Sonntag, 14. März 2010

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"Des Weiteren habe ich nicht behauptet, dass die Geschlechter-trennung eine Vorgabe des Islams ist. Mir ist bewusst, dass der Koran viele Dinge gar nicht vorschreibt und sie dennoch von Menschen hinein interpretiert werden. Ein Problem, welches viele Religionen teilen.
Mekka habe ich bisher nicht besucht, dafür aber Maschad, einen der schiitischen Pilgerorte. Somit durfte ich das ganze hautnah und live erleben – und das ohne Tag der offenen Tür. Es geht nicht darum, wie Sie Ihre Religion ausüben. Das ist den Menschen selbst überlassen. Auch unsere Pressemitteilung sollte deutlich machen, dass es uns nicht darum geht, wie sie beten. Entscheidend ist, dass man sich nicht in der Lage sieht, mit Frauen in einem Raum zu beten (weswegen sie im Keller beten müssen) und dies dann mit der Achtung vor der Frau verwechselt. Respektieren und Achten tut man einen Menschen jedoch erst dann, wenn man ihn als Mensch begreift und nicht als reines Sexualobjekt. Wenn ich mit einem Menschen zusammenarbeite, ist es für mich irrelevant, welches Geschlecht er hat. Es zählt allein der Mensch und sein Charakter.
Es ist mir unbegreiflich, dass Sie ernsthaft glauben, dass Männer sich nicht konzentrieren können, sobald Frauen in der Nähe sind. Wer wirklich will, kann sich vollkommen auf eine Tätigkeit konzentrieren. Fragen Sie doch mal den Chirurgen, der bei Operationen umgeben ist von Krankenschwestern. Mir scheint eine Operation doch um einiges schwerer zu sein als die Konzentration auf ein Gebet. Dennoch sehen Sie Ihre Geschlechtsgenossen als nicht in der Lage an, ein einfaches Gebet durchzuführen, ohne sich von den sowieso schon verhüllten Frauen ablenken zu lassen. Dementsprechend beleidigen Sie Frauen und Männer zugleich. Die Frauen lenken die Männer ab und führen sie zu unsittlichen Gedanken und die Männer scheinen so primitiv zu sein, dass sie sich von den Frauen ablenken und zu unsittlichen Gedanken verführen lassen. Ein erstaunliches Menschenbild, das Sie da haben. Ich muss sagen, dass ich Männern wie Frauen weitaus mehr zutraue."












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