Freitag, 16. Oktober 2009

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"Ladies and Gentlemen: this is without a doubt Barcelona’s most weird guy". (La vie en gris)







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"Manche Gesellschaftstheoretiker sind überzeugt: Verbrechen sind dazu da, um eine Gesellschaft zu stabilisieren, durch ein komplexes Geflecht aus Strafe und Angst. Verbrechen können aber eine Gesellschaft auch destabilisieren. Genau diese Dialektik zeigt Haneke: Die Gesellschaft reagiert auf die Unfälle, Merkwürdigkeiten und Verbrechen zunächst solidarisch. Doch zunehmend wird sie durch sie innerlich ausgehöhlt. Haneke zeigt eine Gesellschaft, die sich ihrer eigenen Abgründe nicht stellen will, will sich die Ursachen der Vorgänge nicht bewusst machen, weil sie instinktiv spürt, dass diese in ihr selbst liegen. Diese Verdrängung verschärft die Spannung und gebiert neue Untaten."


Kommentar: "Leben bedeutet, als Täter wie Opfer anderen Schmerz zuzufügen und selber zu erleiden, die schmerzfreie Welt gibt es nicht. Wie gehen wir praktische mit diesem Faktum um?"








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Donnerstag, 15. Oktober 2009

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Oscar-Kandidat "Das weiße Band". Die schmerzhafte Kinderstube der Nazi-Generation". Aus den Kommentaren. Historikerin sagt: Ein Film, der lange überfällig war! Meine Mutter ist so ein Produkt dieser Nazi-Erziehung. Eine selten lieblose und gefühlskalte Frau, rassistisch und sozial-darwinistisch, dabei voller Minderwertikgkeits-komplexe. Weil sie keine Macht hat, wurde ihre Waffe die Verleumdung und die Lüge. Einmal ermunterte sie eine Nachbarin, eine besonders liebevolle und fürsorgliche Frau, die vor allem von uns Kindern geschätzt wurde, doch mit ihr Wein zu trinken - und das obwohl meine Mutter völlig abstinent ist. Diese Frau hatte gerade eine Entziehungskur hinter sich, weil sie nach ihrer Scheidung depressiv geworden war. Obwohl sie sich sträubte, überredete meine Mutter sie, wieder zu trinken. Meine Mutter erzählte diese Geschichte meinem Vater und mir lachend am Frühstrückstisch. Und das ist noch eine der harmloseren Dinge, die meine Mutter anstellte. Wer in so einer grausamen Erziehung Vorteile sieht, hat schlicht keine Ahnung von Geschichte und dem, was es braucht, um eine Gesellschaft zusammenzuhalten. Schöne Grüße von einer Frau, die in der 2. Generation unter der Nazierziehung leidet."


@Historikerin
nur mal so, der Film spielt 1913-14..na klingelts?


Historikerin sagt: Das ist schon angekommen, mein Lieber. Und es hat ganz gewaltig geklingelt. Der Film beschreibt die Generation, die zur Nazigeneration wurde. Ich beschreibe noch konkreter die Folgen der Nazierziehung direkt. Na, klingelts?


Disziplin und Liebe sagt:
Die Mischung macht´s








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'Hamburg - Die Schweinegrippe-Besorgnis wächst. Seit Wochen bemühen sich Tausende Bundesbürger um eine ordnungsgemäße Infektion. Doch die Gesundheitsbehörden mauern.
Manche Pandemie-Laien wurden schon dabei beobachtet, wie sie sich aus schierer Verzweiflung am nächsten Flughafen unter einen Mob hustender Urlaubsheimkehrer mit "Malle"-Shirts mischen wollten. Andere riefen infizierte Mitmenschen per Kleinanzeige zu Schweinegrippe-Treffs auf, um im Rahmen eines bunten Abends alle Familienangehörigen mit anstecken zu lassen.
Oder sie flehten ihren Hausarzt an, das Kratzen im Hals endlich "als das zu sehen, was es ist: Ich hab die Seuche!"'








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Da der Feedreader jetzt anzeigt: "hyperion, quai de la Tournelle, 27, paris": Nein, es heißt in diesem Zitat im letzten Satz nicht: Wahrscheinlich unter der Signatur eines revolutionären Orgasmus."








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Nein, nicht immer ist das neue "Pornoland in Lesbenhand". Zwar wunderte auch ich mich in der Werbung über den etwas merkwürdigen Tonfall mancher führungs-willigen Frau mit göttin-inspirierten Lustreisen für junge und unerfahrene Frauen im Angebot. Denn das erinnert mich an die alten Tage an der Uni, in denen es Frauen- und Lesbenreferat hieß, der Zugang von vorneherein etwas beschränkt war, und die Hetera von manchen Kadern wie die Mutter eines Alien behandelt wurde. Was der Sache aufgrund dieser absichtsvollen Zuspitzung nicht immer gut getan hat. Aber natürlich schadet ein bisschen Bi fast nie. Hier daher noch einmal von Erika Lust das






Manifest für einen neuen Pornofilm:
intelligent, weiblich und feministisch.


Da sind wir endlich! Wir Frauen werden den Porno verändern.





Im neuen Pornokino möchte ich Frauen sehen, die entscheiden, wie wir repräsentiert werden: Ich möchte Frauen sehen, so wie sie sind, Frauen wie du und ich, Frauen mit Gefühlen, mit Ausbildung und Beruf, Mütter, verheiratete, geschiedene und alleinstehende Frauen, Liebhaberinnen, junge und alte, schlanke und mollige Frauen, die ihre Sexualität genießen und auch an den Sexszenen in den Filmen ihre Freude haben.





Die Sexualität der Frauen ist sehr ausdrucksstark. Das macht vielen Männern vielleicht zu schaffen, die lieber glauben, dass nur Huren und »heiße Weiber« sexuell attraktiv und die übrigen Frauen harmlos und unschuldig sind. Kaum ein Mann denkt gerne über die Sexualität seiner Mutter, Schwester oder Tochter nach. Dabei sind wir Frauen doch alle sexuelle Wesen, und nicht nur die Jenna Jamesons dieser Welt.





Ich werde die Hände nicht in den Schoß legen und warten, bis die Pornoindustrie sich bequemt, ihre Vorstellungen und Vorurteile über die weibliche Sexualität zu revidieren. Wenn wir es nicht tun, wird es niemand tun!





Unsere Gesellschaft neigt dazu, den Porno zu ignorieren, ihn als nebensächlich und anrüchig zu betrachten, ihn als ein Genre zu sehen, das mit anderen Aspekten des Lebens nichts zu tun hat. Doch das ist nicht wahr, denn der Porno ist nicht nur Porno, er ist ein Diskurs, eine bestimmte Art, über Sex zu sprechen. Er wirft einen bestimmten Blick auf das Männliche und das Weibliche. Aber er ist ein fast zu 100% maskuliner (und oft auch machohafter) Diskurs, es gibt kaum weibliche Stimmen, so wie es bis vor kurzem kaum weibliche Stimmen in der Politik oder in den Führungsetagen der Wirtschaft gab.





Ich bin nicht nur der Meinung, dass wir Frauen das Recht haben, uns am Pornokino zu erfreuen, sondern dass wir uns auch an der Ausrichtung des Inhalts dieses Diskurses beteiligen sollten. Wir müssen kreativ werden: Drehbücher schreiben, Filme drehen und produzieren …





Ich bin vor kurzem Mutter geworden, und ich glaube, es würde mir gefallen, dass, wenn meine Tochter sich als junges Mädchen einen Pornofilm anschaut, sie positive Botschaften über ihre Sexualität erfährt. Ich möchte nicht, dass ihr im Porno die Welt des Sex von Rocco, Nacho, Marc Dorcel, Private oder Penthouse erklärt wird. Ich spreche mich nicht für eine weibliche Zensur aus – die Männer werden ihren Standpunkt immer vertreten, was ich akzeptiere und respektiere -, ich möchte nur, dass es nicht die einzige Sichtweise bleibt. Ich will einen Porno, in dem es verschiedene Ansichten und Meinungen gibt.





Wir leben heute in einer Gesellschaft, die (ob es uns gefällt oder nicht) »pornofiziert« ist. Der Porno ist im Internet sehr präsent und hat auch Einzug in die Massenmedien gehalten; aus den obskuren Hinterzimmern ist er längst heraus. Deshalb ist es überaus wichtig, dass wir Frauen diese Entwicklung kritisch beobachten. Die Werte, die der Porno vermittelt, müssen von uns ständig in Frage gestellt und analysiert werden.





Als die feministische Bewegung in den sechziger und siebziger Jahren stark wurde, kritisierte sie die machohaften Werte, die durch das Kino und die Werbung noch verfestigt wurden. Heute müssen wir mit dem Porno ebenso verfahren. Wir können ihn nicht ignorieren und glauben, dass er nicht so wichtig sei, weil ja nur Männer ihn sich ansehen. Selbst wenn es so wäre: Das, was die Männer im Porno sehen und lernen, betrifft uns ganz direkt. Viele von ihnen verschaffen sich ein Bild von der weiblichen Sexualität nur über den Porno.





Ich glaube, wir Frauen sollten Einfluss nehmen auf Diskurs und Inhalt der Pornografie, denn so könnten wir den Männern auf sehr eindringliche und bildhafte Weise unsere Sexualität erklären. Gibt es eine bessere Möglichkeit, ihnen das verständlich zu machen, von dem wir wissen, dass viele von ihnen es nur schwer verstehen?









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Mittwoch, 14. Oktober 2009