Dienstag, 20. Januar 2026

Diary - Tagebuch 5

Helen gibt mit Mut. Sagt, dass vieles eine reine Frage meines Kopfes sei. Ich kann in Wirklichkeit. Was? Was? Wieviel Kraft benötige ich, was ist zu tun. Was ist mit der alten A. Der Frau mit der Kraft, Energie. Wo ist diese Kraft nach der Medikamentengabe geblieben. Was ist gut, wie es gelaufen ist. Kraft, die Treppen zu steigen. Kraft, zu duschen, die Haare zu waschen. Ja, mit Kraft-Aufwand. Und was davon ist mental? Ich fürchte, wesentlich weniger, als sie das wahrhaben will. Und ich auch. Aus welchen Gründen wurde die alte Recognizer lahm gelegt! Petitionen, die was erreichen sollten! Zwangsmassnahmen, die was erreicht haben!




Ich kann vieles nicht auf Anhieb formulieren, mir fehlen Worte, mir fehlen Informationen auch über konkurrierende Dienste. Wer sollte aus dem Rennen mit welchen Methoden geschickt werden. Rennen kann ich nicht mehr. Das ist richtig. Ich kann vieles nicht mehr. Zufriedenheit kann ich meinen Gegnern dennoch nicht raten. Ich bin einfach nur noch traurig in vielen Momenten. Darüber können andere zufrieden sein. Richtig. Wer will, der tue es. Ich tue es nicht. Ich mache mich nicht lustig über andere. Ich bin nur noch traurig, traurig, dass es so weit gekommen ist. 




Helen, mit Dank für einen weiteren Tag mit Mut, die du versuchst hast, mir zu geben. Du bist meine Tochter, und ich bin sehr froh darüber. Die Medikamenten sollen langsam auslaufen, weniger werden. Vielleicht werden die Nebenwirkungen gehen, weil sie sich noch nicht als Folge verselbständigt haben. Was kann ich noch tun. Kann ich irgendwann wieder alleine größere Runden gehen? So wie früher? Als ein Beispiel von vielen. Kann ich ohne Mühe Treppen steigen, Haare waschen, duschen? So wie früher? Was ist eine Frage des Kopfes, mental, was sind Nebenwirkungen der Medikamente, schwere Nebenwirkungen? Ich leide nach offizieller Bewertung unter einer Psychose. Ich wünschte, ich könnte mehr Informationen weitergeben. Es fehlt soviel. Ich versuche mit meinen Mitteln hier Informationen weiter zu geben, die ich habe. 




Ich kann nicht aufhören, um Asyl zu bitten. Paul als Synonym. Helen macht mir da keine Hoffnung. Paul wird nicht kommen. Er wird der alten Recognizer nicht helfen. Ich würde gerne mehr über Paul als Synonym schreiben. Nein, das ist kein Geist. Eine Einbildung. Paul steht als Synonym für die Gemeinschaft des Alten, für Johanna, die Großmutter, für die, die geholfen haben, die Kinder zu retten auch aus ganz gemischten Beziehungen. Manches war eine Falle. Ich bin in eine Falle gelaufen. Ein Netz. Fein gestrickt. Professionell gestrickt. Alle Achtung. Provoziert, zu Reaktionen herausgefordert. Ja, ich habe gebrüllt. Auch das. Methoden hybrider Kriegsführung sind? Was ist sichtbar? Was war sichtbar? Alle Achtung, professionell gemacht! War da etwa jemand? Nein? Alles Einbildung? Ernsthaft? Ich möchte das Wort nicht näher erklären. Es wurde hin und wieder in den Alltag eingeworfen. Ernst hat ebenfalls geholfen, danke Ernst. Alter Haudegen, Soldat.