Sonntag, 22. Mai 2016



























Die Freikorps des Kapitals haben sicher verstanden, dass man sie alle einzeln besuchen kann. Vor diesem Hintergrund kann ich mir gut vorstellen, dass nun auch in Köln der strategisch wichtige Lebensmittel-Sektor wieder mehr Gelegenheit für Vielfalt erhält, die weder von allzu Kurzrasierten noch von Leuten mit einer ausgesprochenen Affen-Allergie dominiert wird. Man muss nicht erst ein Wiener Schnitzel ficken, um ein Lokal führen zu können. Was jetzt wieder eine sehr persönliche Bemerkung war. Und wer bei Aldi mit dem Adler auf der Jacke versucht für Ordnung zu sorgen und nicht sehr dezent die DVD mit dem Bild von der rothaarigen Hure und dem Teufel hochhält, hat die Zeichen der Zeit sicher auch erkannt. Das gilt natürlich auch für Versuche, allzu viel Eis am Stiel zu verkaufen. Und luntegelegtes Fleisch für Neu-Ulm an den Stand zu stellen.
Insofern freue ich mich auf viele Garküchen aus Privat-Initiativen und viele Food-Trucks, in denen nicht allzu allergisch reagierende Köche zeigen, was sie können. ES muss weder allzu fair, noch allzu bio-bio bis Demeter sein. Der 24-Stunden-Markt der weise werdenden Frauen und Männer mit viel Spiel wird auch kommen. Und dann allen gut tun. Ganz bestimmt. Astra and Lilith zeigen, wie es sein kann. Und selbstverständlich sind diese Orte ausgestattet mit der Truppe, die gut gerüstet Hausbesuche bei allzu viel Störung oder gar Unwillen zur Existenz vornehmen wird. Auch so ein angeblicher Groß-Bäcker bei Merzenich, sehr intim informiert und mit allzu hinterfotzigen Bemerkungen wie der Herr am Samstag, hat das jetzt hoffentlich sehr genau verstanden.







Dass nicht nur in Köln permanent Leute mit einem Doggie-Bag unterwegs sind, die nur darauf warten, dass man in den bisher dominierenden Märkten Lebensmittel mit Inhalt mitgibt, welcher gar nicht gut für die Gesundheit ist, versteht sich wohl ebenfalls von selbst. Dass so etwas nicht nur offiziell Ärger, sondern auch den besonderen Besuch mit dem Basketball-Schläger nach sich ziehen kann, ist hoffentlich genauso leicht zu begreifen.
In diesem Zusammenhang: Köln hat die meisten Großbäckereien in der ganzen Bundesrepublik. So viele Großbäckereien wie in Köln gibt es sonst in keinem Bundesland. Wessen Kapital steckt hinter Firmen wie: Oebel, Merzenich, Kamps, Backwerk? Wessen Kapital steckt hinter Firmen wie REWE, Aldi, Edeka? Welche Firmen haben in den Shopping-Malls des Kölner Hauptbahnhofs eine Niederlassung? So viel Pizza und asiatische Nudeln kann man eigentlich gar nicht essen, um hier die Mieten bezahlen zu können.