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ONLINE: "Sie haben in Heidelberg und Bayreuth Germanistik und Soziologie studiert und führen seither einen Doktortitel. Wie lautete Ihr Promotionsthema?"
Obama: "Vergleich der Arbeitsethik in der deutschen und kenianischen Literatur am Beispiel von Uwe Timm".
WELT ONLINE: "Sie haben von 1980 an 16 Jahre lang in Deutschland gelebt. Was hat Sie hier anfangs am meisten erstaunt?"
Obama: "Ich war noch nie geflogen und erlebte zum ersten Mal das Phänomen Schnee, aber der stärkste Kulturschock für mich war die Null-Bock-Generation. Rumzugammeln und nicht an morgen zu denken wird ja eher Afrikanern nachgesagt. Ich hatte mit einer Zeitungsannonce eine Gastfamilie gesucht, um mein Deutsch zu verbessern. Am ersten Abend wurde ein Joint gedreht, und morgens kam ein Mann die Treppe runter, der nur ein T-Shirt anhatte."
Auma Obama: "Das Leben kommt immer dazwischen. Stationen einer Reise", Lübbe Verlag, 318 Seiten, 19,99 Euro.
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