Montag, 21. Januar 2008

Wandelnde Ritter-Bilder und das Patriarchat

"So wie das Christentum letztlich doch Europa erobert hatte, so eroberte auch eine andere patriarchalische Religion, die Frauen ausschloß, die früheren Gebiete der Göttin im Mittleren Osten. Bevor Arabien unter das Joch des Islam fiel, huldigte die dortige Bevölkerung der gleichen dreifachen Mutter, deren Name Al-Ilat, Al-Uzza und Manat" lauteten. "Allāt, al-'Uzzā and Manāt were three goddesses worshiped by the Meccans." "Satanische Verse“ ist die Bezeichnung für eine Überlieferungsvariante im Koran. In der 53. Sure „Der Stern“ (al-Nadschm) geht es um drei bei der Kaaba in Mekka verehrte, vorislamische, weibliche Gottheiten (Al-Lat, Al-'Uzza und Al-Manat). In der überlieferten Fassung des islamischen Gelehrten und Historikers Tabari[14] erlaubt Mohammed ihre Verehrung[15], während er sie in der kanonischen Fassung ablehnt. Der Ausdruck „Satanische Verse“ wurde von William Muir gebildet. Die gereinigte oder berichtigte Fassung verdränge diese Göttinnen, da sie auch als (untergeordnet) verehrungswürdige Wesen nicht mit dem Monotheismusgebot in Einklang zu bringen waren. (vgl. Die Satanischen Verse)[16]"

Unternehmerinnen in Pakistan

"Man muss die regionalen Traditionen berücksichtigen. Das hat mit Rückständigkeit überhaupt nichts zu tun."

Die falsche Spur

Necla Kelek in der taz:

Bisher waren die Aleviten gewohnt, als die guten oder als die anderen Muslime in Ruhe gelassen zu werden. Aber nun wird auch über sie in der Öffentlichkeit diskutiert. Und sie zeigen, dass sie, wie andere türkisch-muslimische Männer auch, ihre Ehre verteidigen, wenn es um ihre Töchter und Frauen geht. "Bis zum Tod" war auf einem Transparent in Köln zu lesen. Sie wollen, dass Berichte über ihre Art zu leben weiterhin tabu bleiben. Dabei sollen die Fakten unter den Tisch fallen. Die Aleviten verhalten sich, als wollten sie durch den organisierten Aufschrei die Sache selbst übertönen. Tatsächlich stellen in der türkisch-muslimischen und besonders auch der alevitischen Community Gewalt und sexueller Missbrauch ein ernst zu nehmendes und umfassendes Problem dar.

Alle Untersuchungen, ob in Deutschland oder der Türkei, zeigen, dass in den muslimisch-patriarchalisch geprägten Gesellschaften - eben auch unter Aleviten - sexuelle Gewalt Alltag ist. Das Thema wird seit Jahren tabuisiert. Wer es anspricht, den trifft die Wut, und der wird mit allen Mitteln bekämpft und diffamiert. Der Sexualtherapeut Halis Cicek, selbst Alevit, hat erschütternde Berichte und Lebensgeschichten des sexuellen Leidens veröffentlicht. Das Buch heißt "Resmen irza Gecme" (Die erlaubte Vergewaltigung), ist leider nur auf Türkisch erschienen und schildert die Probleme auch in den alevitischen Gemeinschaften über alevitische Männer. Darin beschreibt Cicek, dass psychisches Elend, sexuelle Probleme wie Impotenz, Depressionen, Sodomie, Pädophilie, Gewalttätigkeiten vieler durch den Zwang zur Heirat, mangelnde Aufklärung durch die patriarchalisch-religiösen Verhältnisse hervorgerufen und reproduziert werden. Der Vorwurf, Inzest und Inzucht seien unter den Aleviten verbreitet, hat neben der diffamierenden Seite ganz reale Ursachen, die nicht nur im religiösen Bereich zu suchen sind, sondern auch mit der besonderen Situation als Minderheit zu tun haben. Bei Aleviten heiraten überwiegend Cousins und Cousinen ersten Grades untereinander. Grund dafür ist ihre islamische Tradition.


Adressen:

agisra köln

Berlin: PAPATYA

HennaMond

Stuttgart: Rosa e.V.

«Es gibt keinen Zwang im Glauben.»

Zurück zur Scharia - oder vorwärts zu einem zeitgemässen Islam? Ein Gespräch mit der tunesischen Religionswissenschafterin Amel Grami in der NZZ:


Der Koran aus weiblicher Sicht

Sie sind offenbar davon überzeugt, dass eine eigenständige Interpretation der heiligen Schriften aus weiblicher Optik von grosser Wichtigkeit wäre.

Ja. Ich erkläre Ihnen gerne, weshalb. Die klassische Interpretation des Korans ist ein gewaltiges Werk, ein gigantisches Korpus. Diese Schriften stellen eine Referenz dar, auf die sich Forscher und Wissenschafter bei der Auslegung immer wieder beziehen. Aus weiblicher Sicht wurden bis anhin nur einzelne Aspekte angegangen, so etwa die Frage betreffend den Schleier oder die Vorrangstellung des Mannes gegenüber der Frau. Doch es wäre wichtig, den gesamten Koran und nicht bloss einzelne Suren aus weiblicher Optik zu interpretieren. Solange wir es nicht schaffen, all die hochqualifizierten Frauen aus der islamischen Welt, die über den Koran geforscht haben, zu einem gemeinsamen Projekt zusammenzubringen, werden wir es auch nicht schaffen, die herkömmlichen Referenzwerke zu konkurrenzieren und so wirklich etwas in Bewegung zu setzen.

Es geht dabei auch um die «égalité au niveau du savoir», um die Gleichberechtigung im Bereich der Produktion von Wissen. Auch in Tunesien werden Forscherinnen von männlichen Kollegen häufig diskriminiert und ausgegrenzt: Innerhalb von Ministerien und Universitätsinstituten, aber auch, wenn es um die Teilnahme an internationalen Kongressen geht. Ich selber habe das wiederholt und schmerzlich erfahren: Man lädt lieber «Vorzeigefrauen» mit Kopftuch ein, die nicht opponieren und auf der Linie der männlichen Rechtsgelehrten sind.


Halten Sie das Phänomen des «islamischen Feminismus», das Anzeichen einer Bewegung aufweist, für bedeutsam?

Ja, auf jeden Fall. Diese Bewegung wird den jungen Frauen dabei helfen, eine andere, neue Vorstellung von Religion zu entwickeln.

Sonntag, 20. Januar 2008

Designer Vagina

"You've had your breasts enhanced, thighs sucked thin, skin stretched taught over your cheekbones, and lips pumped full of cow's tissue. What better way to finish off that perfect Barbie doll look than to have your vagina surgically redesigned"


"However, as BDSM practitioners might point out, the act of being penetrated is not necessarily experienced as a submissive act, nor is the act of penetrating always experienced as a dominant act."

Heather Corinna

Sie hatte ich als eine der ersten im Netz gefunden. Und schaue seitdem immer wieder bei ihr vorbei.