Dienstag, 2. Dezember 2008

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"erdschollenhockender Mütterverein"


"Das Zentralproblem war stets, wie man der weiblichen Erotik entgeht, der Versuchung widersteht. Folgerichtig galt all das als unanständig, was ständig in den Köpfen der Männer spukte. Als besonders fatal hat sich die Tatsache ausgewirkt, dass man am Beginn der Neuzeit alle einschlägigen Zitate der Theologen, vielfach aus dem Kontext gerissen, im „Hexenhammer" sammelte und damit den paranoidesten Frauenhass und die größte Frauenverfolgung der Geschichte auch noch als „Wille Gottes" rechtfertigte.
Der „Hexenkammer", das Standardwerk der Hexerei meinte, der natürliche Grund für die maßlose Lasterhaftigkeit der Frauen sei die Tatsache, dass Frauen lüsterner sind als Männer. Diese Lüsternheit bringe sie dazu, sich mit Teufeln und Dämonen einzulassen. (Das Motiv der Anklage zeigt deutlich die neurotische Zwangsvorstellung der patriarchalen Gesellschaft!) Außerdem sei schon die erste Frau falsch gewesen, weil sie aus einer gebogenen Rippe geschaffen wurde, die sich vom Mann abwandte. Und weil sie wegen dieses Mangels ein unvollkommenes Wesen sei, meinten die im Zölibat lebenden Dominikanerbrüder Sprenger und Institoris, werde sie immer betrügerisch und voller Laster bleiben."




"Je weiter sich der Ackerbau, das Privateigentum, die Versklavung der Bauern und die systematische Kriegsführung entwickeln, desto mehr verschwindet die „Große Mutter" im mythischen Dunkel.
Mit der Machtübernahme (PDF-Dokument) der Männer werden die Frauen zu verachteten Wesen, denen man jede Freizügigkeit verbietet und die Kulturfähigkeit abspricht. Erst jetzt — nach vermutlich drei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte — entsteht die Institution Ehe. Sie bringt den Frauen nicht nur zivilrechtlich schwerwiegende Nachteile.
Bereits im antiken Athen gelten die Frauen als Eigentum des Mannes. Man verbannte sie ins Haus und an den Herd. Ihre Aufgabe ist es, für die Männer den legitimen Erben zu gebären. Typisch für das Patriarchat ist die doppelte Moral. Schon in den ältesten bekannten Gesetzen wird dem Mann eine weitgehende sexuelle Freiheit zugestanden, während die Frau streng an einen einzigen Mann gebunden ist. Der Mann kann seine Frau verstoßen, sie muss ihm treu sein. Groß ist die Angst des Mannes, seine Frau könnte fremdgehen und somit seinen Anspruch als Besitzer der Frau und sein Erbe gefährden.




Frauen unterliegen einer strengen sozialen Kontrolle, die sogar soweit gehen kann, dass sie sich selbst überwachen. Zur physischen Unterdrückung kommt nun auch die psychische. Jahrhundertelang verinnerlichte Rollenfixierungen erweisen sich bis heute als die größten Hürden einer Emanzipation beider Geschlechter.
Die neue patriarchale Ideologie drückt sich besonders in der Religion aus. Es entstehen absolut patriarchale Großreligionen, wie das Judentum, der Islam und der Protestantismus, die weibliche Gottheiten vollkommen auslöschen. Frauen dürfen in vielen Religionen nicht mehr Priesterinnen sein. Früher war das ihr angesehenster Beruf."




"Matriarchale Gegenkulte zum Christentum überlebten länger, als es allgemein bekannt ist. So gab es heidnische Kulte, von der Kirche auf das heftigste diffamiert, bis in die Neuzeit. Zumindest einige jener Frauen, die man mit der Anschuldigung anklagte, sie hätten geschlechtlich mit dem Teufel verkehrt - in Wirklichkeit feierten sie die „Heilige Hochzeit" -, waren Anhängerinnen uralter Fruchtbar-keitskulte und Trägerinnen großer Weisheit.
Die weltweite Frauenbewegung führte inzwischen zu einer positiven Neubewertung und Wiederbelebung der weiblichen Spiritualität. So soll es in Großbritannien bereits 1 Million Frauen geben, die sich zur „Hexenreligion" bekennen und den entsprechenden Geheimkult mit uralten Ritualen auch praktizieren. Viele dieser Frauen sind engagierte Vorkämpferinnen in der Öko- und Friedensbewegung".





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