Mittwoch, 10. März 2010

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"Das Oberhaupt des einflussreichsten Islam-Instituts der Welt ist gestorben: Scheich Mohammed Said Tantawi erlitt bei einem Besuch in Saudi-Arabien eine Herzattacke. Der 82-Jährige war 14 Jahre lang Vorsitzender des Al-Azhar-Instituts in Kairo." Im vergangenen Jahr löste er eine neue Kontroverse aus, als er eine Schülerin zwang, im Klassenraum ihren Gesichtsschleier abzunehmen.







ISLA-Eintrag vom 20. Januar: 'Die Polizei hat in einer bundesweiten Razzia in Moscheen verbotene Bücher beschlagnahmt. In der Schrift wird zur Gewalt gegen Frauen aufgerufen. Das Schlagen von Frauen sei als "Züchtigung" gerechtfertigt, sofern keine Knochen gebrochen oder blaue Flecke auf dem Körper hinterlassen werden. Bei dem Buch handelt es sich um die deutsche Übersetzung eines in Saudi-Arabien erschienenen Werkes mit dem Titel „Frauen im Schutz des Islam“.'







Siehe dazu: "Seit Oktober dieses Jahres dürfen das Lehrpersonal und die rund 500.000 Mädchen der Al-Azhar-Universität und der ihr ange-schlossenen Bildungsinstitutionen in Kairo keinen Nikab mehr tragen. Das Verbot des Gesichtsschleiers, der nur einen Sehschlitz frei lässt, initiierte kein geringerer als Mohammed Sayed al-Tantawi, Groß-scheich der Kairoer Universität und Imam der Al-Azhar-Moschee. Er hatte den Nikab als religiös nicht zulässig erklärt. "Das ist eine Tradition und hat mit Religion nichts zu tun". Ein Urteil, das in Zukunft auch in der europäischen Debatte um das Recht der muslimischen Frau auf Verschleierung eine wichtige Rolle spielen kann. Alle Gegner der Verhüllung des weiblichen Gesichts können sich nun auf einen der höchsten Rechtsgelehrten des sunnitischen Islam berufen.





... In den Koranausgaben aus Saudi-Arabien, das im letzten Jahrzehnt eine Missionierungskampagne mit Moscheen in aller Welt führte, ist aber alles anders, sagen Sie.





Asra Nomani: Ja und das macht mich als Muslimin sehr betroffen. Die Regierung von Saudi-Arabien konnte nahezu unkontrolliert eine rigide Form des Islam international propagieren. Als Land der Heiligen Stätten des Islams produziert es Koran-Übersetzungen und verteilen sie zum einen an die Millionen von Pilgern, die zur Wallfahrt nach Mekka kommen. Ein anderer Weg ist über die Moscheen, die in aller Welt gegründet wurden. Die Übersetzungen sind sexistisch und intolerant. Ich bekomme immer wieder Korane, in denen steht, ich soll mich mit keinem Juden oder Christen anfreunden, mein Gesicht bedecken, ausgenommen ein Auge, das sichtbar bleiben kann.





Saudi-Arabien ist also für die Popularität eines extremen Islam verantwortlich. Ein lukratives Geschäft könnte man beinahe sagen, denkt man an den Krieg gegen den Terror und die gestiegenen Ölpreise, die Saudi-Arabien wie noch nie zuvor Geld verdienen ließ.








Update:





In einem Kondolenzschreiben an den ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak und den Großmufti von Ägypten, Prof. Dr. Ali Gom'a, geben Rüdiger und Annette Nehberg ihrer Betroffenheit anlässlich des Todes des Großsheikh der Azhar-Universität Ausdruck: "Mit diesem großen Sohn Allahs verlieren der Islam und TARGET einen bedeutenden Mann, einen Anwalt für die Rechte der Mädchen und Frauen." Der höchste Mann des sunnitischen Islam hatte von Anbeginn den Kampf der Norddeutschen und ihrer Organisation TARGET gegen das Verbrechen der Weiblichen Genital-verstümmelung unterstützt. "Es gibt keine Stelle in den Heiligen Schriften, mit denen sich das Verbrechen rechtfertigen lässt", gibt er bereits im Juli 2002 Rüdiger Nehberg schriftlich. Tantawi war es als Oberhaupt des einflussreichsten Islam-Instituts der Welt auch, der im November 2006 die von TARGET initiierte "Internationale Gelehrten-Konferenz zum Verbot der Weiblichen Genitalverstümmelung" im Azhar-Congress-Center mit eröffnete. Das Resultat der Konferenz hat Islamgeschichte geschrieben. Der Brauch wurde einstimmig als ein Verbrechen geächtet, das gegen höchste Werte des Islam verstößt. Damit war die Basis geschaffen für ein Ende der 5000 Jahre alten Tradition, der immer noch täglich 8000 Mädchen zum Opfer fallen. "Wer jetzt noch Mädchen verstümmelt, begeht eine schwere Sünde."












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