Sonntag, 4. Mai 2008

Nachtrag:

Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen hat sie mir nun auch dieses Video gezeigt.

Und mit einem "Du wirst mich gleich umbringen, aber das haben wir manchmal auf dem Handy." verlässt sie gerade den Raum und lässt mich hier alleine. Ich bin so was ja nun wirklich gewöhnt aus meinem früheren Job. Ähh. Ja. Nun. Vielleicht nicht ganz so.

Samstag, 3. Mai 2008

Die ach so bösen Gangster Rapper

Viele Politiker und vor allem besorgte Eltern wollen ihren Kindern oft verbieten die Musik von sogenannten Gangster Rappern zu hören. Vorallem die Texte von Rappern wie Bushido (von ersguterjunge) und Sido (von Aggro Berlin) werden oft als unakzeptabel abgestempelt.

Meiner Meinung nach hören viele nicht genau hin. Denn hinter den "sooo bösen Wörtern" und Ausdrücken stecken nicht immer sinnlose Texte. Die meisten Rapper wollen mit ihren Texten die Realität ausdrücken, die viele nicht sehen wollen. Zudem denke ich wollen einige Politiker diese Lieder verbieten, weil sie Angst vor den kitisierenden Texten haben, die auch öfter mal an die deutsche Demokratie apellieren. Warum Jugendliche diese Lieder so mögen? Ganz einfach, weil sie sich oft selbst in den Songtexten wieder erkennen. Zudem haben diese Lieder einen gewissen "coolness" Faktor.

Würden viel mehr Leute bei den Liedern genauer hinhören, würden sie eventuell verstehen, dass der Fehler nicht immer bei den "bösen Rappern" zu suchen ist. Diese haben hinter ihren schlimmen Ausdrücken oft eine vorbildliche Einstellung.

Dolchstoß

vom Pazifismus und den Frauen
Hätten die Nazis gestürzt werden können?
Einige revolutionstheoretische Überlegungen zum Aufstand der Rosenstraße-Frauen 1943


"Es kann gar nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, daß diese Machtheorie aus Hitlers Erfahrung der Niederlage im Ersten Weltkrieg stammte. Seiner Wahrnehmung nach wurde der "Dolchstoß" damals von zwei Strömungen geführt: dem Pazifismus und den Frauen. Und in der Tat waren ja die großen Friedensdemonstrationen des Jahres 1918 mehrheitlich Frauendemonstrationen. Hitler nahm also wahr, daß öffentliche Unzufriedenheit von Frauen im eigenen Hinterland die Kriegsanstrengungen an der Front und damit eine vermeintlich unantastbare Macht vollständig zerstören konnten. Es war für ihn eine Lehre: sowas sollte sich nie wiederholen ...


"Als sich in jenem Februar erstmals ein für Deutschland katastrophaler Kriegsausgang abzeichnete, begehrte der weibliche Teil der Bevölkerung auf und zeigte sich nicht gewillt, weiter die Härten und Entbehrungen hinzunehmen, die der Krieg mit sich brachte. Es erinnerte alles sehr stark an 1918, und eine Auflehnung, wie sie es damals gegeben hatte, war für die Nazis seit eh und je ein Schreckgespenst gewesen. Nur sehr wenige Frauen weigerten sich ganz direkt - sozusagen in einem bewußten Akt bürgerlichen Ungehorsams -, den Befehlen des 'Führers' Folge zu leisten, doch Geheimagenten des SD berichteten, daß es in der weiblichen Bevölkerung immer mehr Anzeichen für Defätismus und Kriegsmüdigkeit gebe. Frankfurter Bürgerinnen hätten angeblich gesagt, daß dieser Wahnsinn bald vorbei wäre, wenn sich alle Frauen zusammentäten. Hunderttausende von Frauen aus dem gesamten Reichsgebiet meldeten sich krank: Sie könnten leider die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht übernehmen. Rasendes Kopfweh, plötzliche Nebenhöhlenentzündungen, chronische Rückenschmerzen, hartnäckige Erkältungen, Infektionen der verschiedensten Art oder auch Knochenbrüche hinderten sie bedauerlicherweise daran. Die Gestapo von Karlsruhe konstatierte: Es gibt gar nicht so viele Krankheiten, wie hier beim Arbeitsamt in Traglasten von Gesundheitsattesten genannt worden sind. Viele Frauen behaupteten auch, daß sie sich dringend auf eine Reise begeben müßten, schwiegen sich aber darüber aus, wohin diese sie führen würde oder wann sie wieder daheim sein würden. (...) Weil sich so viele Frauen auf diese Weise ihrer Zwangsverpflichtung entzogen, berichtete Speers Ministerium für Rüstung und Kriegsproduktion Anfang 1944, daß es 'die Mobilisierung der deutschen Frauen für die Kriegsanstrengungen als völlig gescheitert' ansehen müsse." (S. 274) Wäre auf die Rosenstraße-Frauen geschossen worden oder ihren Forderungen nicht nach wenigen Tagen entsprochen worden, wäre dieses massenhafte Potential womöglich "explodiert" und hätte den Protest auf die Straße getragen."

Weiterleitung

Ohne meinen Kommentar

Zurück aus der Nacht

Materialien für die Jean-Améry-Renaissance: 30 Jahre nach seinem Freitod im Jahr 1978 ist die Werkausgabe des großen Publizisten mit dem neunten und letzten Band abgeschlossen
(via)

Freitag, 2. Mai 2008

Unsere lieben Vierhufer sind...

...zu Nichts zu gebrauchen (Kommentar einer Freundin)
...hässlich (Kommentar eines Freundes)

Geht mit offenen Augen durch die Welt.

Im Jahr nach der Eroberung

Langsam lichten sich die Nebel und mancher spürt nun, woher der Wind weht. Von wem die Insel bewohnt wird. Wer dort das (Herd-)feuer hütet. Nein, niemand wird auf dieser Insel in ein Schwein verzaubert. Oder in ein waidwundes Tier. Nur die Windrichtung hat sich geändert.

Gewechselt

Man sieht es den Männern im Gesicht an, wenn sie keine Frauen mögen. Es macht sie hart, bitter. Und hässlich. Deswegen sind schwule Gesichter übrigens oft so weich. Und so schön. Und ja: Ich weiss, wovon ich rede. Ich wohne schließlich in Köln.
"Another world is not only possible,
she is on her way. On a quiet day,
I can hear her breathing."

Arundhati Roy
(via)

Donnerstag, 1. Mai 2008

Von (weiblichen) Wegsehern

"Ein noch düstereres Licht auf das moralische Versagen der Ehefrauen/Partnerinnen von sadistischen Verbrechern wirft die andere Variante der Verstrickung, wie sie aus den Fällen Dutroux und Fourniret bekannt ist - oder wie sie jetzt in dem französischen Fall Gouardo bekannt wurde (mehr...): Diese Ehefrauen wussten allzu genau, was ihre Männer trieben. Jedoch waren sie emotional und moralisch selbst so verwahrlost, dass ihnen das Schicksal der Mädchen, die litten und im Extremfall sogar starben, schlichtweg egal war. Und selbst wenn es sich - wie im Fall Gouardo - um die eigene Tochter handelte. Im Gegenteil: Die einzige Gefühlsregung, die sie gegenüber den Opfern aufbrachten, war Eifersucht."

Das Video

vom letzten Montag hat es mir einfach angetan.

Update:
Ich sehe gerade, dass mir nun auch dieses Video vom Rechner im Büro aus nicht mehr angezeigt wird. Wie gut, dass es noch die Rechner meiner Tochter gibt.

Da fällt mir ein:

Ich schau' gerade noch mal unter die "Gesendet Mails". Am 29. April heisst es:
" ... und ich nehme nicht an, dass ich wirklich erst eine Lawine lostreten muss. Eine Anzeige, und noch eine, und noch eine, und ein Buch voller Fakten und Fiktionen und noch eines und noch eines. Solange, bis das Schneeballsystem anfängt zu laufen. Es soll dann niemand klagen, er wäre nicht gewarnt worden, wenn die Lawine auch ihn überrollt ..."

Ich persönlich würde nie auf die Idee kommen, gleich eine ganze Regierung zu verklagen. Das kann doch keiner beweisen. Nein, lieber Anzeigen gegen unbekannt. Und eine Zivilrechtsklage gegen jeden einzelnen. Veröffentlichungen voller Fakten und Fiktionen. Wer sich darin findet, hat Freude. Und neue Freunde.
So, und nun muss ich mich noch mal um die Sicherheitseinstellungen des Rechners kümmern. Die Festplatte ist mittlerweile geklont dank dem schnellen Service-Mann. Gestern nacht sind mir dann einige Seiten nicht mehr komplett angezeigt worden. Doch das Problem wird sich sicher sehr schnell beheben lassen. Und nun: Nächster Versuch!