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"Kräuter können beim Grillen oder Braten von Fleisch oder Fisch die Bildung krebserregender Stoffen verringern. Der Gehalt an sogenannten heterozyklischen aromatischen Aminen (HAA) sinkt um rund ein Viertel, wenn das Grillgut mit Rosmarin oder Salbei zubereitet wird. Denn sie enthielten Antioxidantien, die die HAA-Bildung bremsen, erklärt Prof. Karin Schwarz vom Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde der Universität Kiel. Einen ähnlichen Effekt hätten Thymian und Knoblauch."
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Donnerstag, 4. Juni 2009
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In einem Interview mit dem britischen Sender BBC sagte Obama unmittelbar vor dem Abflug in Washington, Ziel seiner Reise sei es, "einander mehr zuzuhören".
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In einem Interview mit dem britischen Sender BBC sagte Obama unmittelbar vor dem Abflug in Washington, Ziel seiner Reise sei es, "einander mehr zuzuhören".
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Die Fahne flattert "über der Frauenkirche"? Nun, es herrscht jedenfalls Freude in der Stadt: 'Ein privater sächsischer Postdienstleister hat auf die Ankündigung prompt reagiert und eine Sondermarke aufgelegt. „Yes, we can auch english!“'
Bei so viel Fleiss bezweifelt das wahrscheinlich niemand.
Am schönsten finde ich im folgenden Artikel die Überschrift. Er kann es genauso gut wie wir Frauen: "Obama lächelt Osama in Grund und Boden." Viel Erfolg! Möchte jemand vielleicht eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Besuch Obamas in Ägypten lesen?
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Die Fahne flattert "über der Frauenkirche"? Nun, es herrscht jedenfalls Freude in der Stadt: 'Ein privater sächsischer Postdienstleister hat auf die Ankündigung prompt reagiert und eine Sondermarke aufgelegt. „Yes, we can auch english!“'
Bei so viel Fleiss bezweifelt das wahrscheinlich niemand.
Am schönsten finde ich im folgenden Artikel die Überschrift. Er kann es genauso gut wie wir Frauen: "Obama lächelt Osama in Grund und Boden." Viel Erfolg! Möchte jemand vielleicht eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Besuch Obamas in Ägypten lesen?
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Mittwoch, 3. Juni 2009
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Nicht nur muß ich in der Umgebung wie in meinen nicht immer so guten alten Zeiten den Unterschied zwischen einem Bürger in Deutschland und einem Gast erklären, da mancher junge Mann sich aus persönlichen Gründen als Herr im Hause Deutschland fühlt, der anderen gerne sagen würde, wann sie zu gehen haben, nein, ich finde momentan außerdem in diversen Publikationen allzu viele VertreterInnen mit einem Menschenbild, das geprägt ist von der Vorstellung eines ganzen Landes voller Puppen und Marionetten. Die etwas anderen Untertanen.
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Nicht nur muß ich in der Umgebung wie in meinen nicht immer so guten alten Zeiten den Unterschied zwischen einem Bürger in Deutschland und einem Gast erklären, da mancher junge Mann sich aus persönlichen Gründen als Herr im Hause Deutschland fühlt, der anderen gerne sagen würde, wann sie zu gehen haben, nein, ich finde momentan außerdem in diversen Publikationen allzu viele VertreterInnen mit einem Menschenbild, das geprägt ist von der Vorstellung eines ganzen Landes voller Puppen und Marionetten. Die etwas anderen Untertanen.
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Dienstag, 2. Juni 2009
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(Foto)
"Nordrhein-Westfalen ist Steinkauz-Land, der Rest Deutschlands jedoch von dem possierlichen Eulentier nahezu verwaist. Bundesweit gibt es nach NABU-Angaben rund 7000 Brutpaare, davon nisten fast 6000 zwischen Rhein und Weser. Zum Vergleich: In Niedersachsen wurden zuletzt nur 200 Steinkauz-Paare gezählt."
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(Foto)
"Nordrhein-Westfalen ist Steinkauz-Land, der Rest Deutschlands jedoch von dem possierlichen Eulentier nahezu verwaist. Bundesweit gibt es nach NABU-Angaben rund 7000 Brutpaare, davon nisten fast 6000 zwischen Rhein und Weser. Zum Vergleich: In Niedersachsen wurden zuletzt nur 200 Steinkauz-Paare gezählt."
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Montag, 1. Juni 2009
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Heute morgen trudelt in meinem Account der Newsletter einer Frauengruppe ein, die ich bisher gerne zitiert habe. Leider zeigt mir aber nun der Inhalt, dass hier allzu sehr Interessenpolitik betrieben wird, die nicht im Interesse von Frauen sein kann, die es ernst meinen mit der Gleichberechtigung. Der Inhalt unter anderem: Ein Werk über eine Forscherin, die davon überzeugt ist, dass Juden und Muslime den gleichen Gott anbeten - deshalb wahrscheinlich auch der Hinweis auf den Artikel einer der Gründerinnen der Frauengruppe über die moderne Vielehe - außerdem ein paar Sätze über den angeblich allzu pornografischen Blickwinkel mancher ForscherInnen. Nun, dann setze ich jetzt mal ein Zitat aus dem unten genannten Buch von Mithu M. Sanyal ins Blog:
"Es ist bezeichnend, dass das Sprechen, insbesondere das öffentliche Sprechen, von Frauen in Paulus' Argumentation mit Auflehnung verknüpft war. Wurde schon im Alten Testament die Domestizierung von Frauen - wie am Beispiel der 'großen Hure' gezeigt - mit der Entwertung der Vulva erwirkt, verhandelte man auch nach dem Übergang vom Judentum zum Christentum den Raub der Stimme und Selbstbestimmung der Frau anhand der weiblichen Geschlechtsorgane. Nur wurden diese nun nicht mehr entblößt, sondern verboten oder besser noch verleugnet.
Ein beliebtes Motiv der Marienikonographie ist die Verkündigung, in der der Heilige Geist die Jungfrau in Gestalt einer Taube durch das Ohr befruchtet, in manchen Darstellungen wird dabei sogar das Jesuskind in ihr Ohr hineingeschoben. Das Fehlen - oder das Versiegeltsein - der Vulva wird mit dem Ohr kompensiert. Maria kann damit zwar (zu)hören, aber nicht (wider)sprechen. Tatsächlich ist die einzige Aussage, die sie in der Verkündigungsszene macht: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." (Fußnote). Während Maria jedoch nicht widerspricht, weil sie im eigentlichen Sinne kein Genitale hat, durften Frauen von der Kanzel eben deshalb nicht sprechen, weil sie ein Genitale hatten. Paulus begründet seine Absage an die weibliche Predigt in seinem ersten Brief an Timotheus:
Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gesetz. (Fußnote)
Abgesehen von der offensichtlichen Irritation - wie kann Eva die Verführerin des Mannes gewesen sein, wenn Adam nicht verführt ward? - wird an diesem Zitat viererlei deutlich:
- Es muß predigende Frauen gegeben haben, sonst hätte der Apostel die weibliche Predigt nicht verbieten müssen.
- Offensichtlich hatten diese Frauen auch etwas von Gehalt mitzuteilen, schließlich lehrten sie nach seinen Worten.
- Weibliches Lehren war Paulus' Auffassung nach eng mit dem Apfel/der Vulva der Erkenntnis verbunden.
- und durch diesen/diese seien nicht nur Eva, sondern alle Frauen potentielle Gesetzesverbrecherinnen, gefährdeten somit die vom Christentum gerade etablierte Ordnung.
Um Paulus' Forderung durchzusetzen, mussten zuerst alle Indizien für sprechende, das heißt in einem kulturellen Sinne kommunizierende Frauen vernichtet werden. Denn es gab ja durchaus Beispiele für predigende Frauen in der Frühzeit des Christentums, wie etwa die Heiligen Umiltà und Cäcilia und die gelehrte Katharina von Alexandrien. Außerdem sind Abbildungen der predigenden Junia und einer predigenden Ursula erhalten sowie Überlieferungen, nach denen Martha, die Schwester der Maria von Bethanien, Teil an der Missionierung Südfrankreichs gehabt hatte und 'gar wohlredend' (Fußnote) gewesen war. Paulus selbst bezeichnete Junia als angesehene Apostelin (Fußnote), was die Kirche damit ausglich, dass sie an Junia eine Geschlechtsumwandlung vornahm und aus ihr im Laufe der Überlieferung den Apostel Junian machte. (Fußnote)
Die bedeutendste predigende Frau ist jedoch unbestreitbar die Apostelin der Apostel: Maria Magadalena. Im überlieferten Bild Maria Magdalenas vermischen sich mindestens drei biblische Figuren. Zum einen gibt es die von Jesus bekehrte Sünderin, die schweigend seine Füße mit ihren Tränen wäscht, sowie Maria von Bethanien, die dasselbe tut, zum anderen die sprechende Apostelin und Missionarin, aus der Jesus sieben Dämonen austrieb, die nicht zufällig an die sieben Schleier erinnern, die Ishtar auf dem Weg in die Unterwelt - zu sich selbst - ablegte ... Erst 1969 gab die Kirche zu, dass Maria Magdalena keine Prostituierte war.
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Heute morgen trudelt in meinem Account der Newsletter einer Frauengruppe ein, die ich bisher gerne zitiert habe. Leider zeigt mir aber nun der Inhalt, dass hier allzu sehr Interessenpolitik betrieben wird, die nicht im Interesse von Frauen sein kann, die es ernst meinen mit der Gleichberechtigung. Der Inhalt unter anderem: Ein Werk über eine Forscherin, die davon überzeugt ist, dass Juden und Muslime den gleichen Gott anbeten - deshalb wahrscheinlich auch der Hinweis auf den Artikel einer der Gründerinnen der Frauengruppe über die moderne Vielehe - außerdem ein paar Sätze über den angeblich allzu pornografischen Blickwinkel mancher ForscherInnen. Nun, dann setze ich jetzt mal ein Zitat aus dem unten genannten Buch von Mithu M. Sanyal ins Blog:
"Es ist bezeichnend, dass das Sprechen, insbesondere das öffentliche Sprechen, von Frauen in Paulus' Argumentation mit Auflehnung verknüpft war. Wurde schon im Alten Testament die Domestizierung von Frauen - wie am Beispiel der 'großen Hure' gezeigt - mit der Entwertung der Vulva erwirkt, verhandelte man auch nach dem Übergang vom Judentum zum Christentum den Raub der Stimme und Selbstbestimmung der Frau anhand der weiblichen Geschlechtsorgane. Nur wurden diese nun nicht mehr entblößt, sondern verboten oder besser noch verleugnet.
Ein beliebtes Motiv der Marienikonographie ist die Verkündigung, in der der Heilige Geist die Jungfrau in Gestalt einer Taube durch das Ohr befruchtet, in manchen Darstellungen wird dabei sogar das Jesuskind in ihr Ohr hineingeschoben. Das Fehlen - oder das Versiegeltsein - der Vulva wird mit dem Ohr kompensiert. Maria kann damit zwar (zu)hören, aber nicht (wider)sprechen. Tatsächlich ist die einzige Aussage, die sie in der Verkündigungsszene macht: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." (Fußnote). Während Maria jedoch nicht widerspricht, weil sie im eigentlichen Sinne kein Genitale hat, durften Frauen von der Kanzel eben deshalb nicht sprechen, weil sie ein Genitale hatten. Paulus begründet seine Absage an die weibliche Predigt in seinem ersten Brief an Timotheus:
Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam geschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gesetz. (Fußnote)
Abgesehen von der offensichtlichen Irritation - wie kann Eva die Verführerin des Mannes gewesen sein, wenn Adam nicht verführt ward? - wird an diesem Zitat viererlei deutlich:
- Es muß predigende Frauen gegeben haben, sonst hätte der Apostel die weibliche Predigt nicht verbieten müssen.
- Offensichtlich hatten diese Frauen auch etwas von Gehalt mitzuteilen, schließlich lehrten sie nach seinen Worten.
- Weibliches Lehren war Paulus' Auffassung nach eng mit dem Apfel/der Vulva der Erkenntnis verbunden.
- und durch diesen/diese seien nicht nur Eva, sondern alle Frauen potentielle Gesetzesverbrecherinnen, gefährdeten somit die vom Christentum gerade etablierte Ordnung.
Um Paulus' Forderung durchzusetzen, mussten zuerst alle Indizien für sprechende, das heißt in einem kulturellen Sinne kommunizierende Frauen vernichtet werden. Denn es gab ja durchaus Beispiele für predigende Frauen in der Frühzeit des Christentums, wie etwa die Heiligen Umiltà und Cäcilia und die gelehrte Katharina von Alexandrien. Außerdem sind Abbildungen der predigenden Junia und einer predigenden Ursula erhalten sowie Überlieferungen, nach denen Martha, die Schwester der Maria von Bethanien, Teil an der Missionierung Südfrankreichs gehabt hatte und 'gar wohlredend' (Fußnote) gewesen war. Paulus selbst bezeichnete Junia als angesehene Apostelin (Fußnote), was die Kirche damit ausglich, dass sie an Junia eine Geschlechtsumwandlung vornahm und aus ihr im Laufe der Überlieferung den Apostel Junian machte. (Fußnote)
Die bedeutendste predigende Frau ist jedoch unbestreitbar die Apostelin der Apostel: Maria Magadalena. Im überlieferten Bild Maria Magdalenas vermischen sich mindestens drei biblische Figuren. Zum einen gibt es die von Jesus bekehrte Sünderin, die schweigend seine Füße mit ihren Tränen wäscht, sowie Maria von Bethanien, die dasselbe tut, zum anderen die sprechende Apostelin und Missionarin, aus der Jesus sieben Dämonen austrieb, die nicht zufällig an die sieben Schleier erinnern, die Ishtar auf dem Weg in die Unterwelt - zu sich selbst - ablegte ... Erst 1969 gab die Kirche zu, dass Maria Magdalena keine Prostituierte war.
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