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Was ist eigentlich los in Kanada? Ein rechter Putsch? "Schall und Rauch" ist zwar nicht unbedingt meine favorisierte Quelle, aber die Sueddeutsche hatte einen ähnlichen Tenor im Artikel, genauso wie Duckhome, die der Ansicht sind, dass "die Menschen sich überall an diese Putsche gewöhnen müssen." In Quebec haben jedenfalls Liberale die absolute Mehrheit gewonnen. Hier noch mal der Link auf die Definition der Harper'schen Schock-Doktrin.
Update:
Monarchie? Innere Emigration? Innere Kündigung?
Update:
Merkwürdige Stimmungen im ehemaligen Meinungsland. Die Süddeutsche bringt gerade das angeblich proisraelische und proamerikanische Blog Politically Incorrect als Argumentationshilfe gegen bloggende Volksverhetzer in Stellung. Volkes Stimme ist nämlich grundsätzlich doof und muß, wenn überhaupt, dann behütet bloggen. Ja, richtig, genauso wie man mir das immer wieder nahelegt und mit sanften bis unsanften Mitteln versucht, doch noch einen Meinungsumschwung zu bewirken. Die verbale Munition muss schließlich unter Aufsicht in Stellung gebracht und die kollektive Marschrichtung eingeschlagen werden. Abweichungen gibt es nicht in diesen Zeiten. Und Volkes Stimme ist ja irgendwie immer zu weit rechts vom Guten, Schönen, Wahren. Zu weit weg vom Schein der Demokratie. Entweder zu weit rechts, wofür Politically Incorrect immer als Vorzeigeobjekt herhalten muß. Oder jetzt dann doch manchmal zu weit links.
Vor Jahren hatte bereits "Monitor" damit begonnen, Blogger als untauglich für die Mediendemokratie zu vermarkten. Dieses Magazin zeigte fahnenschwenkend und mit Cowboy-Hut auf einer Pro-Bush-Demonstration denjenigen, der auch mich versucht hat für das angeblich proamerikanische Blog zu werben. Sie zeigten denjenigen, den ich nach einem kurzen Termin mangels Echtheitszertifikat dann doch lieber nicht nehmen wollte. Dieser Mann also wurde gefilmt vom kritischen Magazin Monitor mit dem süffisanten O-Ton: Sie nennen sich Blogger ...!
Böse Blogger! Beachtet gefälligst das 11. Gebot: Thou shalt not blog! Blogger sind alles schuld und doof! Denn die sogenannten Gatekeeper, die Torhüter stehen nicht mehr alleine am Tor und hüten das heilige Wissen, Werbeinnahmen sinken seit Jahren und es gibt viel weniger, oder besser viel weniger unkommentierte Volkspädagogik aus den (ehemaligen) Milliarden-Konzernen.
Schönen Gruss von der Co-Autorin von "Generation Blogger". Ich nenne das alles einen dringend notwendigen Relaunch der Mediendemokratie.
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