Dienstag, 25. August 2015


















Stille ist offenbar etwas Furchterregendes. Das ist dann unter anderem der Stoff, aus dem die Spassgesellschaft ihre autoritären Psychogruppen speist. Künstler, Schmananen, Kreative aller Art: Das Leben dieser Leute ist so monoton, still und langweilig, dass die Mitglieder der Spassgesellschaft ständig den Drang haben, durch das Schlüsselloch am Leben dieser Leute teilzunehmen. Und sich dann unbedingt zu dieser Stille äußern wollen. Wie wäre es denn mit der Besinnung auf die eigenen kreativen Kräfte? Das braucht natürlich Stille, das Alleinsein, den Willen zum Erkennen. Den Mut, sich diesem Reife-Prozess zu stellen. Und vieles mehr. Ja, manchmal macht das keinen Spass. In der Tat. Ich bin mir aber sicher, derart gefordert, entdeckt mancher bei sich noch ganz viel unentdecktes Potenzial. Und hat es dann nicht mehr nötig, so zwanghaft am Leben der anderen durch das Schlüsselloch teilzunehmen.