Mittwoch, 11. September 2019




















Das allmorgendliche Szenario unserer luntegelegten Spalten. Da müssen dann die nächsten von den Männern mit dem Muskeln abtransportiert werden dank der (medizintechnischen) Indizienprotokolle. Und nun vielleicht noch eine Schwarzkanalphobie? Dieses Mal die männliche Variante? Es klingelt, ich gehe vom Schlafzimmer in den Flur, und der Urin-Geruch begleitet plötzlich an der Ecke den Weg an die Tür. Doch. Auch das kennen wir, im Gespräch gestern wieder mal thematisiert. Muss da denn die Feuerwehr erst wieder Wunder wirken? Ja. Auch Gerüche können gesteuert werden. Ebenso wie Anmutungen. Der Kaffee heute morgen hat eine was bitte? Eine goldige Öl-Blase? Bin ich froh, dass mitlesen derart bildet. Die Kahans aus Baku haben tatsächlich auch mit Petroleum gehandelt. Damals, in Osteuropa.






Dann kamen diverse Wellen von Säuberungen, Osteuropa wurde neu verhandelt an den Konferenztischen dieser Welt, und auch in den USA sitzen heute die Nachkommen dieser Menschen aus Osteuropa, manche waren eher arm im Shtetl, es gab viel Handwerk und Handel, manche waren reicher, und manche denken sicher mit Wehmut zurück an diese Zeit voller Kultur und Vielfalt, manche mehr, manche weniger aktiv. Wer genau wechselt jetzt wieder den Job? Wer genau verteilt heute Hobbytechnik in den Innenstädten? Und wer schreibt Bücher, sichtet die Archive und bebildert für die Nachkommen die Erinnerung? Der Eindruck des verlausten osteuropäischen Juden im armen Shtetl beispielsweise ist auch nichts neues. Wer bezahlt?






Ich überlege am DM in der Innenstadt, noch den Weg zu Fuss über die Friesenstraße mit dem großen Trolley zu nehmen, denn ich habe etwas Hunger, und im Imbiss an der Ecke zum Friesenplatz wartet immer etwas, was ich mag. Kaum habe ich überlegt, ob ich diesen Weg noch schaffe, und ob meine empfindlichen Füsse ohne Strümpfe bereits Blasen haben, da scheuert es doch tatsächlich an der vor einigen Tagen etwas aufgeriebenen Stelle links am Fuss, und rechts habe ich plötzlich das Gefühl, da ist gerade ein kleiner Hammer auf den Nagel gefallen. An der Ecke, dort, wo ich abbiegen werde in Richtung Friesenstraße, steht ein älterer Mann mit Krücken und schaut sich meinen etwas beschwerlicher werdenden Gang interessiert an.






Ja. Dort an der Ecke, wo einige Cafes angesiedelt wurden, gegenüber vom Stoff-Laden, liegt ebenfalls ein technischer Hotspot, den ich bereits hin und wieder beschrieben hatte. Ich ignoriere den Schmerz in den Schuhen, übrigens waren die Schuhe auch codiert angeliefert worden, und laufe weiter in Richtung der Friesenstraße. Zu Maria. Sie hatte dieses Mal wieder Dienst und stellte sich mir gestern sogar mit ihrem Namen vor. Nein, Maria. Wirklich? Ein ganz gemischtes Team, auch in diesem Fall, und die Kollegen kommen dann auch.






Und nun lese ich weiter. Dieses Mal dann vielleicht im Sammelband mit den Geschichten von Joseph Roth? Galizien: Menschen im Hotel. Oder auch: Der Trinker? Der kommt hin und wieder auch schwankend um die Ecke. Allerdings hat das dann manchmal wohl weniger Gründe im Genuss von zuviel Alkohol, sondern liegt vielmehr an luntegelegten Spalten mit Hobbytechnik. Noch mal die Nummer? Auch meine Tochter hat das schon mal mit dem Baby auf dem Arm hier getestet, denn die Dinger schrecken wirklich vor nichts zurück. Und genauso muss das dann auch behandelt werden dank der Protokolle. Und um nun noch mal auf eine Frage einzugehen: Insgesamt gesehen und mit Besonnenheit betrachtet macht es mir tatsächlich viel Freude.





















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