Sonntag, 16. März 2008

"Als ich meine Visionen empfing, sah ich ganze Heerscharen von Frauen, die mit den Gewändern ihrer Vorfahren bekleidet waren. Es waren so viele von uns vertreten, daß wir die Unendlichkeit erreichen konnten. Einige von uns hatten nackte Oberkörper, und unsere Medaillons wehten im Wind. Niemand tat uns etwas zuleide, und aus unseren Oberkörpern strömte das Licht des Regenbogens. Hinter uns konnten wir das Schlagen der Trommeln unserer Männer vernehmen. Die Türe hinter uns war geschützt. Wir waren als Kriegerinnen gekommen, um allem Krieg ein Ende zu machen."

Kriegstrommeln

Der Irak-Krieg ist in den USA wieder hoffähig geworden, nicht zuletzt, weil sich McCain als Mann des Krieges definiert hat - und das trotz seines fortgeschrittenen Alters von 71 Jahren. McCain bleibt auch nichts anderes übrig: Das andere große Wahlkampfthema - Wirtschaft, Kreditkrise, Rezession - ist für ihn Treibsand. Sein Eingeständnis der eigenen, ökonomischen Unkenntnis dürfte ihn für den Rest dieses Wahlkampfes verfolgen: "Das Thema der Wirtschaft ist keines, das ich so gut verstehe, wie ich sollte."

Also schlägt McCain lieber die Kriegstrommel. Er unterstützt den US-Truppeneinsatz im Irak, fordert "ein größeres militärisches Engagement". "Der Krieg im Irak ist an einem Scheideweg und die Zukunft der gesamten Region steht auf dem Spiel - eine Region, aus der die Terroristen kamen, die Amerika an 9/11 angriffen, und in der sich ein Großteil der weltweiten Energievorräte befinden." Das klingt wie eine Neuauflage der Parolen, mit denen sich George W. Bush 2004 wiederwählen ließ.

Samstag, 15. März 2008

Grrrhhhh

So ein Scheiss! Laut Inhaltsverzeichnis gibt es im Buch "Scout Cloud Lee, Der Heilige Kreis" ab Seite 320 einen Anhang mit Literatur. Im Kapitel "Frauen als Kriegerinnen" beispielsweise verweist die Autorin explizit darauf. Das Buch, was hier heute ankam, geht bis Seite 319.
The Wayward Harper

Die Freiheit der Bewegung



... sieht manchmal ganz anders aus als das, was auf der
Verpackung steht. (Foto: Burda)

Freiheit ist ein Faktor der Produktivität

Während die alte Linke keine Antwort auf die Transformation des Kapitalismus wusste?

Antonio Negri: Was in der Sowjetunion passierte, ist unter diesem Gesichtspunkt exemplarisch. Sie hatte Computer von der Größe eines Hauses, aber keine PCs. Sie konnte das verstreute gesellschaftliche Wissen nicht wiedererlangen, es nicht über eine Nutzung der Informatik auffangen, die Netzwerke und Kooperationen schafft. Lange Zeit blieb die Informatik der bewachte Jagdgrund der Militärs und der Zentraladministration.

Aber die Leute wollten Zugang zu dieser Möglichkeit der Kommunikation und der Teilung des Wissens – eine Freiheit, die ihnen die Sowjetunion nicht bewilligen konnte. Die UdSSR ist auch darüber gestürzt. Sie war kein Land, in dem die Akkumulation großartig funktioniert hätte. Sie konnte den Planeten mit extrem mächtigen Bomben zerstören, so viele Menschen auf den Mond schicken, wie sie wollte, aber ihr fehlte die Freiheit. Und die Freiheit ist ein Faktor der Produktivität.

Demokratie-Probleme

'Die Altfaschisten in wichtigen Positionen zu belassen - nach Bollinis Überzeugung war das die beste Möglichkeit, um die Kommunisten in Italien im Zaum zu halten. Zunächst Putschversuche, und dann Bombenanschläge, das seien ihre Methoden gewesen:

"Der so genannten "Strategie der Spannung" folgte schließlich die Strategie der Machtübernahme mithilfe der Massenmedien. Das erfinde ich nicht, denn das steht so im Erneuerungsprogramm von Licio Gelli, das man Anfang der 80ger Jahre bei ihm beschlagnahmt hat. In diesem Pogramm, eine Anleitung zum Staatsstreich, ist das Verschwinden der Linksparteien vorgesehen, die Auflösung der Gewerkschaften, dazu der Aufbau eines privaten Fernsehsystems und gleichzeitig die Aushöhlung des staatlichen Fernsehens RAI. Alles Dinge, die entweder schon vollzogen sind oder noch vollzogen werden."

Licio Gelli behauptete, dass sieben Minister der ersten Regierung Berlusconi in der Vergangenheit Mitglieder in seiner Loge waren. Und 1996, als Berlusconi das Programm seiner Partei Forza Italia vorlegte, bestätigte Gelli nicht ohne Genugtuung, dass Berlusconi seinen "Plan der Nationalen Erneuerung" beinahe komplett übernommen habe. Dass nach dem Attentat von Bologna die "Strategie der Spannung" langsam aber sicher an Zugkraft verlor, bedeutet für den Staatsanwalt Libero Mancuso allerdings noch lange nicht, dass Italiens Demokratie-Probleme völlig gelöst seien:

"Vielleicht ist Italien deshalb nicht mehr in Gefahr, weil bereits alles so gekommen ist, wie bestimmte Kreise es gewollt haben. Wir leben etwa nach Gesetzen, die für ein zivilisiertes Land entwürdigend sind. Mit Reformen, die uns weit zurückwerfen. Wir erleben eine Schwächung all jener Institutionen, die über die Verfassung wachen müssen. Das ist gefährlich für das demokratische Gleichgewicht. Überflüssig zu fragen, ob heute noch Terrorgefahr besteht. Die Dinge haben sich vollzogen, das Desaster ist bereits geschehen. Das Problem ist, wie man da wieder herauskommt."'