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"Farce in Den Haag. Einen fairen Prozeß hat der Angeklagte Karadzic vor dem Jugoslawien-Tribunal nicht zu erwarten ... Während die Presse weltweit blind den Aussagen der Gegenseite der Ankläger folgt und gegen Karadzic wettert, verschweigt sie nach wie vor, daß die Anklage Karadzic die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe in ihrer letzten Fassung erst eine Woche vor Verhandlungsbeginn vorlegte. Nur das Ausblenden dieser Tatsache erlaubt es den Medien-vertretern, den Angeklagten lächerlich zu machen und der böswilligen »Verzögerungstaktik« zu beschuldigen. Die Behauptung, Karadzic sei an diesem Dienstag anläßlich einer Anhörung zu Verfahrensfragen zu ersten Mal im Gericht erschienen, ist nur eine weitere Falschdarstellung. Bisher hatte der Angeklagte an allen Anhörungen teilgenommen. Zum Boykott entschloß er sich erst, als alle seine Gesuche abgelehnt wurden und der Prozeß begann, ohne daß er Zeit hatte, die Anklage samt der rund 450 sie stützenden Zeugenaussagen, alles zusammen gut eine Million Seiten, auch nur zu lesen." Karadzic bekommt nun einen Pflichtverteidiger.
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