Samstag, 6. März 2010

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Eltern als Suizid-Beförderer, die sich für die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems aussprechen? Es gibt LehrerInnen in der Grundschule, die mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der SchülerInnen erfolgreich arbeiten und jedes Kind individuell fordern und fördern können. Doch was kommt danach? Frau Kraft, Sie waren offenbar noch nie in der Situation, ein Kind zu erziehen, das Probleme aufgrund von Unterforderung hatte in einer Umgebung, die Unverständnis und Ablehnung gegenüber einem höheren und nicht elitär vermittelten Bildungsgrad zeigt. Einer Umgebung, die lernunwillig, weil hoffnunglos und manchmal auch verantwortungs-scheu ist und sich deswegen aggressiv und asozial verhält. Ist Ihnen bewusst, dass intelligente und feinfühlige Kinder mit hoher sozialer Kompetenz von ihrer Umwelt aus diversen Gründen gezielt gemobbt werden? Ist Ihnen bewusst, dass es einen großen Unterschied zwischen Erziehung und Bildung gibt und dass das Gymnasium eigentlich nur noch für Bildung zuständig sein sollte, dieser Aufgabe aber immer weniger gerecht werden kann? Haben Sie von Fällen gehört, in denen faire, aber selbständiges Arbeiten voraussetzende LehrerInnen, die nicht auch noch elterliche Erziehungsarbeit leisten wollen, immer mehr Probleme in der Schule bekommen? Können Sie sich vorstellen, dass Eltern, die ihre Erziehungsarbeit sehr ernst nehmen, genervt davon sind, dass diese Arbeit auf Kosten von Bildung in der Schule zunehmend von LehrerInnen geleistet werden muß? Ich erziehe meine Tochter auch zur Hilfsbereitschaft gegenüber anderen, was übrigens von manchen dann als bemitleidenswerte Schwäche ausgelegt wird, und sie hat in der Schule ein Recht auf eine soziale Lernumgebung, in der auch sie selbst immer mehr gebildet wird.












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