Samstag, 11. Februar 2017
























Und nun wieder ein Themen-Wechsel. Es ist ein Innenstadt-Markt. Und daher sicher nicht der billigste Wochenmarkt. Sankt Apern. Freitags bis 14.00 Uhr geöffnet, und die Zahl der Stände mit merkwürdigen Marktleuten wird zum Glück auch dort immer weniger. Eines will mir nicht in den Kopf: Warum schaffen es eigentlich andere Städte, Wochenmärkte nachmittags und abends zu organisieren, von Sonntagen mal ganz abgesehen? Und warum werde ich von manchem fast gefressen, wenn es auf das Thema kommt? Habe ich gesagt, dass jemand 24 Stunden arbeiten soll? Nein, habe ich nicht. Warum kann man Marktplätze beispielsweise nicht zeitlich aufteilen? Einen Wechsel organisieren? Wo liegt das Problem? Und warum funktioniert das in anderen Städten? Und wohin soll ich bitte gehen? Nach drüben? Ach ... Fragen über Fragen. In dem einen oder anderen Fall ist das allerdings zum Glück erledigt. Da gehörte es beispielsweise auch zur gelernten Taktik, egal, welche Argumente ich brachte, auf jeden Fall immer das Gegenteil zu behaupten, laut zu werden, mich zu unterbrechen, abrupt stehenzulassen. Mir eventuell Details aus meinem Leben ins Gespräch zu würzen. Eben alles, was man professionelles schlechtes Benehmen nennen kann. Wie gesagt: Auch diese merkwürdigen Marktleute werden zum Glück immer weniger. Aber auf die Liste möchten auch an diesen Orten immer mal wieder welche ...







Nun, Sankt Apern ist auf jeden Fall ein gut bestückter Markt. Und auch wenn es ein Markt in der Innenstadt ist, habe ich heute wesentlich weniger Geld ausgegeben als im Supermarkt. Natürlich unter anderem, weil ich das Gemüse der Saison kaufe. Ja. Es gibt auch im Winter Vitamine, die nicht aus der Tomate kommen. Wirsing. Zum Beispiel. Und Rezepte gibt's reichlich zum Beispiel bei Pinterest. Mit Bildern. In einem der Jahreszeiten-Bücher habe ich gelernt, Ingwer und Knoblauch kurz in der Pfanne anzurösten, dann gebe ich etwas Curry dazu - ich nehme momentan am liebsten die Madras-Mischung - dann schneide ich den Wirsing in Streifen, und lasse ihn kurz mit braten, giesse dann Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe dazu, lasse das Ganze einige Minuten köcheln. Und zum Schluß noch etwa Sahne. Mit Bandnudeln. Oder Kartoffelpüree. Oder was auch immer. Und morgen gibt's den Wirsing dann mit Bratwurst.
Hier ist ausserdem heute jede Menge Wintersalat gelandet. Und dank Nigel Slater - siehe Literatur und einige Rezepte bei Pinterest - gibt's für mich jetzt sogar Salat in Super-Lecker. Fades Zeug ist nämlich nicht mein Ding.