Montag, 2. August 2010

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Du erkennst sie in diesen leisen Momenten. Du erkennst sie zum Beispiel am ganz kurzen Erstaunen im Bruchteil einer Sekunde, wenn du sagst, dass dich alle fundamentalistischen Religionen stören, die Frauen verachten. Du sagst, dass auch die ultraorthoxen Juden dazugehören. Du erkennst sie am Grinsen im Bruchteil einer Sekunde, wenn du erzählst, dass deine Tochter vor Jahren aus dem Judo-Club der Polizei von Herrn H. rausgedrängt wurde. Die plötzliche Anwesenheit von Herrn H. und seinem Nachwuchs im Polizei-Training, eine Anwesenheit, worüber sich ein großer Teil der Polizei mit aktuellen Kenntnissen sicher nicht mehr so sehr freuen würde. Das leise Lächeln, weil die eigene Tochter hingegen seit Jahren in Deutschland im Kung-Fu trainiert. Die graue Plastiktüte zur Verpackung des Inhalts für mich war wirklich nett. Und wie wir jetzt alle wissen, haben wieder alle gut mitgehört. Da brauchte es nicht erst den franziskanischen Bierdeckel. Möchte man und frau sich nicht vielleicht gleich miteinander telefonisch in Verbindung setzen, anstatt beim späteren Telefonat mir die markanten Stichwörter noch einmal zu wiederholen, so dass auch alle anderen Leitungen offiziell informiert ist?
Die blaue buddhistische Front. Oder: Die erleuchtete Kriegerkaste und der blaue Faschismus. Buddhismus, insbesondere in seiner lamaistischen Version, ist trendy und hip... "Evola gilt als "Herbert Marcuse der Rechten". In diesem Zusammenhang ist seine extrem frauenfeindliche faschistische Sexualtheorie, die auf buddhistisch-hinduistischen Vorstellungen basiert, von besonderem Interesse. War Marcuse, als Prophet der polymorph-perversen Sexualität, der "linke Anti-Reich", ist Evola der mystisch-sadistische "rechte Anti-Reich". Die Parallelen zu Reich stechen wirklich ins Auge: fast gleichaltrig (Evola wurde 1898 geboren), ähnlicher sozialer Hintergrund, die Kriegserfahrung, beide wurden, wie viele ihrer Generation, von Nietzsche, Stirner und Otto Weininger beeinflußt und beide beschäftigten sich mit "Sexualökonomie". 1926 (also ein Jahr vor der Veröffentlichung von Die Funktion des Orgasmus) erschien Evolas L'uomo come potenza (Der Machtmensch), in dem es, sozusagen als Negativ zu Reichs Orgasmustheorie ("Hingabe"), im Sinne des sexualmagischen Tantrismus um die alchimistische Umwandlung von Sexualität in Macht ging; im Grunde um nichts anderes als um Vergewaltigung und Frauenmord.
1928 (zeitgleich mit Reich) wendet sich Evola der Politik zu, wenn auch im anderen politischen Lager und, getreu seiner Macht-philosophie, mit einem entgegengesetzten Impetus: Evola fordert eine "kriegerisch geordnete politische Hierarchie". Ein Jahr nach Reichs Massenpsychologie des Faschismus (die gegen die "alte Welt" geschrieben ist, die sich gegen den gesellschaftlichen Fortschritt sperrt - Reich spricht von "der Schere") erschien 1934 Evolas Rivolta contro il mondo moderno (Revolte gegen die moderne Welt), wo er für einen Führerstaat plädiert, der von einer aristokratischen Kriegerkaste getragen wird. Wie bei Alfred Rosenberg, mit dem sich Reich in der Massenpsychologie eingehend beschäftigt, steht auch bei Evola der patriarchalen, sonnenhaften, himmlischen Welt der Herrenmenschen die matriarchale, lunare und unterirdische Welt der chtonischen Untermenschen gegenüber. Evola sieht sich, ähnlich wie Rosenberg, als arischer Gralsritter, der gegen Freimaurer, Juden und andere Vertreter des "Anti-Grals" streitet."
Das Foto des Führungsguru aus der Heimat, der offenbar nicht nur in die Kunst der Meditation einweihte, das englische, arg wilhelminische Passwort. Die Anwerbung ins deutsche Netzwerk. Und Papiere, die nun fehlen. Nein, es hat sich nichts geändert. Danke für den Zartbitter-Riegel in Schokobraun. Aber ich bin nicht verbittert über all diese Attacken. Ich bin nur sehr traurig. Und ich war nicht der Lockvogel.






"Der Faschismus stützt diejenige Religiosität, die aus der sexuellen Perversion stammt, und er verwandelt den masochistischen Charakter der Leidensreligion des alten Patriarchats in eine sadistische Religion. Demzufolge versetzt er die Religion aus dem Jenseitsbereiche der Leidensphilosophie in das Diesseits des sadistischen Mordens."





Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 14f















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