Donnerstag, 31. März 2016



























Vojislav Šešelj wurde heute in allen neun Anklagepunkten freigesprochen in Den Haag:





Update: ... Gut, dann der Link eben noch mal so
http://derstandard.at/2000033933542/Vojislav-Seselj-von-Tribunal-in-Den-Haag-freigesprochen






"... Šešelj war bereits vor rund eineinhalb Jahren aus der Haft entlassen worden. Er hatte mit seinem schlechten Gesundheitszustand nach einer Krebserkrankung argumentiert. Die Verkündung des Urteils fand am Donnerstag ohne den Angeklagten statt. Der 61-Jährige hatte sich geweigert, wieder in die Niederlande zu reisen. 2003 hatte er sich dem Gericht selbst gestellt, danach war er bis 2014 in Untersuchungshaft gesessen. Er sei "mit der Sache fertig", hatte er zu Medien gesagt, zudem müsse er sich auf den laufenden serbischen Wahlkampf konzentrieren. Šešelj ist Vorsitzender der Radikalen Partei (SRS).





Kroatien hatte zuletzt mehrfach kritisiert, dass sich Šešelj in Serbien frei bewegen und sogar politisch betätigen konnte und in diesem Zusammenhang mit einer Blockade der serbischen EU-Beitrittsgespräche gedroht. Premier Tihomir Orešković meldete sich auch am Donnerstag schnell mit Kritik am Urteil zu Wort. Dieses sei "beschämend" und eine Niederlage für das UN-Tribunal, sagte er kroatischen Medien. "All das Leid, das ich ertragen musste" Der Freigesprochene selbst äußerste sich zwiespältig zum Urteil: Ausdrücklich lobte er bei einer Pressekonferenz in Brüssel die "Professionalität und die Ehre" der Richter, "die über allen politischen Druck erhaben" seien. Zugleich nutzte Šešelj die Gelegenheit auch, um erneut das Gericht zu beschimpfen. Es handle sich um "ein antiserbisches Gericht in der Hand der westlichen Mächte", das "juristisch keinerlei Bedeutung" habe."





Kommentar: "Ich habe keine Ahnung, was genau dem Mann vorgeworfen wurde. Was ich aber in keinem Fall verstehe, ist, dass es möglich ißt, jemanden ohne ein gültiges Urteil 11 Jahre (Anmerkung: 12 Jahre) in Untersuchungshaft zu stecken. Einfach nicht zu fassen, dass so ein Verfahren so lange dauert, mit der entsprechenden Konsequenz für den Angeklagten."