Montag, 15. Dezember 2014

















"Viel eher muss sich nachrichtendienstliche Tätigkeit auf die Penetration gegnerischer Zirkel konzentrieren, um die relevanten Informationen zu erlangen




... Setzt sich diese Erkenntnis auch bei den Nachrichtendiensten der Verbündeten der USA durch?




Robert Baer: Die Israelis haben das beispielsweise schon lange erkannt. Ich habe in den vergangenen Jahren häufig israelische Gefängnisse besucht, die dortigen Verhörmethoden beobachtet, mit Hamas-Gefangenen gesprochen, wie auch mit den Mitarbeitern des Geheimdienstes. Die Mitarbeiter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Beit versicherten mir, ich konnte das auch vor Ort analysieren, sie würden meistens auf traditionelle Polizeimethoden bei ihren Verhören zurückgreifen, was gewinnbringender sei als Folter. Die Israelis haben Folter gestoppt, weil es ihre Ermittlungen versaute, sowie ihr angeschlagenes internationales Image weiter verschlechterte.