Sonntag, 11. Januar 2015


















Aaah. Diese Schlagzeile zur Abwechslung. Kurzer Hinweis für die MitarbeiterInnen des SPIEGEL. Oder auch den einen oder anderen Bundeswehrangehörigen mit Mitteilungsbedürfnis: "Also wenn ich Jude wäre, dann würde ich ... " Ja, was denn, bitte? Juden, deren Nachfahren, Freunde und Fighter gegen Sündenbock-Theorien und andere Faschisten-Methoden zuckersüss zum Auswandern nach Israel animieren? Das ist - nicht nur in diesen Tagen - eine Projektion der eigenen Ängste auf andere. Oder kaltblütige Berechnung. Und tut gar nicht gut, denn psychologische Belastungen gehen einfach oft ans Gemüt. Noch etwas scheint mir an dieser Stelle wieder erwähnenswert: Nicht alles, was jüdisch blinkt, heißt, lockt, die Außenfassade anstreicht oder Fotos für Werbe-Zwecke auf der grünen Wiese machen lässt, ist auch das, was es vorgibt, zu sein. Eigentlich ein alter Hut. Oder? In meinen Chat hat sich da doch tatsächlich vor ein paar Tagen ein Freund von Leipziger Dosenfutter unter verändertem Außenanstrich verirrt. "Meine Frau muss die Woche über in Leipzig arbeiten". Wie war noch mal die Körbchen-Größe? Keine Ahnung. Das ist nicht meine Aufgabe. Deswegen benutze ich ja auch kein Smartphone. Aber auch diese Unterhaltung war natürlich ganz großartig. Wie wäre es denn noch mal mit dem Angebot für den Club-Besuch in der Woche? Mal sehen. Im Unterhaltungsprogramm ist auf dem Ölberg für Gäste noch ein Zimmer frei. Ab 10 Uhr? Apropos: Bei der taz gibt's Hühner-Böllchen in homöopathischen Dosen? Oder doch lieber geflügelte Worte, gut gewürzt? Ohne Wenn und Aber. Und natürlich nicht "beschissen". In diesem Sinne: Es geht weiter. Mit dem Anfang vom Ende.





P.S. Ja? :-((