Sonntag, 7. März 2010

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Papaver somniferum
Mohn














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Wenn ich vom immer mal wieder erwähnten Womblog aus versuche, den Link zum Orginalartikel von dieser Seite im Womblog aus anzuklicken, meldet mein PC eine Sicherheitswarnung. Den Link auf das Youtube-Video habe ich erst gar nicht benutzt. Hat jemand das Problem auch und möchte sich mal kurz kümmern? Sehr hübsch ist übrigens auch die im Womblog häufiger zitierte und ach so protestvolle Seite 'trueten' aus Stuttgart mit dem Bild eines orangefarbenen Kaninchen im Käfig. Jedenfalls an meinem Bildschirm. Doch, ich finde auch, wir sollten noch viel mehr gegenseitige Osmose und internationale Vermengung von luntegelegter Masse zur allgemeinen Erheiterung betreiben. Und immer daran denken: Man muß schon in echt labil wirken und sich führen lassen wollen. Umgekehrt geht natürlich auch. Wer kann da noch die Clowns von den Knallköpfen unterscheiden? Und wenn wir dann alle vermengt und vermischt haben, die Energien nicht an falsche Frontgruppen vertan und die Theater-Rebellen zurück zum Führer an den Schreibtisch befördert haben, können wir uns in aller Ruhe um die wirklich wichtigen Sachen kümmern. Keine Sorge: Mit der Zeit bekommt man einen Blick für die falschen Fünfziger.
Hier also ein Zitat aus dem Womblog mit Link auf den Originalartikel auf einer anderen Seite und mit der Aufforderung zu einer Protestaktion. "Ecuador: Holzfirma mit Umweltsiegel des FSC vertreibt Kleinbauern. In Ecuador sind die beiden zur Unternehmensgruppe Durini gehörenden Sperrholzhersteller Botrosa und Endesa ein Synonym für die Regenwaldabholzung. Nach über 40 Jahre andauernder Rodung ist die ehemals grüne Provinz Esmeraldas weitgehend entwaldet worden. Die traditionellen Lebensformen der indianischen und schwarzen Gemeinden wurden ruiniert. Die Lebensgrundlagen der Kleinbauern sind zerstört, genauso wie die einst vorhandene reichhaltige Artenvielfalt. Wenige Tage vor der Ermordung Jose Aguilars und seiner Frau Yola Garofalo Valverde hatte der Radiosender La Luna in Quito seine dramatische Zeugenaussage ausgestrahlt. Unter Tränen berichtete der Bauer, wie er am 25. Oktober 2000 entführt und drei Tage gefoltert wurde, bis er eine Erklärung unterschrieb, mit der er sein Land an die Firma Botrosa abtrat. Zusammen mit ihm wurden sechs weitere Nachbarn von ihrem Wald vertrieben.
Doch Jose Aguilar gab nicht auf und kämpfte mutig weiter um den Wald und seine Rechte. Mit fingierten Anschuldigungen kriminalisierte die Sperrholzfirma den Bauern. Nun wurde er für immer zum Schweigen gebracht. Bereits 1997 hatten Umweltschützer angezeigt, dass Botrosa im Schutzwald von El Pambilar holzt, der zum staatlichen Waldbesitz (Patrimonia Forestal, Block 10) gehört."












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"Und es gibt einen staatlichen Erziehungsauftrag zur Toleranz, der schon im Kindergarten beginnen muss. Dafür müssen wir mehr in Qualität der Einrichtungen investieren. Bis heute haben Erzieher keine Hochschulausbildung.




Dann werden Erzieherinnen aber besser bezahlt werden müssen. Kein Wunder, dass keine Männer in die Kindergärten gehen.





Diese Investition lohnt sich. Es gefällt mir auch nicht, dass es nur fünf Prozent Erzieher in Kindergärten gibt und nur wenig mehr als Lehrer in Grundschulen. Es geht auch um die Emanzipation der Männer. Es wäre besser, wenn der Erzieherberuf höher geachtet und besser bezahlt würde."












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Coatlique (Coatlicue)
Hrana Janto - Goddess Gallery














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Rhizome des Geheimen Deutschland: Über pädagogische Knabenliebe nicht nur in katholischen Schulen - wo ist übrigens der Video-Beitrag mit der etwas hakenkreuzähnlichen Flagge über der Burg geblieben - über unterwanderte Reformpädagogik, über den neuen Menschen und Hobbypsychologen mit Minderwertigkeitskomplex, über internationale Elite-Zuchtanstalten, über die schwarzen Netzwerke des "Geheimen Deutschland" und anderes, worüber ich gerade hier in Köln auch schon einiges erzählt habe.











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Achtet auf die, die Euch führen wollen! Achtet darauf, dass Eure Energien nicht in falsche Frontgruppen abgeleitet werden.











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Sie (Gerda Weiler Anm. A.H.) folgert: Um Frauen und Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu beeinflussen, mussten jene Märchen und Mythen herhalten, die sich Männer vom Weiblichen geschaffen haben. Gerade deshalb ist es Weiler so wichtig, die patriarchalen Zerrbilder von Keuschheit und Reinheit einerseits und der bedrohlich-verführerischen Weiblichkeit andererseits zu entlarven. Sie zeigt, dass diese Karikaturen des Weiblichen stets dazu missbraucht wurden, um das patriarchale Schwarzweißdenken zu verschärfen. Ein Schwarzweißdenken, das alles Dunkle und Böse stets dem Weiblichen und alles Helle und Gute dem Männlichen zuordnet. Und sie deckt auf, dass dazu als Grundlage immer die Bibel dient, die in diesem Punkt nicht nur amerikanischen Religions-Fundamentalisten als unantastbar gilt. Spätestens hier spielt es keine Rolle mehr, dass die biblischen Texte nur Metaphern wiedergeben oder fiktiven Charakter besitzen, denn jede Kritik an patriarchalen Deutungsmustern oder Entstehungsgeschichte ist tabu. "Und so ist es eine unvermeidliche Tatsache", schreibt Weiler, "dass diese Ideologien über das Weibliche durch die Bibel - in ihrer durch das Christentum angeeigneten Form - die Befindlichkeit unserer Töchter steuern." (Weiler, 1997, S.16)








Wenn Gott männlich gedacht wird, ist umgekehrt der Mann ein Gott (siehe ebd., S. 18). Und von diesem Gottesbild ist die Frau dann abhängig - denn ohne männliche Hilfe kann sie innerhalb dieses Konstrukts die "männliche Weltordnung" nicht mehr verstehen. Sie selbst kann sich auf ihren Gott nicht mehr transzendieren. Deshalb ist es so wichtig, dass "Frauen heute matriarchale Mythologien wieder lebendig machen, wenn sie ihre Geschichte aufarbeiten und die kulturellen Leistungen von Frauen aus dem Schatten der Vergessenheit ins Licht des Bewußtseins rücken". Sie geben dem Weiblichen auf diese Weise seinen Stellenwert zurück. (Ebd. S. 21)
Gleiches Recht auf Weltdeutung ist grundlegend für die Entwicklung eines "Eigenmachtgefühls", dieser unbewussten Selbstsicherheit, über die Jungen fast immer verfügen und Mädchen kaum. Weiler entlarvt die psychologischen Mechanismen, die in der Bibel und im Patriarchat mit dem Mythos der großen einzelnen Helden, Könige oder Genies immer wieder das Bild einer überhöhten Männlichkeit reproduzieren. Und zwar stets parallel zur Erniedrigung alles Weiblichen (ebd., S. 24). Diese Ideologie ist ihrer Meinung nach "ohne die mythische Überhöhung des Männlichen zum patriarchalen Vatergott gar nicht möglich". (Ebd., S. 25)








Weiler geht in ihrem Buch zunächst den Spuren der Himmelsgöttin nach, die mit dem Steinbock an ihrer Seite Leben und Tod verkörperte. Sie untersucht das patriarchale Misstrauen gegenüber dem Wiedergeburtsversprechen der Göttin und beschreibt den langen Prozess, wie die todbesiegende Thealogie des Matriarchats vom todbringenden Patriarchat besiegt wurde. Im Verlauf dieser patriarchalen Umdeutung wurden schließlich die Göttin und ihr Steinbock als Hexe und Teufel pervertiert.
Von der Steinzeit bis zur Antike galt der Steinbock im Vorderen Orient als Sinnbild des Mondes - die Hörner gleichen der Mondsichel. Er ist daher Kulttier der Himmelsgöttin, die für die Zeit verantwortlich ist und den Mondkalender immer wieder mit dem Sonnenumlauf in Einklang bringt. Auf zahlreichen Darstellungen sind die beiden zusammen zu sehen, nicht selten reitet die Himmelskönigin auf dem Steinbock durch die Luft.
Religion und Mythos wurden jedoch durch das Patriarchat von der Astrologie getrennt: Aus der großen Göttin wurde die Liebesgöttin Venus, die dadurch ihren kosmischen Charakter verlor. Aus dem Sternbild des Steinbocks wurde der Saturn, der entgegen seiner ursprünglichen astrologischen Bedeutung zum Symbol des Dunklen, sogar des Bösen wurde. Selbst in Tarot-Karten, die von Frauen gestaltet wurden, hat diese Umdeutung stattgefunden.









"Die Steinbocksymbolik, die ursprünglich jene Lebenskraft bedeutete, die aus dem Dunkel wieder ans Licht führte, wurde mit dem Dunkel selbst identifiziert", schreibt Gerda Weiler. (Ebd., S. 39) Konsequenterweise wurde der Steinbock in der Bibel zum übelriechenden Ziegenbock verwandelt.
Beispielhaft analysiert Weiler eine künstlerische Darstellung im Freiburger Münster aus dem späten 13. Jahrhundert. Auf den ersten Blick zeigt sie die Himmelsgöttin und ihren Steinbock. Doch die schöne nackte Gestalt ist keine Göttin, sondern Voluptas, die Wollust, und das Steinbockfell um ihre Schultern symbolisiert Satan, den Hurenknecht.
Diese und ähnliche Darstellungen der Wollust mit dem Bock waren sehr gebräuchlich in der gotischen Kunst. Wer etwa die berühmte Kathedrale im französischen Auxerre besucht, wird dieses Motiv dort ebenso finden, wie an vielen anderen Orten.
Und wer kennt nicht das berühmte Dürer-Bild "Hexe auf Teufel reitend" (um 1500)? Auf diesem Bild ist alles ins Gegenteil verkehrt, Symbol für das teuflisch Böse im Gegensatz zu rechten Weltordnung des Christentums. Dürer hat das Motiv der Aphrodite - der ehemaligen Himmelskönigin Ischtar - vermutlich auf seiner Italien-Reise kennen gelernt.
Der nackte Körper der Göttin ist zum Symbol der Sünde geworden, der Steinbock - einst das Symbol männlicher Schöpferkraft - ist zum "Leibhaftigen" verkommen, dem eben nur noch der Leib anhaftet, als sichtbares Zeichen seiner Triebhaftigkeit.
"In keinem Begriff wird die Leibfeindlichkeit des Christentums so eindeutig auf den Punkt gebracht wie in dem Begriff "der Leibhaftige", schreibt Weiler. (Ebd., S. 60)








Die symbolische Verschiebung von der Himmelsgöttin und ihrem Steinbock zur Hexe und ihrem teuflischen Hurenbock ist Ausdruck des patriarchalen Dominanzdenkens: Alle Macht liegt in den Händen weniger Männer, Andersgläubige, Juden, Muslime, Frauen werden diffamiert, sie können nur im Verborgenen (über-)leben.
Als 1487 ein offensichtlich paranoid-neurotisch frauen- und leibfeindlicher Mönch den sogenannten "Hexenhammer" verfasste, begann die systematische Ausrottung der weisen Frauen.
Magierinnen und Heilerinnen hatte es zu allen Zeiten gegeben - schon die Pythagoreerinnen waren dafür bekannt. Die Menschen glaubten an die Heilkraft des Zaubers. Die Kirche begann jedoch in der 1. Hälfte des 1. Jahrtausends ZauberInnen durch Heilige zu ersetzen - gleichzeitig wurde die überlieferte Magie abgewertet. (Siehe Wisselinck 1986, S. 18f) Zunächst mit geringem Erfolg. Die Bevölkerung vertraute weiterhin dem überlieferten Wissen - auch in der Heilkunst. Erst als die zuvor freien Universitäten allmählich in päpstliche Territorien umgewandelt wurden - erstmals 1185 in Montpellier geschehen - begann der systematische Ausschluß heilkundiger Frauen und Juden aus der Wissenschaft. Heilerinnen und Zauberinnen arbeiteten von nun an illegal. Was die scholastische Philosophie nicht integrieren konnte, bekämpfte sie. Die Zauberin war eine Konkurrentin der männlichen Medizin. Erst wurde sie zur "Feindin der Kirche" erklärt, später als Hexe dämonisiert - übrigens auch von Martin Luther. Die Himmelsgöttin Aphrodite war somit unter der scholastisch-patriarchalen Einwirkung zur Ziegenbock reitenden Hexe mutiert. Erst im 18. Jh. wurde die in zahllosen Hexenverfahren etablierte Frauenfolter wieder abgeschafft. Gesellschaftliche Stellung, Wissen und heilkundliche Erfahrung der Frauen bedeuteten zu diesem Zeitpunkt längst keine Konkurrenz mehr ...
Der Steinbock wird durch die neuere Symbolforschung rehabilitiert. Er kann seine vom christlichen Dualismus aufgezwungene Teufelsmaske wieder ablegen. Er wird wieder zum Mondgott und Sohngeliebten der Himmelskönigin. (Ebd., S. 46) Doch was ist mit der Himmelskönigin selbst?







Gerda Weiler, Zitat aus: Ich brauche die Göttin. Zur Kulturgeschichte eines Symbols, in: Heide Göttner-Abendroth/Marit Rullmann/Annegret Stopczyk, Was Philosophinnen über die Göttin denken











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