt, das Ganze garniert mit ein bisschen Liebe. Andere Blogger sehen das gelassener und die Zahl der AnhängerInnen dieser virtuellen Spielart scheint größer zu werden, wie ich im letzten Freitagskommentar schrieb.
Bei mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Bloggern weltweit dürfte es für Sie kein Problem sein, etwas zu finden, was ganz Ihrem Geschmack entspricht. Vielleicht gefällt Ihnen Collar Purple. "TheBoss and Invidia" haben eine feste Rollenverteilung in ihrer Ehe gefunden und demonstrieren per Blog, dass die Verbindung von Hiebe und Liebe bisweilen recht ausgefallene Formen des Zusammenlebens annehmen kann. Passend zu ihrer Aufgabenteilung ist die Sorge von Invidia um das in den Medien ihrer Ansicht nach verbreitete Männerbild:
"Specifically I speak of the incompetent and stupid stereotype that is being propagated in commercials, sitcoms, and kids' cartoons. You know the stereotype of which I speak - the man who is a complete bumbling dunderhead and constantly needs his wife to help him out of bad situations, or at least to explain things to him."
Damit dieses Männerbild nicht weiter Schule macht, zeigt der Boss von Invidia auf den Fotos im Blog, dass er keine Hilfe benötigt, um ihren Hintern mit deutlich sichtbaren Streifen zu verzieren. Ob die beiden mit ihrer Seite auch Geld verdienen? Ich könnte mir für sie gut die entsprechenden Werbepartner aus dem Bereich Recruitment vorstellen. Die Potenzialanalyse zur Ermittlung berufsrelevanter Eigenschaften dürfte eine gewisse Schnittmenge zu Berufen ergeben, die auf Zucht und
(Unter-)Ordnung großen Wert legen. Hundestaffel-Führer zum Beispiel. Oder Franchisenehmer eines Boot Camps für nicht willige Teenager.
Die deutsche Blogger-Szene ist gerade dabei, das bunte Spielfeld des Sadomasochismus ebenfalls zu besetzen. Ich hätte daher an dieser Stelle gerne auf die nette kleine Geschichte eines Bloggers verlinkt, der seiner geneigten Leserschaft über das Treffen mit der "charmanten E-mail-Adresse" berichtete. Leider wurde dieser Beitrag jedoch wieder gelöscht, was ich nun gar nicht verstehen kann, hatte er sich doch wirklich zusammengerissen, "kein Scheißkerl zu sein. Nur ein bisschen Scheißkerl, gerade so, dass es nicht weh tut". Ganz gelungen scheint ihm das leider nicht zu sein, denn er lächelte, "während sie weiter meinen Schwanz in ihrem Rachen verschwinden und wieder auftauchen ließ. Sanft drückte ich ihren Kopf gegen mich, bis sie würgte. Gutes Mädchen. Kannst du auch kochen?"
Da diese kleine Episode mittlerweile aus dem Google-Cache verschwunden ist, nehme ich an, dass der Schreiber keinen gesteigerten Wert auf Verlinkung legt. Diese Geschichte ist insofern auch bedeutsam, als sie uns auf die Chancen und Risiken eines Online-Dates in Blogland aufmerksam macht. Vielleicht sollten Sie mit Ihrem Blog-Date eine schriftliche Vereinbarung treffen. Etwas im Stil von "Solltest du mich in deinem Blog-Kommentar als charmante E-Mail-Adresse bezeichnen, schreibe ich in meinem Blog über den Inhalt deines Bücherschranks. Denn das ist es, was mich wirklich an dir interessiert." Vielleicht sollten Sie sich aber auch vorher über den Beruf Ihres Blog-Dates informieren. Bleiben Sie hartnäckig. Sie finden seine Blog-Geschichten verdammt professionell geschrieben? Im ICQ hat er Ihnen erzählt, seit kurzem sei er selbstständig in der Security-Branche? Nun: Entweder ist der Mann wirklich vielfältig begabt. Das soll es ja tatsächlich geben. Oder Ihr Blogger aus der Security-Branche braucht noch etwas Inspiration für seinen nächsten Artikel, den Sie später mit etwas Glück in einem der bekannten Online-Magazine lesen können. Sie finden das ganz prima? Dann mailen Sie mich einfach an. Ich schicke Ihnen gerne die URL des entsprechenden Blogs.
Es macht Ihnen dann sicher auch nichts aus, wenn Ihr Blogger zwecks Tilgung seiner Schulden nebenbei ein Erotik-Portal betreibt und Sie heimlich mit der Digitalkamera fotografiert. Das ist schließlich immer noch besser, als wenn Ihr Sohn samstagnachmittags diese Postkarte aus dem Briefkasten holt und sie auf die Kaffeetafel legt: "Mami, du hattest doch gesagt, wir kaufen keine Lutscher, weil da soviel Zucker drin ist".
Nicht immer bleibt Ihr zweites Leben unentdeckt und es ist sicher angebracht, einige Regeln zu beherzigen. Lassen Sie sich Zeit, und lesen Sie aufmerksam die Texte im Blog Ihres Vertrauens. Wieviel gibt er von sich preis und warum tut er das? Manchmal ist der dezente Hinweis auf die wahre Identität ja wirklich gut plaziert und der Arbeitskollege erfährt endlich, es ist die Kollegin vom Schreibtisch gegenüber, in deren Blog er zwischen Weihnachten und Neujahr dieses leckere Bratenrezept fand. Die Maus wird in Zukunft ihre Kommentar-Funktion offen lassen. Und ihr Kollege ein eigenes Blog eröffnen.
Leider ist jedoch auch Blogland nicht frei von Menschen mit psychischen Problemen. Menschen mit gespaltener Persönlichkeit zum Beispiel. Da bloggt zum Beispiel jemand über Monate hinweg den ganz normalen Single-Alltag in alle Welt hinaus, die Geschichten werden immer sentimentaler, die entsprechenden Kommentare auch. Acht Jahre lang Single? Es kommt Ihnen alles so bekannt vor, irgendwie scheint er in Ihrem Leben wie ein offenes Buch zu lesen, wehmütige Erinnerungen an gemeinsames Kuscheln vor dem Einschlafen, unzählige Nächte in Kneipen mit schalem Bier und faden Gesprächen, Silvester mit Sekt und Kater ohne Katze. Wie bekannt kommt Ihnen das alles vor. Sollen Sie es also tun? Sollen Sie wirklich versuchen, mit ihm per Blog in Kontakt zu kommen? Sie zögern. Was nun? Sich im Blog einfach anmelden und Ihren ganz persönlichen Kommentar hinterlassen? Warum eigentlich nicht. Und während Sie noch überlegen, schreibt er über seinen Geburtstag. Und lichtet sowohl das Diner als auch die Frau mit dem Ehering ab. Doch. Das wollten Sie jetzt unbedingt sehen. Leider ist auch das hier Blogland. Sie werden es erfahren. Und dann an vier Möglichkeiten denken: Erstens. Der Arme ist schizophren. Zweitens. Der Typ ist pervers. Drittens. Das Blog braucht Traffic und er daher möglichst viele BesucherInnen auf seiner Seite. Viertens. Der Mann ist Gründer und Guru einer virtuellen Sekte für suchende sadomasochistische Seelen.
Alle vier Punkte sollten für Sie jedoch nur den einen Schluß zulassen: Streichen Sie das Blog sofort aus Ihrer Leselektüre, dem Blogrolling oder Ihren Bookmarks. Und besuchen stattdessen eines der zahlreichen anderen Blogs, in denen ein netter Mensch eine Menge Interessantes zu erzählen weiß. Lesen Sie seine Geschichten. Genießen sie es. Und überlegen sich vielleicht irgendwann einmal, einen netten Kommentar in seinem Blog zu hinterlassen.
Aus:
Chiffre: Morgaine in BlogLand
Jung und unschuldig
"Post-Goddess men colonize women for one reason and one reason only: they need reliable warrior-production machines."
Gestern kam eine weitere Ausgabe des 'Feigenblatt' an. Ich werde dieses Magazin wieder abbestellen. In der Ausgabe, die in meiner Post war, ist mir der Wiedererkennungswert in den Geschichten zu hoch. Außerdem sind nach meinem Geschmack zu viele unschuldig aussehende Evas auf den Fotos abgebildet, und daneben werben Ladies, die junge Ladies nach Indien begleiten wollen auf der Suche nach der Kraft des Sex und der Zerstörung. Gleichzeitig machen sich diese werbenden Ladies allerdings an anderen Orten lustig über die unschuldigen Landeier (oder so ähnlich).
Die esoterischen Menschenfischermärkte boomen. Und die feminine Form von Zuhälter ist Zuhälterin.
Auf der letzten Seite des Blattes sind drei junge Damen des Verlags abgebildet, der das zweite Blogger-Buch herausgebracht hat und in dem auch Geschichten aus der schönen neuen Welt des "Lude leichtgemacht" erscheinen. Die Ladies im Verlag sollen laut Text eine eigene Erotik-und Sex-Sparte betreuen, die sich der gewählten Worte nach offenbar an eine jüngere Leserschaft wendet.
"Lady in Heaven": Wirke auf deine Weise!
P.S.
Switching to the Goddess. Ich spiele im Dunkeln gerne Schattenspiele auf der Wand. Das Auge und der Schwan sind meine Lieblingsmotive. Märchen und Mythen der ganz besonderen Art. In der Community verschwand das Bild der Lady mit dem tiefen Dekolleté nach einem Rechner-Update wieder.
Gestern kam eine weitere Ausgabe des 'Feigenblatt' an. Ich werde dieses Magazin wieder abbestellen. In der Ausgabe, die in meiner Post war, ist mir der Wiedererkennungswert in den Geschichten zu hoch. Außerdem sind nach meinem Geschmack zu viele unschuldig aussehende Evas auf den Fotos abgebildet, und daneben werben Ladies, die junge Ladies nach Indien begleiten wollen auf der Suche nach der Kraft des Sex und der Zerstörung. Gleichzeitig machen sich diese werbenden Ladies allerdings an anderen Orten lustig über die unschuldigen Landeier (oder so ähnlich).
Die esoterischen Menschenfischermärkte boomen. Und die feminine Form von Zuhälter ist Zuhälterin.
Auf der letzten Seite des Blattes sind drei junge Damen des Verlags abgebildet, der das zweite Blogger-Buch herausgebracht hat und in dem auch Geschichten aus der schönen neuen Welt des "Lude leichtgemacht" erscheinen. Die Ladies im Verlag sollen laut Text eine eigene Erotik-und Sex-Sparte betreuen, die sich der gewählten Worte nach offenbar an eine jüngere Leserschaft wendet.
"Lady in Heaven": Wirke auf deine Weise!
P.S.
Switching to the Goddess. Ich spiele im Dunkeln gerne Schattenspiele auf der Wand. Das Auge und der Schwan sind meine Lieblingsmotive. Märchen und Mythen der ganz besonderen Art. In der Community verschwand das Bild der Lady mit dem tiefen Dekolleté nach einem Rechner-Update wieder.
...
Bevor die Welt geschaffen wurde, war ich da.
Ich, die heilige Weisheit.
Ich bin eingesetzt von Anfang her,
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Ich war da, bevor die Erde geschaffen wurde,
da die Tiefen noch nicht waren,
da war ich schon geboren,
da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen.
Ehe denn die Berge eingesetzt waren,
vor den Hügeln war ich geboren.
Noch bevor der Himmel feststand,
bevor die Wolken zogen,
bevor das Meer der Erde Grenzen setzte,
da war ich da, ich, die Mutter alles Lebendigen.
Ich bin die Mutter des Gottes,
er spielte auf dem Erdboden vor mir.
Meine Lust ist bei den Menschenkindern.
So erlauschet sorgsam meine Stimme!
Wohl denen, die in meinen Wegen wandeln!
Alle, die mich finden, finden das Leben,
die an mir vorübergehen, verletzen ihre Seele.
Alle, die mich hassen, lieben den Tod.
Gerda Weiler in:
Ich verwerfe den Krieg in meinem Lande
(Das Matriarchat im Alten Israel)
Bevor die Welt geschaffen wurde, war ich da.
Ich, die heilige Weisheit.
Ich bin eingesetzt von Anfang her,
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Ich war da, bevor die Erde geschaffen wurde,
da die Tiefen noch nicht waren,
da war ich schon geboren,
da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen.
Ehe denn die Berge eingesetzt waren,
vor den Hügeln war ich geboren.
Noch bevor der Himmel feststand,
bevor die Wolken zogen,
bevor das Meer der Erde Grenzen setzte,
da war ich da, ich, die Mutter alles Lebendigen.
Ich bin die Mutter des Gottes,
er spielte auf dem Erdboden vor mir.
Meine Lust ist bei den Menschenkindern.
So erlauschet sorgsam meine Stimme!
Wohl denen, die in meinen Wegen wandeln!
Alle, die mich finden, finden das Leben,
die an mir vorübergehen, verletzen ihre Seele.
Alle, die mich hassen, lieben den Tod.
Gerda Weiler in:
Ich verwerfe den Krieg in meinem Lande
(Das Matriarchat im Alten Israel)
"Nur wenn Frauen (wieder) im Zentrum stehen und alle politischen Entscheidungen von weiblichen Lebenszusammenhängen bestimmt werden, kann die Zukunft der Menschheit am Leben orientiert sein, statt an Gewalt, Macht und Krieg."
Gerda Weiler in: Eros ist stärker als Gewalt
Gerda Weiler in: Eros ist stärker als Gewalt
Kanal
'Chiffre Morgaine'. Ich erhole mich nur langsam von den patriarchal faschistischen Methoden, denen ich seit der Veröffentlichung von "Generation Blogger" ausgesetzt bin. Als politische Referentin für Extremismus und autoritäre Psychogruppen hatte ich zwar gute Methodenkenntnisse, die Erlebnisse der letzten Jahre allerdings haben mein Vorstellungsvermögen von einst weit überschritten.
Meine Aufgabe als Vermittlerin ist es unter anderem, Kanal für Kräfte zu sein, die diese Strukturen zerstören. Es gilt, die Täter von weiterem schädlichen Verhalten abzuhalten. Eine Frage, die dabei in den Hintergrund tritt: Wann sind Menschen, die einer Gehirnwäsche ausgesetzt waren, vom Opfer zum Täter geworden? Außerdem: Weiterhin der Versuch eines rigiden Kontrollverhaltens im Umland, welcher nur noch mein Mitleid erregt.
Meine Aufgabe als Vermittlerin ist es unter anderem, Kanal für Kräfte zu sein, die diese Strukturen zerstören. Es gilt, die Täter von weiterem schädlichen Verhalten abzuhalten. Eine Frage, die dabei in den Hintergrund tritt: Wann sind Menschen, die einer Gehirnwäsche ausgesetzt waren, vom Opfer zum Täter geworden? Außerdem: Weiterhin der Versuch eines rigiden Kontrollverhaltens im Umland, welcher nur noch mein Mitleid erregt.
Abonnieren
Posts (Atom)


