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Zukunft des Kapitalismus (17)
Der Untergang findet nicht statt
"Märkte sind dumm, ungerecht und moralfrei, denn sie verfolgen keine eigenen Ziele. Und das ist auch gut so. Denn nur aufgrund ihrer Blindheit gegenüber nichtwirtschaftlichen Bewertungen lassen sich wirtschaftliche Mechanismen für ganz widersprüchliche Werte und Zwecke nutzbar machen. Man kann Unternehmen gründen, um Profite zu erwirtschaften, Geld spenden, um die Welt zu verbessern, oder arbeiten, um seine Familie zu ernähren. Der Wirtschaft ist egal, wofür ihre Zahlungen erfolgen, solange überhaupt gezahlt wird. Deshalb ist es auch müßig, Managern Gier vorzuwerfen oder von den Akteuren des Wirtschaftssystems eine besondere Ethik zu verlangen. Wirtschaft funktioniert vollkommen unabhängig von den guten oder bösen Absichten und Motiven ihrer Teilnehmer. Deshalb sollte man gesellschaftliche Sinnfragen genauso wenig von Ökonomen beantworten lassen, wie man sich von seinem Arzt den Sinn des Lebens verordnen lassen sollte ...
Eine funktional differenzierte Gesellschaft gewinnt ihre Rationalität daraus, dass unterschiedliche Funktionssysteme wie Wirtschaft, Recht, Politik sich gegenseitig in ihrer Macht begrenzen und in Schach halten. Durch die von Margaret Thatcher und Ronald Reagan eingeleitete Selbstkastration der Politik ist diese Heterarchie der Funktionssysteme und ihrer Entscheidungskriterien zugunsten der hierarchischen Überordnung der Wirtschaft verändert worden. Doch es besteht Anlass zu Optimismus, denn dieser Prozess, bedauerlicher Irrtum der Geschichte, ist umkehrbar, und wir werden bereits Zeuge dieser Gegenbewegung." via nachdenkseiten
Siehe auch nachdenkseiten unter Punkt 8. Mal wieder die Masslosigkeit. "Die Vorsitzende Richterin Angela Jaeger am Landgericht Karlsruhe, eine Frau mit randloser Brille und strengem Blick, zeigte sich denn beim Prozessauftakt gestern auch „erschüttert“ über derart unklare Verträge."
Punkt 10: Das Geschäft mit der Schweinegrippe, ein hier bereits verlinkter Beitrag. Die medial inszenierte Grippe-Gaga-Welle rollt leider weiter.
Und noch ein Nachtrag. Auch ich werde nämlich - insbesondere wohl als Autorin von "Generation Blogger" - als "VerschwörungstheoretikerIn" bezeichnet. Gruss an den hier des öfteren genannten professionellen Provokateur!
"... Da es sich hier um Kampagnenjournalismus handelt, reagieren die Täter ausgesprochen aggressiv, wenn man ihre Methoden beschreibt. Die Täter haben nämlich klar erkannt, dass die Thematisierung ihrer Machenschaften und damit die Thematisierung der Medienbarriere gegenüber allen, die nicht zum Schwarz-gelben-Lager gehören, ihre Glaubwürdigkeit unterminieren kann. Deshalb der Schaum vor dem Mund, wenn jemand von undemokratischen Verhältnisse spricht.
Dabei muss man immer im Hinterkopf behalten, dass Journalisten in der Regel ohnehin nur hart im Geben aber nicht hart im Nehmen sind. Das kann man besonders gut im Artikel der Frankfurter Rundschau über die Illner-Sendung nachlesen und erkennen: der Autor Volker Schmidt kommt mit dem Totschlagargument „Verschwörungstheorie“, als Lafontaine beklagt, dass die Medien im Besitz von 10 reichen Familien sind. Er fühlt sich sichtlich beleidigt und empört sich."
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