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Bürgerrechtlerin und Abgeordnete Malalai Joya wirft im STANDARD-Interview Karsai wie den USA vor, gemeinsame Sache mit Kriegsherren zu machen
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STANDARD: Seit dem Einsatz der USA und ihrer Alliierten nach 9/11 gibt es dennoch mehr Frauenrechte im Land. Sie selbst konnten bei den Wahlen kandidieren und wurden 2005 Abgeordnete.
Joya: Ich bin nicht durch den Krieg Parlamentsmitglied geworden. Und ich sehe es auch nicht als Vorteil für meine Mission, dass die Amerikaner gekommen sind. Die USA haben Afghanistan im Namen des Krieges gegen den Terror besetzt. Aber tatsächlich haben sie mit der Nordallianz (Bündnis der Talibangegner in den 1990er-Jahren, Anm.) Terroristen an die Macht gebracht, die viel schlimmer sind als die Taliban. Meine Präsenz im Parlament diente nur als Fassade, um Staub in die Augen der Welt zu streuen. Jeder sollte denken, dass Frieden und Demokratie im Land existieren.
STANDARD: Wie stehen Sie dann zum erweiterten Truppeneinsatz durch US-Präsident Barack Obama?
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