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Ich kenne dieses
Business als die ehemalige Freundin eines sehr erfolgreichen
Versicherungsmaklers gut. Ich war Anfang zwanzig, fuhr selber das geleaste 600er-Coupe, 230 km/h minutenlang auf der Autobahn war total toll vor allem dann, wenn alle anderen wie die Fliegen auf Seite wichen. Ich war teilweise wie gelähmt vor Depressionen und ging in dieser Zeit nicht mehr zur Uni. In klaren Momenten kam das Entsetzen über das Milieu und den bei vielen Leuten zynischen menschenverachtenden Umgang mit sich selbst und anderen. Natürlich gab es auch andere Verhaltensweisen. Da war der besonnene Versicherungsmathematiker. Zum Beispiel. Ich weiß, wie Versicherungsverträge zum großen Teil zustande kommen. Ich weiß, welcher Druck ausgeübt wird in den schneeballartigen Systemen, ich weiß, wie Leute systematisch in die Verschuldung gebracht werden, sie teure Leasing-Raten für Luxus bezahlen, ich weiß, wieviel Provisionen mit Lebensversicherungen verdient werden. Ich weiß, wie Incentives ablaufen. Und ich habe selber einmal das raffinierte Theaterschauspiel eines Anwerbe-Termins für neue MitarbeiterInnen in einem großen Kölner Hotel mitgemacht. Den Aphrodite-Club kenne ich allerdings nicht.
Ich vermisse in den Artikeln weitere Namen aus der Politik. Ist es richtig, dass Bill Clinton nach seiner Amtszeit lukrative Vorträge beim AWD hielt? Wurde Frau Merkel beraten? Herrn Gabriel habe ich auf den Nachdenkseiten ebenfalls auf einem Foto bei einer Feier des AWD gesehen. Oder war das ein Irrtum?
"Der Drückerkönig und die Politik" Mittwoch 21.45 Uhr - ARD
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