Freitag, 17. Juli 2009

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"Dabei ist über die zahlreichen Zuträger, die in der alten Bundesrepublik in den verschiedensten Bereichen und Institutionen für die Stasi tätig waren, das meiste noch aufzuklären. Ich meine damit jene Postbeamten, die unsere Briefe an die Stasi weiterleiteten, jene, die wie Kurras, Daten ihrer Kollegen von der Polizei nach Ostberlin weitergaben oder jene die, wie Bernd Engelmann, den Schriftstellerverband ins Fahrwasser der DDR-Propaganda steuerten, und nicht zuletzt jene, die sich an den durch die DDR geförderten antisemitischen Pöbeleien beteiligten.




Es geht aber nicht nur um die Stasi. Nachdem vor einigen Monaten mehrere ehemalige rumäniendeutsche Schriftsteller und Publizisten (Herta Müller, Johann Lippet, Horst Samson, der verstorbene Nikolaus Berwanger u.a.), Teile ihrer Securitate-Akten aus der Bukarester Behörde erhielten, stellte sich bald heraus, dass nicht wenige ehemalige Mitarbeiter des rumänischen Geheimdiensts Securitate im Gefolge der Spätaussiedler nach Deutschland gelangt sind. Folgt man ihrer Spur hierzulande, ist man, ähnlich wie im Fall Stasi, schnell beim öffentlichen Dienst, aber in Westdeutschland ... Beschränken wir uns also nicht auf die Stasi und auf Ostdeutschland, wenn es um die Aufarbeitung der Vergangenheit geht. Westdeutschland hat aufgrund seiner großzügigen Einwanderungspolitik für die deutschen Volksgruppen im Osten Europas, die zum Opfer der Weltkriegsverwerfungen geworden waren, im Nebeneffekt auch den dortigen Geheimdiensten ungeahnte Möglichkeiten eröffnet."








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