Freitag, 31. Mai 2013

Donnerstag, 30. Mai 2013




















Shamanism - A Reader
edited by Graham Harvey
Google - Blick ins Buch











































Julius Evola. Den Tiger reiten. Wenn aus schamanischer und heidnischer Vorstellung von energievollen Verbindungen ein esoterisch begründeter und frauenverachtender Faschismus wird. Sogenannte Kshatriya sind in Evolas Werk „spirituelle Krieger“ die es bewältigen „den Tiger zu reiten“ (Cavalcare la Tigre) – also der Moderne zu widerstehen und sie zu überwinden:
"Evola vertritt in seiner Philosophie eine polare bzw. duale Sicht der Dinge: dem männlich-solar-transzendenten, dem Spirituellen zugewandten sakralisierten Kshatriya-Prinzip[7], stellt er das weiblich-lunare, dem Spirituellen abgewandte entgegen. So bezeichnet er die dem Römischen Reich in Europa folgenden, sich mit fortschreitender Zeit immer stärker dem Materialismus zuneigenden Gesellschaftsordnungen als lunar-dekadent und daher involutiv, d.h. als vom kulturellen Niedergang gezeichnet und somit dem Untergang geweiht, denn es fehle, aus Evolas Sicht, „das Sakrale der Antike“."





Matriarchal strukturierte Gesellschaften sind nach dieser Auffassung dem Untergang, also dem Gang nach unten geweihte, lunar-dekadente Gesellschaften. Der zum Lichte strebende Mann, der spirituelle Krieger lässt sich hoffentlich nicht vom Weg ablenken und läuft in die dunkle Höhle. Oder ist es die Hölle? Ist es dort, wo einem der Teufel im Nacken sitzt, wenn man weiter die zur Ekstase, zur Verbindung mit dem All fähigen Frauen erniedrigt und die Göttin - in uns allen - verleugnet?


























































French Street in Istanbul














































Die Quellen der Zitate.
Update:
So so. Ach wie goldig.
Was sagt denn der Gegenspieler von Herrn Sarrazin, Herr Gabriel, dazu?




Hach ja, die Apartheid. Schnell und öffentlichkeitswirksam ist man da bei Israel und Südafrika. Die heftig umkämpfte Evangelikalen-Hochburg Südafrika ist doch immer wieder ein gerne genommenes Thema. Es gibt so viele verschiedene Schattierungen dieses Themas. Etwas erstaunt war ich auch als Politologin schon, als ich vor kurzem zum ersten Mal die leicht rassistisch anmutenden Äusserungen zur Rassentrennung der politischen Philosophin Hannah Arendt las. Hannah Arendt, die sich so intensiv mit dem autoritären Charakter im Nationalsozialismus befasst hatte. Im Gegenzug ist dann natürlich auch erwähnenswert der Antisemitismus in Teilen der schwarzen Befreiungsbewegung.





P.S.


Ach Tobi, auch dieser IT ist einfach nur eine luntegelegte und dumme kleine Nuss. Oder wie diese Frucht heisst. Im Netz. Die Wirkung von Obstsalat wird einfach allzu oft überschätzt. Oder besser: Nicht richtig eingeordnet. Und wie wir wieder sehen: Das in der Informationsbranche sich bis vor kurzem rasant ausbreitende Syndrom des Besserwisser und Oberlehrer in Kombination mit einem therapeutisch begleiteten Allmachts- und Ohnmachtsgefühl kommt gar nicht gut.





P.P.S.


Und Florian F. empfehle ich griechischen Joghurt. Zu ernährungspharmazeutischen Fragen siehe das Protokoll. Für alle anderen kommt die Info etwas später. By the way: Wie läuft's denn so mit der Finanzierung für das Jungmänner-Magazin?
























.

Mittwoch, 29. Mai 2013






















Ähhm, ja doch, wir gestehen, wir haben versagt. Vollkommen versagt. Oder? Da quietscht und juchzt es heute morgen vor lauter Vergnügen laut und deutlich aus dem Zimmer. Und was sieht die sofort herbeieilende Mama? Luca pinkelt - mal wieder - auf's Parkett.
Natürlich darf das nicht geduldet werden. Das Kind ist gut zwei Jahre alt. Also wird es ins Badezimmer gebracht. Oder besser gesagt: Mit etwas Abstand von Mamas Körper gehoben.
Dort steht das Kind dann allerdings unter den strengen Augen der Mama grinsend vor seiner kindgerechten Toilettenleiter: "Hier keine Lust!"
Also wieder die Windel an. Dort kackt es sich ganz prima rein. Und fühlt sich offenbar wohlig warm an. Natürlich sollten das aber nun auch nicht unbedingt alle in der Öffentlichkeit mitbekommen. Soweit ist die gesellschaftliche Norm schon beim Kind angekommen. Im vom Kind geschobenen Kinder-Einkaufswagen bei DM nämlich werden die Windeln unter angewidertem Blick wieder aus dem Wagen geworfen: "Brauche keine."
Und nun? Wir überlegen momentan, ob wir in die Phase der Drohungen eintreten sollen. So etwas wie: Kindergärtnerinnen, das sind die Frauen und wenigen Männer an diesem Ort, auf den sich das Kind schon sehr freut, KindergärtnerInnen also haben keine Zeit und keine Lust, sich um Kinder zu kümmern, die lustvoll in die Windel oder auf den Boden scheissen.
Ja, so etwas in der Art könnten wir natürlich sagen.
Wir könnten aber auch einfach froh sein, dass der Herr seine Hosenscheisser-Phase so lustvoll auslebt. Das spart später viel Geld. Eine eigens darauf spezialisierte Domina wird nämlich im Gegensatz zur Kindergärtnerin gut dafür bezahlt, wenn Männer die fatalen Folgen einer rigiden Sauberkeitserziehung überwinden wollen und in ihrer Gegenwart lustvoll in die weissen Windeln scheissen.













































Der weisse Terror des korpsgeilen Nazi als Endstufe des Pascha-Paradieses. Klaus Theweleit hat vor vielen Jahren in "Männerphantasien" die Rache des vernachlässigten kleinen Kindes an seiner Mama trefflich beschrieben. Manche dieser Nazis waren Schwule, die durch besondere Grausamkeit gegenüber Frauen offenbar gegen ihre eigenen weiblichen Anteile kämpften.
Heute müssen vor lauter Rache manche Frauen und Mütter die Windel auf dem Kopf tragen. Alternativ darf es auch ein fast kahl rasierter Kopf sein. Immer schon sehr beliebt in der Geschichte. Sei es in der Inquisition. Der Verfolgung sogenannter Hexen. Oder Schamanen, die weibliche und männliche Anteile in sich verein(t)en. Oder im Terrorlager.























.