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"Für BCC ist wichtig, dass die Öffentlichkeit erkennt: Die Politik wird erpresst. Die diplomatische Umschreibung des Tatbestands der Erpressung durch Verwendung des Begriff „Erpressungspotential“ ist der Kanzlerin – zum Glück für uns - missglückt, denn sie sagt ja, dass es ihr festes Anliegen sei, dass „wir als Politik“, (sie hätte auch „ich“ sagen können) aus der Erpressungssituation einzelner Akteure „herauskommen“. Sie gibt also zu, drinzustecken, das aber heißt: erpresst zu werden.
Das aber wirft die Frage auf: Wozu wählen wir, wenn die Politik erpressbar ist und die umfangreichen Wahlprogramme der Parteien (das der CDU umfasst 92 Seiten) nichts als Papierverschwendung sind? Denn von Erpressung wird darin mit keinem Wort gesprochen. Hier aber möchte ich nachlesen können, worin diese Erpressung besteht und wer die Akteure sind? Auch wäre gut die Frage zu beantworten: Welche Teile des Parteiprogramms werden wahrscheinlich wegen Erpressung nicht verwirklicht werden können? Ich frage darüber hinaus: Was wird Wählerinnen und Wählern ungeachtet der Erpressung versprochen, obgleich die Partei, zumindest ihre Vorsitzende Angela Merkel, doch weiß, dass sie diese Versprechen nicht wird einlösen können? Was hat sie zu befürchten? Welche Machtmittel benutzen die Erpresser?"
Hierüber nicht gesprochen. Auch in den endlosen Talkshows nicht. Die angeblich doch sehr kritischen Talkmasterinnen wie Anne Will und Maibritt Illner sowie die Talkmaster Reinhold Beckmann und Frank Plasberg, die hier stellvertretende für alle anderen genannt seien, werfen solche wirklich wichtigen Fragen gar nicht erst auf. Sie würden, das gebe ich zu, keine Namen erfahren, aber die Zuschauer wüssten dann wenigstens, dass es diese Erpresser gibt. Aber was soll man von freien Journalisten erwarten, die in öffentlichen Rund-funkanstalten so etwas wie Belegärzte in öffentlichen Kranken-häusern sind? Sie betreiben im Rahmen öffentlicher Institutionen ihre Privatunternehmen. Die Risiken tragen die öffentlichen Einrichtungen, die Gewinne fließen in die Taschen der Journalistenfirmen." (via)
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