Freitag, 15. Januar 2010

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"Nun zur Sache. Im aktuellen "Spiegel", unter der Rubrik "Kultur", steht ein langer Beitrag über Musikfolter in Guantanamo. In dem US-Gefangenenlager seien jahrelang muslimische Terrorverdächtige von Verhörspezialisten mit anhaltend langer, schmerzhaft lauter Musik gequält worden. Die Methode werde auch "no-touch-torture" genannt, weil sie keine sichtbaren Spuren hinterlasse. Explizit erwähnt wird Musik des Rappers Eminem, Heavy Metal, von Meat Loaf und den Bee Gees. Die von den Peinigern benutzten Songs würden in drei Kategorien eingeteilt - Triumphsongs ("We are the Champions" von Queen, "Born in the USA" von Bruce Springsteen), Quälsongs (Heavy Metal, "March of the Pigs" von Nine Inch Nails) und Männermusik aus den Charts, also Country, Rock, HipHop. Musiker und Bürgerrechtsgruppen protestieren nun und fordern Aufklärung.
Weitgehend ungeklärt bleibt in der ansonsten rund recherchierten und packend geschriebenen Geschichte die Frage, nach welchen Kriterien die Lieder ausgesucht werden. Woher weiß ein Verhörspezialist, welches Lied wie wirkt? Die Praxis des Musikfolterns muss aus Menschenrechtsperspektive eindeutig verdammt werden, aber der ästhetische Gesichtspunkt lässt Raum für eine gewagte Spekulation: Hätte Osama bin Laden womöglich schon gefasst werden können, wenn den mutmaßlichen Terroristen die "richtige" Musik vorgespielt worden wäre?"





Anmerkung: Also bitte! Meat Loaf als musikfolterndes Monster? Gut, ein wenig Rocky Horror und der Mythos vom neuen Menschen, den mensch sich mal eben schafft, wenn andere nicht mehr den einzig Auserwählten folgen wollen, macht manchen schon schwer zu schaffen. Vor allem, wenn vorne vor der Truppe einer mit Dreizack die Drehtür zum Paradies bedient.























Statt einer quälend lauten Monster-Armee, deren zackiger Chef sich gerne neue Menschen nach seinen Maßstäben schaffen würde, hat Meat Loaf aber auch ganz anderes in seinem Angebot: Objects in the rear view mirror may appear closer than they are

























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