Montag, 5. Oktober 2015























Statt des herbstlichen Orange sieht das Buch-Cover in Wirklichkeit doch eher etwas mehr rot aus. Und ob das Wort Nazi in jedem zweiten Satz nun abschreckend oder wohl doch eher anregend wirkt, darüber kann man dann auch streiten. "Die Erfindung der Roten Armee durch einen manisch-depressiven Teenager im Jahre 1969". Ja, die Sueddeutsche hat offenbar viel Freude am Titel, den ein Buch über die Terroristin Gudrun Ensslin schmückt, von vielen auch als magere Ausgabe einer Freiheitskämpferin verehrt. Soll man sich gleich in der Redaktion bewerben oder gibt*s noch eine andere Anlaufadresse? Wie wäre es denn mit einer Filiale der Aktion Suppenkirche? Das ist dort, wo immer mit Kirche von ganz unten geworben wird.
Neben diesem ansprechenden Titel liegt das neue Buch von Zeruya Shalev: Schmerz. Erschienen am 14.09, und das Thema ist ein ähnliches. Mit rotem Bändchen aufgeschlagen dort, wo wieder Suppe gereicht wird. Dieses Mal dann aber hoffentlich ohne eine Binde.