Sonntag, 29. April 2012

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6,16 Euro ist der End-Preis bei der Auktion. Hier jedoch war die Seite kurz vor Auktionsschluss leider kurzfristig nicht erreichbar, der angegebene Verkäufer existiert nicht. Der Browser kann den Verkäufer nicht finden. Also eine Fake-Seite, auf die umgeleitet wurde. Dafür wurden danach niedliche Pumphosen, eine weisse und eine schwarze Hüfthose eingeblendet. Und das beendete Angebot war auch wieder erreichbar. Zu dumm, so etwas! Genauso wie solche Aktionen. Das geht seit Generationen so. Stören, behindern, zerstören. Was aber viele andere auch kennen. Und anderen immer bewusster wird. Die Profiteure zocken ab und lassen sich in der Innenstadt nieder. Dort wird weitergezockt mit Immobilien. Warum aber soll man die absurde Mietspekulation in den Innenstädten beim Einkauf mitbezahlen? Die Nahrungsmittelversorgung wird von Großkonzernen übernommen? Mit welchen Ergebnissen? Gut, es ist ein nettes Shopping-Erlebnis, im Kellerambiente mit Klimaanlage das Süppchen zu schlürfen oder auf der Ehrenstraße zu sehen, welcher Filialist sich nun wieder niedergelassen hat. Nett, wenn der Porschefahrer mit Sonnenbrille sich sehen lässt beim leichten Druck auf das Gaspedal vor dem Schaufenster. Und die Ladies mit den teuren Marken am Hintern das auch ganz toll finden. Hoffentlich verwechselt er nicht mal aus Versehen die Pedalen vor lauter Perlen. Aber für diese Kulisse das Mehrfache dessen zahlen, was der Händler im Internet in der Kleinstadt anbietet? Ich möchte unter wirklicher Vielfalt und Qualität wählen können. Und nicht einzelnes Plastik mit teurem Inhalt kaufen müssen. Dafür verzichte ich gerne auf den Anblick der Felgen des tiefer gelegten Mercedes.








Wieviele Leute können sich am Ende des Monats kein Brot mehr kaufen? Wieviele LeiharbeiterInnen beschäftigt der Fahrer des Luxuswagens, der gerade den Parkplatz vor dem Schaufenster ansteuert? Wieviele Leute können ihre Schuhe nicht vom Schuster besohlen lassen? Den Strom nicht mehr zahlen?
An anderen Orten auf unserem Planeten, der droht, unter die Räuber zu fallen, geht es noch viel heftiger zu. Wie geht es den Leuten im Irak? Und in Libyen? Wurden die Lizenzen schon neu verteilt? Und wer muss nach der Zerstörung der sozialen Infrastruktur nun wieviel für was zahlen? Was ja immer noch besser ist als Folter oder der Tod durch Uran-Munition. Wieviele Kopftüchter wurden schon verkauft? Oder geht es jetzt bereits Richtung Burka?
Die neue Variante hier an diesem Ort und in dieser Generation, von der immer mehr Leute betroffen sind: Nicht mehr nur zersetzen und zerstören. Sondern kostenlos abzocken dank Tricks, Tarnen und Technik. Für eigene Zwecke nutzen die Ideen der geschulten Intuition anderer. Welche sich hervorragend vermarkten lassen.









Nun, es geht Schlag auf Schlag. Der Fall der asozialen Giganten wird überall fortgesetzt. Da spritzt halt im Gegenzug an irgendeinem passenden Ort die Scheisse hoch. Die Kräuterweisen sind aktiv. Der Umsatz versinkt im Schlamm, manche MitarbeiterInnen überlegen sich, ob es noch sicher ist, für diesen asozialen Arbeitgeber zu arbeiten. Die Sicherheitsdienste in den Vierteln, in denen sich allzu asoziales Pack des Großkapitals versammelt hat, werden auch langsam sauer. Und HilfsdienerInnen erhalten ihre lehrreichen Lektionen. Als Antwort auf die Economic Hit Men sind auch die Economic Hit Women aktiv. Insbesondere in Köln. Wo es dank sehr viel Einsatz trotz allem langsam wieder bunter wird. Niemand muss natürlich ein schlechtes Gewissen haben. Da überzeugt alleine die Tat und die individuelle Verantwortung.
Ich mag manches einfach nicht. Und allzu helles Weiss, zuletzt aufgerufen von jemandem laut der Bildschirmanzeige, steht mir einfach nicht. Vor allem aber:









Im Zoo ist sicher noch ein Zimmer frei.
Verpisst Euch, Ihr Pascha-Paradiesler!























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