Mittwoch, 12. November 2008

Göttin des Tages:

Pandora
Griechenland


"Parallelen zwischen dem Pandora-Mythos und dem biblischen Sündenfall werden seit dem frühen Christentum gezogen. Pandora wird zur verführenden Eva und Epimetheus zum sich verführen lassenden Adam. Pandora und ihr Gefäß werden in der Neuzeit unter anderem zum Sinnbild der Verführungskraft der Frau. So ist es nicht verwunderlich, dass Pandora zur weiblichen Urgewalt stilisiert wird – entweder als verführerische femme fatale (wie auf den Gemälden Dante Gabriel Rossettis oder mit der Plastik Edwin Scharffs dargestellt) oder aber als zerstörerische Elementargewalt."



Luisa Francia sieht es so:

Die "von allen beschenkte", wunderschöne, reich geschmückte Göttin trägt eine Urne, ein Gefäß, in dem alle vorstellbaren Übel ruhen. Sie verkörpert die betrogenen Frauen, die nun mit List den Männern schenken, was diese nicht zurückweisen können, und damit Krankheiten, Sorgen und Qualen freisetzen. Die Rache für den Betrug kommt als Geschenk getarnt.








Pandora
by John William Waterhouse

Die Allmächtigen

"Der heutige Tag ist ein bemerkenswerter Tag in der deutschen Rechtsgeschichte. Es ist der Tag, an dem die Entmachtung der Staatsanwaltschaft Gesetz wird - und zwar beginnt diese Entmachtung ganz oben, an der Spitze des Strafverfolgungs-Systems: Die Bundesanwaltschaft verliert ihre Sachherrschaft in den Terrorverfahren an das Bundeskriminalamt (BKA). Das BKA-Gesetz, das an diesem Mittwoch im Bundestag beschlossen werden soll, führt nämlich dazu, dass in Terrorsachen im Zweifel das Bundeskriminalamt, also die Polizei, das Sagen hat - und damit die diesem vorgesetzte Behörde, das Bundesministerium des Inneren."

Dienstag, 11. November 2008

Who are the Architects of Economic Collapse?
Will an Obama Administration Reverse the Tide?

Göttin des Tages:

ist die Frau, die sich nicht vom Geschrei der Kriegstreiber täuschen und vereinnahmen lässt. Göttin des Tages ist die Frau, die dem Klang ihrer eigenen Seele auch im gut organisierten Chaos folgt. Göttin des Tages ist die Frau, die klar sieht selbst in den trüben Tümpeln. Göttin des Tages ist die Frau, die verteidigt, was ihr etwas wert ist. Göttin des Tages ist die Frau, die handelt, wenn Hilfe gebraucht wird.


Geschrieben mit Dank für die Inspiration durch die Diskussion auf einer Reclaiming-Liste zum Thema "Arun-Verlag" und Abgrenzung nach rechts. Möge jede und jeder in den gefüllten Töpfen die nährenden Stücke finden zwischen den braunen Brocken.

Und es ward wieder Licht

Viele Fragen für das Manuskript. Der Ort? Ehrenfeld ist ja schon etwas länger eine äußerst interessante Kulisse für Märchen und Science Fiction. Wie wäre es mit einer hell erleuchteten Märchenstunde an diesem Ort? Märchen mit punktgenau gesetztem Licht neben dem Fenster der Lady, die ihre triggernden Fantasien gerade nicht auf russisch in den Raum warf? Sekundenlanges Licht, begleitet von donnernden Pauken und Trompeten. Nein, das war nicht der helle Schein des lodernden Feuers der ebenfalls anwesenden Hexe! Denn Hexen hüten ihr Feuer. Und verschwenden es nicht für Lügen und Intrigen. Verschwenden es nicht, selbst wenn sie erkennen, dass die Geschichten mit kleinen Details aus ihrem eigenen Alltag vollgespickt sind, vorgetragen mit ein wenig Biss und Neid in der Stimme. Daher nun die nächste Frage: Wenn klar war, dass die Märchen im Auftrag erzählt wurden, wie mann einmal etwas umständlich andeutete, wieso wurde die gen goldenen Westen Orientierte, die vielleicht nicht ganz so gut über das Spiel informiert war, so innig umworben? Und für wen verbreitet die Dame auf deutschem Boden nun ihre triggernden Fantasien? Aus irgendeinem Grund fällt mir auch zu diesem Text gerade ein etwas älterer Buchtitel von Elfriede Jelinek ein: Wir sind Lockvögel, Baby!

Eleven - Eleven

"May your efforts never again be squandered in the service of lies and greed. May your deaths and wounds no longer be shamefully be kept hidden from the eyes of your countrymen."






Valkyrie



Interessant zu beobachten bei Google, wie man Begriffe im Internet besetzen kann. Angeregt durch das Foto der Walküre im zitierten Blog-Beitrag ging ich an diesem magischen Datum des 11.11. auf die Suche nach einem lizenzfreien Bild der Walküren bei Wikipedia. Die englische Stichwort-Suche " Valkyrie Wikipedia " überraschte mich dann doch ein wenig. Dieses Blog möchte daher keineswegs auch noch Werbung machen für den Film „Valkyrie“. Der Name bezieht sich auf die " Operation Walküre ".

Frauenverachter: Unterwegs im Auftrag des Herrn

Bei Spiegel online das Porträt des hochintelligenten Psychopathen Helg Sgarbi, der - offenbar einer Gehirnwäsche unterzogen - Lockvogel und männliche Prostituierte einer religiös fundamentalistischen Gruppe war:


'Aus seiner Rolle fiel Sgarbi nur, wenn es um seine eigene weiche Stelle ging: den Glauben. Als sich einer der beiden Sunrise-Mitarbeiter mal über die Darstellung der Juden als brutale Henker in Mel Gibsons Kinofilm "Die Passion Christi" erregte, platzte es aus Sgarbi förmlich heraus. "Das Volk Juda", wetterte er apokalyptisch, werde "knietief in seinem Blute waten, bis es dereinst den Namen unseres Herrn Jesu Christi anerkennt". Die Verfolgung durch Römer, Kreuzfahrer, Nazis und Stalinisten sei die "gerechte Strafe" für Jesu Tod am Kreuz. In seinem 300er-Mercedes fuhr Sgarbi mit einer Jesusfigur, einer Padre-Pio-Plakette und einem Rosenkranz herum; im Kofferraum lagen mehrere Flaschen Weihwasser und ein Gebetbuch. "Das gehört zu mir", erklärte Sgarbi einem seiner Kollegen, "zu meinem Leben." Das war mal keine Lüge, ausnahmsweise.


"Helg hat unzählige Geschichten über sich erzählt - und am Ende wusste man gar nichts über ihn. Nicht das Geringste", sagt der Mann, der mit ihm nach St. Moritz sollte. Einmal behauptete Sgarbi, dass er am Abend mit seiner Ehefrau verabredet sei. Einem anderen Kollegen tischte er dagegen die Geschichte auf, sie habe ihn verlassen - nach der zweiten Totgeburt. Nun irre sie durch Europa, schicke manchmal eine SMS. Demnächst müsse er nach Rom, um an der Spanischen Treppe auf sie zu warten, die Liebe seines Lebens. In Wahrheit aber verehrte er die Frauen nicht, er verachtete sie, brach sie. Glaubt man den beiden Sunrise-Mitarbeitern, begann er eine Affäre in der Firma. Als es vorbei war, veränderte sich die Frau, wurde stiller, verschlossener. Schließlich verließ sie die Firma, heute soll sie in einem Kloster leben.


Kurz bevor Sgarbi aber selbst ging, bat er seinen jüngeren Kollegen in ein leeres Konferenzzimmer. Blickte ihn ernst an. Sagte dann: "Eines Tages wirst du von mir Sachen hören, für die du mich hassen und verfluchen wirst. Wie alle anderen wirst du mich verurteilen." Es sei eine Stimmung wie beim letzten Abendmahl gewesen. Sgarbi als Jesus, der Kollege als Petrus.


Den letzten Anruf bekam er dann Mitte 2007. Sgarbi meldete sich mit unterdrückter Nummer. "Du wirst jetzt längere Zeit nichts von mir hören", sagte er geheimnisvoll. "Ich muss ins Ausland, ich habe einen dicken Fisch an der Angel."'