Donnerstag, 12. Januar 2012

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"Die Folgen der Tabuisierung von Homosexualität in der Rechten hat Rosa von Praunheim im Dokumentarfilm "Männer, Helden, schwule Nazis" (2005) exemplarisch aufgezeigt. In einem Interview mit einem schwulen Aussteiger aus der rechten Szene, der sich nunmehr in Antifa-Projekten engagiert, zeigt Praunheim sehr klar, wie unausgelebte, weil verbotene Liebe zwischen Männern politisch "produktiv" gemacht wird: Sie wird ins Soziale überführt und zur Festigung von Gruppenstrukturen, der Vergabe von Anerkennungen, der Kultivierung von Männlichkeitsritualen und geschlechtsspezifisch konnotierten, körperlichen "Erbauungsübungen" im Sinne eines "Männlichkeitstrainings" eingesetzt.
Auf den im Film interviewten schwulen Aussteiger hatte die rechte Szene eine bestimmte Anziehung, weil er sich dort unter Menschen des von ihm begehrten Geschlechts aufhalten konnte und dennoch "passen" – im Sinne von als heterosexueller Mann "durchgehen" – konnte.
Im Gegensatz zu offen schwul-lesbisch lebenden Menschen, die sich als "queer" im Sinne einer Kritik an konventionellen Geschlechterrollen verstehen, fand er in der Rechten "straighte" Männer vor, die er gerade aufgrund seiner Andersheit im Sinne eines anzustrebenden Ideal begehrte: Der NPD-Ortskreisleiter, in den sich der jetzige Antifa-Aktivist verliebte, war ihm beim Ausstellen eines Ausweises aufgrund seiner Behinderung am Amt behilflich".















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