Donnerstag, 15. Januar 2009

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Earth, observed





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Auch das habe ich in meiner jahrelangen Arbeit vor Ort zum Thema "Extremismus und autoritäre Psychogruppen" im Umgang mit Leuten gelernt, vor denen ich teilweise ausdrücklich gewarnt wurde: Ein klarer eigener Standpunkt und die Bereitschaft, den anderen als Erwachsenen ernst zu nehmen, wird wesentlich mehr akzeptiert als geheucheltes Verständnis, das aus mangelnder Empathiefähigkeit folgt, oder gar karitatives Erbarmen aus der Position des Stärkeren heraus. Der Versuch, indirekt Meinungen und Einstellungen zu manipulieren, sie damit zu ändern, aus der vermeintlichen Position der Stärke heraus bewirkt keine langanhaltenden Verhaltensänderungen. Ich kann dem anderen sagen, dass ich den Schmerz versuche zu verstehen. Aber ich mache jeden Erwachsenen verantwortlich für die Folgen seines Handelns. Das gilt erst recht für Zuträger und Teilnehmer Organisierter Krimininalität. Wenn man Kriminelle weiter wirken lässt, tanzen sie auf den toten Köpfen ihrer Opfer. So wie in Ausschwitz. Es kann sein, dass Rosa Luxemburg Kräuter züchten durfte. Das war, bevor man sie erschlug und in den Kanal warf. Es gibt einen Unterschied zwischen Erklären und Entschuldigen.





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Es reicht jetzt! Der Vorfall in Duisburg, für den sich der Polizeipräsident mittlerweile entschuldigt hat, war offenbar
nicht der einzige.


"In Mainz beispielsweise machten die Teilnehmer einer anti­israelischen Kundgebung unter Rufen wie »Ihr Judenschweine!« Jagd auf Gegendemons­tranten, die Israel-Flaggen gezeigt hatten. Ein Polizeisprecher gab jedoch letzteren die Schuld: Dem Südwestrundfunk sagte er, das Zeigen von isra­elischen Flaggen sei eine »Provokation« gewesen, weil es sich bei den Trägern der Fahnen gar nicht um Israelis gehandelt habe."





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Nach dem Lesen dieses Artikels eine kleine Korrektur an meinem Beitrag "Es wird bunt": Blogs sind heute eine gute Möglichkeit, die (patriarchal dominierte Form der) Fragmentarisierung von Gesellschaft und Gemeinschaft wieder aufzuheben. Das bedeutet eben nicht den Rückfall in ein einheitsgraues Kollektiv, sondern eine bunte Vielfalt von Lebensmöglichkeiten.





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"Es ist falsch, zu sagen, es sei nicht erlaubt, 15-jährige oder jüngere Mädchen zu verheiraten", sagte der Großmufti von Saudi-Arabien demnach in einer Vorlesung. Auch zehn oder zwölf Jahre alte Mädchen seien schon "heiratsfähig", sagte der ranghöchste saudi-arabische Geistliche. (via)




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Via newsletter lustfilms:
bebaroque


"The bebaroque label was started in July 2007 by Mhairi McNicol and Chloe Patience. Both designers completed their BA(hons) in Textiles at the Glasgow School of Art in 2005 and then went off separately to gain Master degrees in Textiles and Fashion. Chloe moving on to the Edinburgh College of Art, whilst Mhairi remaining at the GSA.
Both Chloe and Mhairi separately began designing leg wear and decided to join forces, creating something very special and unique to the market. With Mhairi's elaborate hand embroidery and Chloe's intricate drawing skills upon hosiery, a truly innovative design process was developed."






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Es wird bunt!


Die Trennung in Sakrales und Profanes, in Kunst und - ja, was eigentlich - Alltag, in Herd, Haus, Innenraum einerseits und öffentlichem Machtraum andererseits ist eine Trennung der patriarchalen Gesellschaft mit all ihren Machtmitteln. Richtig bewusst geworden sind mir die Auswirkungen dieser Fragmentarisierung nach der Geburt meiner Tochter.
Seitdem ich versuche, diese Trennungen nicht mehr zu leben und mir Gedanken darüber mache, wie diese Einheit in Alltagshandeln umgesetzt werden kann, geht es mir besser.
Die Beginenhöfe des Mittelalters waren ein Beispiel für die nicht vorhandene Trennung von Leben, Kunst, Kunsthandwerk und Spiritualität von Frauen, kritisch beäugt und schließlich zerstört von der Kirche und einem patriarchalen Kapitalismus. Übrigens: Das Vermögen der verbrannten Frauen und wenigen Männer wurde wohl wem zugesprochen? Tja, so ein Scheiterhaufen war schon eine sehr lukrative Einnahmequelle, von dem Mann Paläste bauen und reichlich Gold kaufen konnte. Da freuten sich sehr die Kirche und die zufällig gerade neu entstehenden medizinischen Fakultäten mit reinem Männerzugang.
Blogs sind heute eine gute Möglichkeit, die Fragmentarisierung von Gesellschaft und Gemeinschaft wieder aufzuheben.
Zu einer inspirierenden Wechselwirkung von Kunst und Politik siehe unter anderem: Heide Göttner-Abendroth, Die tanzende Göttin. Prinzipien einer matriarchalen Ästhetik. The Dancing Goddess. Principles of a Matriarchal Aesthetic





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