Montag, 1. Dezember 2008

.





Nach einem weiteren Gespräch auf dem Kölner Antikmarkt in den Opernpassagen und nach meiner eigenen Erfahrung gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass die Ansiedlung von kleinerem Gewerbe und Handwerk nicht unbedingt gewünscht zu sein scheint. Gewerbliche Mieten sind in Köln häufig so hoch, dass sich die Anmietung eines Objektes nicht lohnt. Warenhaus-Ketten, Billigpreis-Anbieter, Franchise-Unternehmer oder Geschäfte, die nur existieren können durch einen nach außen nicht erkennbaren Geschäftszweck dominieren das Erscheinungsbild von Einkaufsstraßen und Einkaufszentren, dazwischen liegen leerstehende Flächen zu horrenden Mietpreisen.
Ich würde es zum Beispiel sehr begrüssen, wenn man das Shop-in-Shop-Konzept weiter ausdehnen würde. Warum also nicht mehr HandwerkerInnen und Händler mit individuellem Angebot, kleine Modelabels etc. in die großen Warenhäuser und Einkaufszentren holen? Natürlich lässt oder ließ sich mit der Masse mehr verdienen. Ob das aber auf Dauer die Lösung ist? Bei Strumpfhosen beispielsweise bin ich nicht die einzige, die einen Wutanfall über die 20 Euro für ein Paar Strumphosen aus Baumwolle bekommt, die nach drei Mal Waschen und Tragen am ganzen Bein hässliche Aufreibungen wegen zu kurzem Baumwollfaden mit Abfallbeimischungen und unten am Zeh ein Loch haben. Das seinen Preis nicht werte Massenangebot interessiert nicht nur mich immer weniger.



Wie wohltuend ist im Vergleich dazu beispielsweise der Gang über den Weihnachtsmarkt, dessen Angebot mein Auge eben nicht durch billig produzierten Kitsch beleidigt. Der Alter Markt, verbunden durch die Antikgasse mit dem Heumarkt, bietet jede Menge kleines und qualitatives Handwerk und Kunsthandwerk, die Umgebung ist geschmackvoll und individuell dekoriert, das Angebot vielfältig und die Beratung meistens gut.

















Leslie Schüssler
Nächster Markttermin:
14.12.08 - Opernpassagen Köln

























Auch die Kölner Floh- und Antikmärkte sowie weitere Spezialmärkte sind eine Fundgrube für die LiebhaberInnen von Qualität und handwerklicher Vielfalt. Weitere Fotos folgen laufend in diesem Blog und im Blog des Holdenhof.





.