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"Ziviler Ungehorsam, so wie ich ihn verstehe, äußert sich in einer öffentlichen, gewaltlosen, gewissensbestimmten, aber gesetz-widrigen Handlung, die gewöhnlich eine Änderung der Gesetze oder der Regierungspolitik herbeiführen soll."
John Rawls, amerikanischer Moralphilosoph
Ein demokratisches System lebt davon, dass sich niemand im Besitz der Wahrheit dünken kann und es nur einen Weg gibt, sich der Wahrheit anzunähern: den freien Diskurs, bei dem nur das bessere Argument zählt.
Niemand darf sich der Einsicht verschließen, dass das Risiko des Irrtums besteht. Zivilcourage ist also eine Bürgertugend, derer auch eine Demokratie immer wieder bedarf. Demokratie ist aber auf die Teilnahme möglichst vieler Bürger angewiesen. Sie ist kein statisches System, sondern ein Prozess! Kein demokratisches Gemeinwesen kann auf die Dauer ohne die Zustimmung der Mehrheit der Bürger bestehen.
In:
Zivilcourage als Bürgertugend , Bundeszentrale für Politsche Bildung, Bonn 2004 (Schnellansicht)
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