Donnerstag, 17. April 2008

Wo die Macht ist

Ich halte es für eine fatale Fehlentwicklung, nicht die matrilinearen Strukturen zu stärken, also zum Beispiel Mutterschaft mit Macht und Geld auszustatten. Wie jede weiss, die diesen Job bekommen hat und ihn ernst nimmt, ist Mutterschaft sehr zeit- und arbeitsaufwändig und fordert viele verschiedene Fähigkeiten. Es ist also falsch zu sagen, Mutterschaft zieht von der Arbeit weg. Richtig ist: Die unbezahlte Arbeit Mutterschaft zieht weg von der bezahlten Erwerbsarbeit. Niemand müsste weggehen zu einem anderen wichtigen Ort der Macht, wenn Mutterschaft und Familie mit Macht ausgestattet würden, gesamtgesellschaftliche Entscheidungen also innerhalb dieser Strukturen gefällt würden. Gut organisieren lässt sich das zum Beispiel auch mit Hilfe von technischer Kommunikation. Wer also hat Angst vor einem Aufbau von matrilinearen Clan-Strukturen?

Fehlermeldungen

beim Anklicken der Blogs. Ich denke, es liegt an meinem Rechner. Hier entspricht einiges nicht meinen Vorstellungen. Ich bevorzuge zuverlässige Team-Arbeit und nicht Umgebungen, die zerstörend wirken, sobald etwas Neues beginnt, gut läuft. Oder besser wird.
Neues versuchen, etwas aufbauen. Etwas anders machen: Gerade, aber nicht nur für Frauen gilt, sich diejenigen vom Hals zu halten, die selber keinen Mut zum Ungewohnten, keinen Mut zum Beginn von etwas ganz Anderem, kein spiegelndes Funkeln und Feuer in den Augen haben. Die es nicht ertragen, dieses Leuchten in den Augen der anderen zu sehen. Doch: Ich nehme hier auch das Wort "Neid" in den Mund. Ja, es gibt den Neid auf die guten Gaben anderer, den Neid auf die, die es gewagt haben, oder gerade dabei sind, sich auf die lange Reise zwischen die Welten zu wagen. Die dabei sind, das Feuer in ihrem eigenen Innerem zum Glühen und Brennen zu bringen. Achtet auf die, die das Feuer in Euch zum Verlöschen bringen wollen. Achtet auf sie und haltet sie fern von Euch, Euren Freunden und Familien.

Mittwoch, 16. April 2008

Es läuft wie geschmiert

„Wird Zeit, dass du Hillary zerreißt“. Diesen Eindruck hatte ich des öfteren in den vergangenen Wochen, was mich nur noch mehr in meiner Meinung bestärkt, dass der weiblich geführte Wandel auch in den USA fällig ist. Er ist jetzt fällig. Und nicht erst in vier Jahren, wie eine amerikanische Bloggerin in einem großen Online-Magazin gestern schrieb, getreu dem Motto: Was heute nicht klappt, klappt eben morgen. Ob sie dabei an den Kuchen für den nächsten Kindergeburtstag dachte oder eher doch daran, dass Macht und Money nur in den Händen von Männern wirklich sexy ist?
Wir haben uns zu oft von frohlockenden Buchstaben täuschen, uns Honig um den Mund schmieren lassen. Woher der Wind tatsächlich weht, zeigt das momentane Rauschen im Blätterwald. Und da fällt mir dann nur eines ein: Heute schon Leserin, Kundin oder Konsumentin gewesen?

Dienstag, 15. April 2008

via Endicott Redux:
Karine Polwart


Die kleine Piratin war im Zoo.

Zum Kotzen:

"Eine Studie zeigt, dass im Jemen mehr als 50 Prozent der Mädchen zwischen sieben und neun Jahren zwangsverheiratet werden."

Jetzt hat das Women’s National Committee (WNC) im Parlament beantragt, das Mindestalter für ein Eheschließung auf 18 Jahre zu erhöhen. Der Vorschlag wurde abgelehnt. Es gebe keine rechtliche Grundlage für eine solche Gesetzesänderung, hieß es: "Es ist nicht nur unislamisch, es ist auch unmenschlich, Mädchen einer solchen Erfahrung auszusetzen", empörte sich die Vorsitzende des WNC, Rashida al-Hamadani.

Montag, 14. April 2008

Liebe Leute,

es gibt viele Kommandozentralen für spirituelles Treiben und Tarnen. Noch mehr gibt es allerdings freifliegende Hexen, Schamanen und andere wilde Weiber und Männer. Anders ausgedrückt: Es gibt keine einzig wahre Interpretations-(Aktien)gesellschaft. Wer so auftritt, gerät in Gefahr, dass andere auf die Idee kommen, man würde gerne die Fortsetzung schreiben von:
"Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde."


Weit weg vom einzig wahren Kult und seiner Company sind zum Beispiel die Bücher von Jan Fries, Visuelle Magie. Ein Handbuch des Freistilschamanismus und ders., Helrunar, Das Handbuch der Runenmagie.
Eine Einführung schrieb Vivianne Crowley, Phoenix aus der Flamme. Heidnische Spiritualität in der westlichen Welt.
Antiquarisch erhältlich ist dieses feine kleine Buch für die Zeiten des Umbruchs: Maureen Murdock, Der Weg der Heldin. Eine Reise zur inneren Einheit.
Es gibt weder das einzig wahre Ritual noch die einzig wahre Erleuchtung. Hin und wieder allerdings hört man von der Ware Erleuchtung.



Video

Manchmal ist weniger professionell mehr professionell. Und manche Juwelen, die nicht mehr ganz so sehr funkeln, entpuppen sich als ein wahrer Schatz.

Woaw!

Google-News meldet mir heute 167 Artikel über das Dekolleté der Kanzlerin.

Artenvielfalt und Hunger

Heute ganz in grau. Da in Deutschland Steinigung (noch) verboten ist, und ich zum Schämen zwar manchmal ab in den Keller, aber (noch) nicht unter die Burka muss, verlinke ich den dritten Beitrag hintereinander von hier in der Hoffnung, dass ich die genannte Literatur genauso gut verstehen werde wie die Titel von Vandana Shiva zur Biodiversität. Im verlinkten Welt-Artikel wird unter anderem davon gesprochen, dass immer größere Flächen benutzt werden müssen, um Soja als Futtermittel für unser Stallvieh anzubauen. Frances Moore-Lappè schreibt: Verarbeitet man Soja direkt als Nahrungsmittel, wird nur 1/8 der Fläche verbraucht.
Ooh mein geliebter - nein, nicht Tofu - Burger!

Simbabwe:

Sorry, die falschen Schurken

Robbenjagd:

Was nicht in den Zeitungen steht

Sonntag, 13. April 2008

Bilder voller Blüten

Vor Jahren gelesen und immer noch im Sinn: Die Gondeln und blühenden Gärten mitten in der Stadt, verwandelt aus dem Müll der Millionenstadt. Gelesen in: Das fünfte Element.
Vorwort: Die Erklärung der vier heiligen Elemente (Natürlich auch kurz kommentiert von einem gut Informierten).


"Jeder Krieg beginnt in unserer Vorstellung, er wird zunächst geführt, um unsere Träume und Visionen zu zerstören," sagt Maya.