Sonntag, 28. Juni 2020




























Den Begriff "Herabgesunkenes Kulturgut" habe ich zum ersten Mal in der Dissertation von Kurt Derungs gelesen. Der Begriff bezeichnet das Lächerlichmachen, Verniedlichen, Verkitschen von Kultur vergangener Epochen bis hin zur bösartigen Verdrehung insbesondere von Kulturgut mit matriarchalen Wurzeln. Mir fiel dazu auch ein meine frühere Haltung zu Macramee. Ich hatte sie im Sinn als altmodische und verkitschte Dekoration in den Wohnungen von ausgemusterten Alt - Hippies. Diese Art von Alt - Hippies, die sich nicht wie Erwachsene und reife eingeweihte Schamanen im Umgang mit Drogen zeigten, sondern sich systematisch das eigene Hirn und das Hirn anderer vernebelt haben. Wie günstig, gelle, unsere Pseudo - Sozialisten! Na, in wessen Diensten standen und stehen wir denn so? Was genau bezeichnet man als Reform? Modern?








Wie altmodisch, das osteuropäische Shtetl. Beispielsweise. Die Marktplätze. Gelle. Wem nutzt es? Seit Ende des ersten Weltkrieges hat eine fatale Entwicklung mit fortdauernder ethnischer Säuberung stattgefunden und unzähligen Versuchen, unter falsche Flagge Kultur zu zeigen. Vieles an Literatur ist unleserlich. Nicht wirklich wohltuend. Zwanghaft. Neurotisch. Bis hin zu Büchern mit Rezepten und reichlich merkwürdigen, angeblichen Vorschriften und Verfahrensweisen. Was ist zu tun? Ich selber favorisiere große gemeinsame Dächer, unter denen sich Verschiedenes versammelt. Handwerk, Handel, Gewerbe. Mit gemeinsamer Infrastruktur. Man muss es allerdings ernst meinen. Da gibt es erhebliche Unterschiede.







Ja. Überall gibt es solche. Und solche. Ich sehe solche Filme wie "Once upon a Time in America" mittlerweile unter diversen Aspekten. Und immer noch fehlen mir wesentliche Teile Bildung. Ich gelobe Besserung und die Bibliothek der Klause wächst weiter. Ich habe keine Zeit, das alles zu lesen. Aber bei Bedarf blättere und lese ich themenbezogen. Die Bibliothek wird allen zur Verfügung stehen. Und weiter? Vernetzung. Was sonst. Die Klausen und die Witcheria im Shtetl werden Handwerk der alten Art zeigen, eingebunden in die mythologischen Landschaften, durch die der kleine Zug der Zeit fährt. Wohltuend einigend und doch different bei Bedarf. Und ich fürchte, nein, ich hoffe, das gibt reichlich Widerstand. So wie jeden Freitag. Abend.